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Nachrichten

Freitag, 23. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

ROM: In Italien hat der zurückgetretene Ministerpräsident Romano Prodi Rückendeckung von seinen bisherigen Bündnispartnern erhalten. Ein Sprecher Prodis teilte mit, alle neun Parteien des Mitte-Links-Bündnisses hätten einem 12-Punkte-Programm zugestimmt, das unter anderem das militärische Engagement Italiens in Afghanistan festschreibt. Die möglichen Koalitionspartner werden an diesem Freitag zu Gesprächen bei Staatspräsident Giorgio Napolitano erwartet. Dieser muss entscheiden, ob er Prodi erneut mit der Regierungsbildung beauftragt. Der Ministerpräsident war am Mittwoch im Senat am Streit über den Afghanistan-Einsatz gescheitert.

NEW YORK: Im Atomstreit mit dem Iran ist weiterhin keine Lösung in Sicht. Nachdem die Führung in Teheran auch die jüngste Frist des UN-Sicherheitsrats zur Einstellung seiner Uran-Anreicherung ignoriert und die Anreicherungsversuche sogar noch verstärkt hat, wollen die fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder und Deutschland am Montag in London das weitere Vorgehen beraten. Die USA kündigten an, sie wollten den Druck auf den Iran verschärfen. Bei dem Treffen werde mit der Arbeit an einer zweiten Resolution zu neuen Sanktionen begonnen, sagte der Staatssekretär im US-Außenministerium, Nicholas Burns.

BERLIN: Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas ist im Rahmen seines Deutschland-Besuchs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammengekommen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte bei einem Treffen mit Abbas am Donnerstag nochmals die Erwartungen des Nahost-Quartetts an die künftige palästinensische Koalitionsregierung bekräftigt. Dazu gehöre ein Gewaltverzicht und die Anerkennung Israels sowie aller Vereinbarungen zwischen Palästinensern und Israelis. Abbas äußerte die Hoffnung, dass der EU-Boykott der Hilfsgelder an die Palästinenser-Regierung bald aufgehoben werde.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Jacques Chirac kommen an diesem Freitag bei Berlin zusammen. Im Mittelpunkt der Konsultationen im neuen Gästehaus der Bundesregierung steht die Diskussion über einen massiven Personalabbau bei Airbus. Nach Informationen der französischen Wirtschaftszeitung 'Les Echos' will sich der Airbus-Mutterkonzern EADS von zehn Betrieben in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien trennen. Die Konzernspitze von EADS hatte frühere Berichte über Werksverkäufe als Spekulation zurückgewiesen.

KABUL: Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat Italien und Kanada gebeten, ihre Truppen in Afghanistan zu belassen. Sein Volk befinde sich mit den Kanadiern und den Italienern in einem gemeinsamen Kampf um die Sicherheit, sagte Karsai nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer in Kabul. Er erinnerte daran, dass die Anschläge vom 11. September 2001 in Afghanistan geplant worden seien, als das Land noch von den Taliban regiert wurde. Die Taliban haben nach eigenen Angaben 6.000 Kämpfer für eine Frühjahrsoffensive gegen ausländische und afghanische Truppen zusammengezogen.

ISLAMABAD: Pakistan hat nach eigenen Angaben eine neue Version einer Langstreckenrakete getestet, die mit einem atomaren oder einem konventionellen Sprengkopf bestückt werden kann. Das Militär berichtet, es habe sich um eine zweistufige Rakete gehandelt, deren Reichweite etwa 2.000 Kilometer betrage. Damit könnten auch Großstädte im Nachbarland Indien erreicht werden.

RANGUN: In Birma sind bei Protesten gegen steigende Verbraucher- Preise mehrere Teilnehmer einer Demonstration festgenommen worden. Augenzeugen berichten von einem friedlichen Protestzug durch Rangun. In der Regel unterbindet die Militärjunta des Landes jeden Protest. Demonstrationen sind verboten, seit im Jahr 1988 der Ausnahmezustand verhängt wurde. In der Regierungspresse wurden frühere Mitglieder der oppositionellen Nationalen Liga für Demokratie von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bezichtigt, Unruhen anzetteln zu wollen.

NEW YORK: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Mandat für die UN-Friedensmission in Osttimor um ein Jahr verlängert. Außerdem wurde beschlossen, die internationale Polizeipräsenz vor den Wahlen am 9. April zu verstärken. Die internationale Gemeinschaft folgt damit einem Appell von Ministerpräsident José Ramos-Horta, der die kommenden Monate als besonders kritisch für die Entwicklung des seit 2002 unabhängigen Landes bezeichnet hatte.

LA PAZ: Nach tagelangen heftigen Regenfällen sind im Osten Boliviens ganze Landstriche überflutet. Besonders betroffen ist die Region Beni. Mindestens 35 Menschen kamen bei der Hochwasserkatastrophe bisher ums Leben. Schätzungsweise 22.000 Stück Vieh sind in den Fluten umgekommen. Viele Straßen sind nach Erdrutschen nicht mehr passierbar. Die Vereinten Nationen baten um eine Soforthilfe für Bolivien im Umfang von sieben Millionen Euro.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden zeitweise sonnig, im Norden etwas Regen; in Vorpommern leichter Schneefall. Höchstwerte zwischen neun und 14 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 3°, bedeckt; Berlin: -3°, Eisregen; Dresden: 3°, leicht bewölkt; Köln/Bonn: 8°, leicht bewölkt; Frankfurt am Main: 6°, wolkig und München: 2°, stark bewölkt.

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