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Nachrichten

Freitag, 23. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: In der Bundeshauptstadt ist der sogenannte Runde Tisch gegen Kindesmissbrauch zusammengetreten. Die 61 Teilnehmer wollen über Hilfen für die Opfer beraten und Konzepte zur Vorbeugung entwickeln. Im Vorfeld des Treffens plädierte Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger für eine finanzielle Unterstützung für Opfer sexuellen Missbrauchs. Als weitere notwendige Maßnahmen nannte die FDP-Politikerin längere Verjährungsfristen im Strafrecht sowie die ausdrückliche Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz. Die Beauftragte der Regierung für die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch, Bergmann, rief dazu auf, das Schweigen über das Tabuthema zu brechen - ob in kirchlichen Einrichtungen, in Schulen oder im familiären Umfeld. Zugleich kündigte sie an, eine telefonische Anlaufstelle für die Opfer einrichten zu wollen.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Brüderle hat vor Aktionismus bei der Hilfe für das hoch verschuldete Griechenland gewarnt. In einer Regierungserklärung vor dem Bundestag sagte der FDP-Politiker, die EU-Partner stünden bereit, wenn sich Athen nicht mehr selbst helfen könne. Dies sei bisher aber nicht der Fall. SPD-Fraktionschef Steinmeier warf der Regierung erneut vor, sie wolle die Bekanntgabe der Einzelheiten der Griechenland-Hilfen auf die Zeit nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl verschieben. - Das Europäische Statistikamt Eurostat hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Griechenlands Haushaltsdefizit 2009 höher gewesen sei als bisher bekannt. Es belief sich demnach auf 13,6 Prozent der Wirtschaftsleistung, bislang war von 12,7 Prozent ausgegangen worden.

BERLIN: Bundestagspräsident Lammert hat den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan trotz der jüngsten Todesfälle und der großen Kritik in Deutschland verteidigt. In der Geschichte der Bundesrepublik seien Unterschiede zwischen der Mehrheitsmeinung der Bevölkerung und den Entscheidungen des Parlaments nicht ungewöhnlich, sagte Lammert der Mittelbayerischen Zeitung. Zur Begündung verwies der CDU-Politiker auf die Einführung der sozialen Marktwirtschaft, die Schaffung der Bundeswehr, die NATO-Nachrüstung und die Einführung des Euro. Alle diese Entscheidungen seien nicht von Mehrheiten in der Bevölkerung getragen worden, aus heutiger Sicht aber richtig und akzeptiert. Nach einer repräsentativen Infratest-dimap-Umfrage wünschen sich derzeit 70 Prozent der Bundesbürger einen möglichst schnellen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.

BAGDAD: In der irakischen Stadt Al-Chalidija sind sieben Angehörige einer Familie durch eine Bombe getötet worden. Extremisten zündeten den Sprengsatz neben ihrem Haus. Insgesamt explodierten in der 80 Kilometer westlich von Bagdad gelegenen Stadt an verschiedenen Stellen kurz hintereinander sechs Sprengsätze, wie die Polizei mitteilte. Über weitere Opferzahlen bei den anderen Anschlägen war zunächst nichts bekannt.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen und die USA haben die Konfliktparteien in Thailand zu einem Gewaltverzicht aufgefordert. UN-Generalsekretär Ban rief Regierung und Demonstranten zu einem Dialog auf. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher der US-Regierung. Bei fünf Granatenexplosionen waren in der Hauptstadt Bangkok drei Menschen getötet und mehr als 70 verletzt worden. Wer die Granaten abgefeuert hat, war zunächst nicht bekannt. Die Regierung macht die oppositionellen Rothemden verantwortlich. Diese wiesen eine Beteiligung an dem Anschlag zurück. Sie fordern seit Wochen den Rücktritt von Ministerpräsident Abhisit. Die Granatenangriffe galten anscheinend einer Demonstration von Anhängern der Regierung.

NEW ORLEANS: Im Golf von Mexiko ist eine amerikanische Ölbohrinsel nach einer Explosion ausgebrannt und gesunken. Jetzt droht etwa 80 Kilometer vor der Küste von Louisiana eine Ölpest. Aus dem unterseeischen Bohrloch könnten nach Angaben der US-Küstenwache täglich bis zu 1,1 Millionen Liter Rohöl ausströmen. Auf der Plattform befanden sich zudem rund 2,5 Millionen Liter Diesel. Es gebe Hinweise auf einen 1,5 mal 8 Kilometer großen Ölteppich, sagte eine Sprecherin. Seit der Explosion auf der Plattform "Deepwater Horizon" werden elf Arbeiter vermisst. 115 Arbeiter konnten gerettet werden. - Wie das "Wall Street Journal" berichtete, war der Ölkonzern British Patrol (BP) kurz davor, einen großen Ölfund an der Stelle bekanntzugeben, an der sich die Plattform von der Größe zweier Fußballfelder befand.

CAPE CANAVERAL: Die US-Luftwaffe hat erstmals ein eigenes Raumschiff ins All geschossen. Am Freitagmorgen startete das geheimnisumwobene "Space Plane" erfolgreich zu seinem Jungfernflug. Vom Luftwaffenstützpunkt Cape Canaveral in Florida wurde der unbemannte Mini-Shuttle von einer Atlas-Rakete ins All befördert. Wie lange der knapp neun Meter lange Shuttle dort bleiben soll, hielt das Pentagon ebenso geheim wie die künftigen Einsatzpläne.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im äußersten Norden und im äußersten Süden wechselnd bewölkt und einzelne kurze Schauer. Sonst meist heiter und gebietsweise ganztägig sonnig. Höchstwerte neun bis 20 Grad.

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