1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 22. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PORT-AU-PRINCE: Im Norden von Haiti ist wahrscheinlich die Cholera ausgebrochen. In den vergangenen Tagen seien rund 140 Menschen an der Durchfallerkrankung gestorben, teilten die Behörden des Karibikstaates mit. Insgesamt seien gut 1500 Fälle registriert. Die Regierung trat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, bestätigte die Infektion aber nicht offiziell. Von der Weltgesundheitsorganisation hieß es, das durch verschmutztes Wasser übertragene Bakterium sei bislang noch nicht eindeutig als Cholera bestimmt worden. Haiti leidet immer noch unter den Folgen des schweren Erdbebens vom Januar, bei dem Hunderttausende ums Leben kamen und rund 1,5 Millionen Menschen obdachlos wurden.

NEW YORK: Umweltschäden, Industrialisierung und Verstädterung haben laut einem Bericht der Vereinten Nationen allein im vergangenen Jahr zum Verlust von rund 30 Millionen Hektar Ackerland geführt. Dadurch sei die Existenzgrundlage von Millionen Kleinbauern, Fischern und eingeborenen Völkern bedroht, sagte der Sonderberichterstatter De Schutter vor der UN-Vollversammlung. Weltweit leiden 500 Millionen Kleinbauern an Hunger, weil ihnen ihr Land streitig gemacht wird. Häufig kaufen Regierungen oder ausländische Investoren Ackerland auf, um es mit Nutzpflanzen zur Herstellung von Biokraftstoffen zu bestellen, die sich auf dem Weltmarkt gut verkaufen lassen.

STUTTGART: In der baden-württembergischen Landeshauptstadt haben die Schlichtungsgespräche zwischen den Gegnern und Befürwortern des umstrittenen Bahnprojekts "Stuttgart 21" begonnen. Die Debatte unter Leitung des CDU-Politikers Geißler wird im Fernsehen und im Internet übertragen. Thema der ersten Runde soll die Leistungsfähigkeit der geplanten unterirdischen Durchgangsstation sein, die den bisherigen Kopfbahnhof ersetzen soll. Geißler nannte die Gespräche im ZDF-"Morgenmagazin" einen Prototyp für mögliche künftige Auseinandersetzungen. So könnten Eskalationen und Konfrontationen wie bei den bisherigen Protesten gegen "Stuttgart 21" vermieden werden.

MÜNCHEN: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober überraschend den fünften Monat in Folge aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 106,8 Punkten im Vormonat auf 107,6 Punkte, wie das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut mitteilte. Die meisten Experten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Dabei beurteilten die 7000 befragten Unternehmen sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Aussichten auf das nächste halbe Jahr besser als im September.

ISTANBUL: Bundespräsident Wulff hat eine - so wörtlich - "extrem positive Bilanz" seiner Türkeireise gezogen. Er habe in jeder Phase des Besuchs das Vertrauen gegenüber Deutschland gespürt, sagte Wulff in Istanbul. Es sei mit großer Offenheit auch über kritische Themen gesprochen worden. Er habe große Übereinstimmung in den wesentlichen politischen Fragen festgestellt. Wulff traf am letzten Tag seines Aufenthalts mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. zusammen. Der Bundespräsident hatte während seines Besuchs wiederholt Religionsfreiheit für die Christen in der Türkei gefordert. Zum Abschluss des Besuchs will Wulff an der Grundsteinlegung der deutsch-türkischen Universität in Istanbul teilnehmen.

PARIS: Die französische Polizei hat die Blockade einer Raffinerie in der Nähe von Paris aufgelöst. Nach Gewerkschaftsangaben wurden drei Demonstranten verletzt, als eine Gruppe versuchte, die Räumung der Sperren durch die Bereitschaftspolizei zu stoppen. Aus Protest gegen die geplante Rentenreform der Regierung hatten die Raffinerie-Arbeiter seit Tagen gestreikt. Die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters von 60 auf 62 Jahre sorgt seit Wochen für Protestaktionen.

SANTIAGO DE CHILE: Die 33 in Chile geretteten Bergleute haben nach einem Bericht der Zeitung "La Tercera" einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt und eine Verwertungsgesellschaft gegründet. Der Anwalt will nach dem Bericht nun gerichtlich gegen die Betreibergesellschaft der Mine, San Esteban, und den Staat vorgehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Rheinland bis nach Sachsen und südlich davon meist trocken und heiter. Weiter nördlich gebietsweise stark bewölkt und zeitweise etwas Regen. Höchstwerte sieben bis zwölf Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema