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Nachrichten

Freitag, 22. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben im Berliner Dom die Feiern zum 60-jährigen Bestehen der Bundesrepublik begonnen. Dabei erinnerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, zum Jahrestag des Grundgesetzes an die Bedeutung des Gottesbezuges und die Grundwerte in der Präambel der Verfassung. Sie seien das Fundament, auf dem die Deutschen heute stünden. Wenn der Mensch dagegen die Ehrfurcht vor Gott bewusst aufkündige, werde die Bahn frei für Diktatur und Willkür. Nach dem Gottesdienst kommen rund 1.400 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Religion, Kultur und Gesellschaft sowie das diplomatische Korps zu einer Feier im Konzerthaus am Gendarmenmarkt zusammen. Einziger Redner des Staatsaktes wird Bundespräsident Horst Köhler sein, der sich am eigentlichen Jahrestag, dem Samstag, zur Wiederwahl stellt.

BERLIN: Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna ist nach den Worten von Hessens Ministerpräsident Roland Koch der Favorit für die Übernahme des angeschlagenen Auto-Konzerns Opel. Im Deutschlandfunk sagte Koch, das Angebot von Magna sei am nächsten an den Hoffnungen und Wünschen vieler in der deutschen Politik, aber auch bei den Opel-Arbeitnehmern. Interessant sei auch die Offerte des US-Finanzinvestors Rippelwood. Dagegen habe das Angebot des italienischen Autobauers Fiat enttäuscht. Kanzlerin Merkel hat für heute mehrere Bundesminister und die Ministerpräsidenten der vier Opel-Bundesländer zu einem erneuten Krisentreffen eingeladen. Dabei sollen die Angebote der drei potenziellen Investoren geprüft werden, die am Mittwoch abgegeben worden waren.

BERLIN/DÜSSELDORF: Die Spitzen der deutschen Wirtschaft haben in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen die von der Bundesregierung geplante Begrenzung von Manager-Gehältern protestiert. Das "Handelsblatt" berichtet, dass der Brief von 12 Aufsichtsratsvorsitzenden großer deutscher Unternehmen wie Siemens, BMW, Henkel, E.ON, BASF und anderen verfasst worden sei. Darin heißt es, dass die Diskussion über Managergehälter ein falsches Bild der Verantwortungsträger in der Wirtschaft aufzeige. Außerdem sollten unternehmerische Entscheidungen nicht wie Vorstandsverträge bis ins Detail verrechtlicht werden. Die 12 Unterzeichner des Briefes verlangen von Merkel einen Verzicht, oder aber wenigstens eine Revision der Pläne zur Begrenzung der Managergehälter.

BREMEN: Der 32. Evangelische Kirchentag ist mit Gebeten und Bibelarbeiten fortgesetzt worden. Als Höhepunkt des Tages wird der Friedensnobelpreisträger Martti Ahtisaari erwartet. Der ehemalige finnische Staatspräsident will über das Thema "Politik und Freiheit" reden. Am Donnerstagabend hatte Altbundeskanzler Helmut Schmidt eine weltweite Bankenaufsicht gefordert. In einem Gespräch mit Weltbankchef Robert Zoellick sagte Schmidt, es müsse für den Kapitalverkehr allgemeingültige Regeln geben. Außerdem kritisierte der Altkanzler Politiker und Bankmanager, die seiner Ansicht nach vor allem die Schuld an der weltweiten Wirtschaftskrise tragen.

MOSKAU: Die Europäische Union sieht nach ihrem Gipfeltreffen mit Russland eine Rückkehr zu mehr Vertrauen in den Beziehungen. Nach dem Treffen mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew sagte der amtierende EU-Ratspräsident, Tschechiens Präsident Vaclav Klaus, die Gespräche hätten geholfen, bestehende Differenzen zu überbrücken. Bei dem Gipfel im fernöstlichen Chabarowsk ging es vor allem um Energiefragen nach der Blockade russischer Gaslieferungen nach Europa zu Anfang des Jahres. Vereinbarungen über ein Energieabkommen wurden indes nicht getroffen. Medwedew betonte, die Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union seien strategischer Natur. Russland hatte während des Gipfels zudem auf eine baldige Aufnahme in die Welthandelsorganisation WTO gedrungen, die sich wegen zahlreicher Unstimmigkeiten seit Jahren verzögert.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama will an seinem Plan festhalten, das umstrittene Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba bis Anfang nächsten Jahres zu schließen. Die meisten der gegenwärtig 240 Insassen sollten in Hochsicherheitsgefängnissen in den USA untergebracht werden, sagte Obama in einer Grundsatzrede in Washington. Außerdem sei er dafür, Terrorverdächtige wenn möglich vor US-Bundesgerichten anzuklagen. Obama reagierte damit auf wachsenden Widerstand, auch einiger Parteifreunde, sein zentrales Wahlversprechen einzulösen und das Lager zu schließen. Den über die mögliche Verlegung von Gefangenen in die USA besorgten Bürgern versicherte er, er werde nichts unternehmen, was die Sicherheit des amerikanischen Volkes gefährden würde. Zuvor hatte der US-Senat dem Präsidenten die beantragten Finanzmittel zur Schließung des Lagers verweigert.

WASHINTON: In den USA ist eine weitere Bank der Finanzkrise zum Opfer gefallen. Die Bank United FSB in Florida wurde von den Behörden geschlossen und an eine Investorengruppe verkauft. Der Zusammenbruch des Spar- und Kreditinstituts mit einer Bilanzsumme von rund 12,8 Milliarden Dollar ist der größte von bislang insgesamt 34 Fällen in diesem Jahr. Die im Bundesstaat Florida ansässige Regionalbank sei großteils an Finanzinvestoren und ein Management-Team verkauft worden, teilte die staatliche Einlagensicherungsgesellschaft mit. Der Betrieb soll an diesem Freitag fortgesetzt werden. -- Größte Pleite einer amerikanischen Geschäftsbank war im vergangenen Jahr der Zusammenbruch der einst führenden US-Sparkasse Washington Mutual, die eine Bilanzsumme von mehr als 300 Milliarden Dollar hatte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten wolkig und zeitweise Regen. Sonst meist heiter und nur einige Schauer oder kurze Gewitter. Höchsttemperaturen zwischen 15 und 24 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 12 Grad, wolkig;
Berlin und Dresden: 13 Grad, wolkig;
Köln/Bonn und München: 15 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 17 Grad, wolkig;

Audio und Video zum Thema