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Nachrichten

Freitag, 22. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRAUNSCHWEIG: Der frühere VW-Betriebsratschef Klaus Volkert muss wegen seiner Verwicklung in die VW-Korruptionsaffäre um Untreue und Lustreisen auf Firmenkosten ins Gefängnis. Das Landgericht Braunschweig verurteilte Volkert wegen Anstiftung und Beihilfe zur Untreue und Verstoßes gegen das Betriebsverfassungsgesetz zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Ex-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr. Damit blieb das Gericht unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft.

BRATISLAVA: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung und EU-Chefdiplomat Javier Solana haben die Gewaltakte auf Botschaften bei den Anti-Kosovo-Demonstrationen in der serbischen Hauptstadt Belgrad verurteilt. Am Rande eines Treffens der EU-Verteidigungsminister im slowenischen Brdo kündigte Solana an, die Gespräche über eine Annäherung Serbiens an die Europäische Union würden vorerst ausgesetzt. Jung kritisierte, dass die serbische Polizei nicht eingegriffen habe. Auch der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Ausschreitungen. Inzwischen werden ausländische Vertretungen in Belgrad von Spezialeinheiten geschützt. Die Botschaften mehrerer Staaten, darunter auch die deutsche, waren von randalierenden Demonstranten attackiert worden. Die US-Botschaft brannte teilweise aus. In dem Gebäude wurde eine verkohlte Leiche gefunden. Nach Angaben von Botschaftsangehörigen soll es sich um einen Demonstranten handeln. Insgesamt demonstrierten rund 200.000 Serben gegen die Abspaltung des Kosovo.

ANKARA: Die türkische Armee hat mit einer neuen Bodenoffensive gegen kurdische Rebellen im Nordirak begonnen. Etwa 10.000 Soldaten hätten die Grenze überschritten, teilte die Armee mit. Türkische Soldaten waren bereits im Dezember kurzzeitig in den Nordirak eingedrungen. Seitdem hatten Kampfflugzeuge mehrmals Stellungen der PKK-Rebellen auf irakischem Territorium angegriffen. Die Regierung in Ankara wirft der autonomen kurdischen Regierung im Nordirak vor, nicht ausreichend gegen die Rebellen vorzugehen, die die Grenzregion als Rückzugsgebiet nutzen. Der irakische Außenminister Hoshyar Zebari teilte dagegen mit, ihm lägen keine Informationen über einen türkischen Einmarsch vor.

ISLAMABAD: Drei Tage nach der Parlamentswahl in Pakistan haben sich die beiden siegreichen Oppositionsparteien auf die Bildung einer Koalition verständigt. Der frühere Ministerpräsident Nawaz Sharif teilte mit, seine 'Muslim-Liga' wolle mit der Volkspartei der im Dezember ermordeten Oppositionsführerin Benazir Bhutto eine gemeinsame Regierung bilden. Die Volkspartei, die bei der Wahl am Montag stärkste Kraft geworden war, werde dabei den neuen Premierminister stellen. Zugleich forderten Vertreter beider Parteien den umstrittenen Präsidenten Pervez Musharraf abermals zum Rücktritt auf.

WELLINGTON: Die Konferenz für ein geplantes Verbot von Streubomben ist ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Delegierte aus mehr als 120 Staaten scheiterten in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington mit dem Versuch, sich auf die Eckpunkte eines Abkommens zu einigen, das den Einsatz, die Herstellung und die Lagerung von Streumunition ächtet. Zahlreiche Regierungen, die Streubomben in ihrem Rüstungsarsenal haben, nahmen an der Konferenz erst gar nicht teil. Im Mai soll in Dublin weiter über ein Verbot beraten werden. Bei der Streumunition handelt es sich um Pakete mit mehreren hundert oder tausend einzelnen Sprengsätzen, die über dem Boden detonieren. Allerdings explodieren meist 10 bis 40 Prozent der Sprengsätze nicht sofort und stellen in der Folgezeit - ähnlich wie Landminen - eine tödliche Gefahr dar.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück erwägt gesetzliche Maßnahmen gegen Steuerflucht nach Liechtenstein. Im ZDF nannte der SPD-Politiker als Beispiele eine Quellensteuer für alle Überweisungen von Deutschland nach Liechtenstein oder eine Berichtspflicht für alle Transaktionen. Auch wenn man lieber eine international abgestimmte Lösung hätte, müsse man sich mit Blick auf die aktuellen Ermittlungen Gedanken darüber machen, wie man auf nationalstaatlicher Ebene "die Daumenschrauben stärker ansetze als bisher".

KÖLN: Mit der Ausweitung auf den Nahverkehr haben die Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Bundesrepublik einen neuen Höhepunkt erreicht. In vielen Städten und Kreisen blieben Busse und Bahnen in den Depots. Allein in Nordrhein-Westfalen hat die Gewerkschaft ver.di mehr als 10.000 Mitglieder zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Sie fordert eine Anhebung der Einkommen der 1,3 Millionen Tarifbeschäftigten um acht Prozent. Die Arbeitgeber haben fünf Prozent in mehreren Stufen angeboten und gleichzeitig eine Verlängerung der Arbeitszeit verlangt.

ZUM FUSSBALL: Mit Galavorstellungen sind Bayern München und Bayer Leverkusen ins Achtelfinale des UEFA-Cups eingezogen. Auch der Hamburger SV und Werder Bremen qualifizierten sich. Nürnberg schied hingegen aus.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

München - Aberdeen 5:1; Leverkusen - Istanbul ebenfalls 5:1; Braga - Bremen 0:1; Hamburg - Zürich 0:0 und Nürnberg - Lissabon 2:2.

MANILA: Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen sind auf den philippinischen Inseln Bicola und Mindanao mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Von den Unwettern sind nach Behördenangaben 300.000 Menschen betroffen. Die Lieferung von Lebensmitteln in die betroffenen Gebiete sei bereits angelaufen. --- In Indonesien kamen bei Überschwemmungen mindestens elf Menschen ums Leben, darunter zwei Kinder. Mehr als 5.000 Menschen seien von starken Regenfällen auf der dicht bevölkerten Insel Java betroffen, sagte ein Beamter des Gesundheitsministeriums. Die Regenzeit in Indonesien wird besonders im Januar und Februar von ausgiebigen Niederschlägen begleitet, die oft zu Erdrutschen und Überschwemmungen führen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt. Vereinzelt Regen. Im äußersten Süden auch sonnig. Maximal sieben bis 13 Grad Celsius.

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