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Nachrichten

Freitag, 22. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

PEKING: Die Verhandlungen über Nordkoreas Atomwaffenprogramm sind in der chinesischen Hauptstadt ohne konkrete Ergebnisse beendet worden. Dies berichteten japanische und russische Delegationskreise. Nordkorea habe sich geweigert, ernsthaft über seine Nuklearwaffen zu sprechen. Die Verhandlungen waren am Montag in eine neue Runde gegangen. Die nordkoreanische Führung hatte die Aufhebung der US-Finanzsanktionen als Voraussetzung für Zugeständnisse bei seinem Atomprogramm gefordert. Dies hatte US-Außenministerin Condoleezza Rice jedoch zurückgewiesen. An den Verhandlungen nahmen Nordkorea, die USA, China, Südkorea, Japan und Russland teil.

BERLIN: In der Diskussion um einen möglichen Einsatz von Bundeswehr-Tornados in Afghanistan ist umstritten, ob dafür ein Beschluss des Bundestages erforderlich wäre. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckart von Klaeden, sagte der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse", eine Verlegung der Aufklärungsflugzeuge sei bereits durch das bisherige Mandat gedeckt. Dagegen forderte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey -CDU-, in der Oldenburger "Nordwest-Zeitung", eine derart wichtige Entscheidung nicht ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen. Auch SPD-Fraktionsvize Walter Kolbow und Grünen-Chef Reinhard Bütikofer sprachen sich für eine neues Bundestagsmandat aus.

GAZA-STADT: Ungeachtet einer vereinbarten Waffenruhe ist es in der Nähe des Außenministeriums in Gaza-Stadt zu Schießereien gekommen. Dabei kam nach israelischen Medienberichten ein Mensch ums Leben. Ein Leibwächter des zur Hamas gehörenden Außenministers Mahmud al-Sahar sei entführt worden. Die beiden rivalisierenden Palästinenser-Gruppen Fatah und Hamas hatten sich am Dienstag auf eine neue Waffenruhe verständigt. Auslöser des blutigen Machtkampfes war die Ankündigung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas von der Fatah Neuwahlen auszurufen. Die radikale Hamas lehnt dies strikt ab.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat wird nach russischer Einschätzung frühestens am Samstag über die bereits abgemilderte neue Iran-Resolution abstimmen können. Es gebe noch immer Nachbesserungsbedarf, sagte Russlands Botschafter Witali Tschurkin in New York. Dort berieten Vertreter der fünf Vetomächte der Vereinten Nationen und Deutschlands über den Text. Der von den Europäern vorgelegte Kompromiss verzichtet unter anderem auf ein Reiseverbot für ranghohe Mitarbeiter des iranischen Nuklearprogramms. Die Resolution soll eine Reaktion darauf sein, dass der Iran trotz internationalem Druck seine Urananreicherung nicht aussetzt. Das Land steht im Verdacht an Atomwaffen zu arbeiten.

WASHINGTON: Mehr als ein Jahr nach einem mutmaßlichen Massaker an 24 Zivilisten in der irakischen Stadt Haditha sind vier US-Soldaten wegen Mordes angeklagt worden. Vier weitere müssen sich unter anderem wegen Pflichtverletzung und Behinderung der Justiz verantworten, teilte das US-Marineinfanteriekorps mit. Hauptangeklagter ist der Truppführer Frank Wuterich, dem 13facher Mord angelastet wird. Er habe seinen Untergebenen befohlen, aus Rache für den Tod eines Kameraden Zivilisten zu töten. Bei der Militäraktion im November 2005 waren 24 unbewaffnete Männer, Frauen und Kinder erschossen worden. MAGADISCHU: In Somalia sind tausende Menschen wegen der heftigen Kämpfe im Land auf der Flucht. Dies berichtete ein UN-Mitarbeiter. Die islamischen Rebellen und die von Äthiopien unterstützten Truppen der Übergangsregierung hätten sich den vierten Tag in Folge mit Artillerie und Mörsergranaten beschossen. Beide Seiten beklagten schwere Verluste, ohne genaue Zahlen zu nennen. Somalia versank nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Mohammed Siad Barre 1991 in Anarchie. Die mit Hilfe der Vereinten Nationen eingesetzte Übergangsregierung ist weitgehend machtlos.

PARIS: In der Rufmordkampagne um vermeintliche Schwarzgeldkonten von Spitzenpolitikern ist der französische Premierminister Dominique de Villepin 17 Stunden lang als Zeuge vernommen worden. Villepin sagte im Anschluss, er sei zufrieden, dass er habe aussagen können. Schließlich sei er seit Monaten Opfer von Verleumdung und Lügen. Dabei geht es um den Vorwurf, Villepin habe Anfang 2004 wegen eines Korruptionsverdachts geheime Ermittlungen gegen seinen Rivalen, Innenminister Nicolas Sarkozy, angeordnet. Damals waren Listen mit vermeintlichen Schwarzgeldkonten bei dem luxemburgischen Finanzdienstleister Clearstream aufgetaucht. Die angeblichen Kontoinhaber, darunter Sarkozy, sollen Schmiergelder für einen Waffendeal mit Taiwan bezogen haben.

LONDON: Auf Europas größtem Flughafen in London-Heathrow sorgt der dichte Nebel bereits am dritten Tag in Folge für erhebliche Behinderungen. Wegen der schlechten Sichtverhältnisse mussten rund 300 Flüge abgesagt werden. Betroffen sind auch zahlreiche Verbindungen nach Deutschland. Bereits an den vergangenen Tagen waren mehr als 500 Flüge ausgefallen. Mehrere tausend Fluggäste sitzen daher in London fest. Eine Besserung der Lage ist nach Einschätzung von Meteorologen vor Weihnachten nicht in Sicht.

BERLIN: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland -BUND- hat 2006 als Jahr vertaner Chancen gewertet. Schuld daran seien unter anderem Verzögerungen durch die Länder, etwa bei der Bekämpfung des Feinstaubs. Zudem habe die Industrie den Klimaschutz blockiert. Das Verbraucherinformationsgesetz sei wegen handwerklicher Fehler am Bundespräsidenten und das Nichtraucherschutzgesetz am Föderalismus gescheitert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten gebietsweise hartnäckige Hochnebelfelder, im Rheinland und südlich der Mainlinie heiter und weitgehend trocken. Tageswerte minus 2 bis plus 8 Grad.

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