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Nachrichten

Freitag, 21. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: In einer turbulenten Debatte ringt der Bundestag um das Euro-Hilfspaket mit deutschen Bürgschaften in Höhe von 148 Milliarden Euro. Um die Finanzmärkte zu beruhigen, werden die Hilfen für kriselnde Euro-Länder im Eilverfahren auf den Weg gebracht. Finanzminister Schäuble verteidigte die Unumgänglichkeit von Hilfen und appellierte an die Opposition zuzustimmen. Da die Einzelheiten des Hilfspakets nicht allen Abgeordneten bekannt seien, kritisierten SPD, Linke und Grüne das Tempo, in dem das notwendige Gesetz durchgepeitscht werden solle. Die schwarz-gelbe Koalition will das Gesetz mit ihrer Mehrheit durchsetzen. Es könnte aber knapp werden. SPD und Grüne wollen sich enthalten, die Linken mit Nein stimmen. Am Nachmittag soll auch der Bundesrat in einer Sondersitzung das Gesetz billigen.

PARIS: Mit Blick auf die Schuldenkrise in der Euro-Zone hat Frankreichs Präsident Sarkozy das enge Verhältnis zu Deutschland betont. Kanzlerin Merkel und er seien sich auch darin völlig einig, dass über Sanktionen gegen Defizitsünder im Euroraum nachgedacht werden müsse, sagte Sarkozy nach einem Gespräch mit dem neuen britischen Premierminister David Cameron in Paris. Cameron erklärte, auch wenn Großbritannien nicht der Euro-Zone angehöre, liege es im Interesse des Landes, dass die Gemeinschaftswährung stabil bleibe. In wenigen Stunden wird der Premier zu seinem ersten Besuch nach Amtsantritt in Berlin erwartet.

FRANKFURT AM MAIN: Der angeschlagene Autobauer Opel hat sich mit seinen Beschäftigten offenbar auf einen Sanierungsplan geeinigt. Einzelheiten wollen Opel-Chef Reilly und Betriebsratschef Franz in Kürze bei einer überraschend anberaumten Pressekonferenz in der Rüsselsheimer Konzernzentrale mitteilen. Im Gespräch war ein Sanierungsbeitrag der Beschäftigten von jährlich 265 Millionen Euro bis 2014. Das Übereinkommen ist eine Voraussetzung für staatliche Hilfen an das Tochterunternehmen des US-Konzerns General Motors.

BANGKOK: Nach den gewaltsam beendeten Protesten in der thailändischen Hauptstadt sorgen sich Menschenrechtler um das Schicksal inhaftierter Oppositioneller. Die acht Anführer der sogenannten Rothemden, die sich in den vergangenen Tagen den Behörden gestellt hätten, würden an unbekannten Orten festgehalten, teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights mit. Es sei zu befürchten, dass sie und weitere festgenommene Demonstranten misshandelt würden. In Bangkok setzen Armee und Feuerwehr ihre Aufräumarbeiten fort. In den Straßen patrouillieren hunderte Soldaten.

WASHINGTON: An der Küste des US-Bundesstaates Louisiana sind inzwischen fast 40 Kilometer des ökologisch sensiblen Marsch- und Sumpflandes mit Öl bedeckt, das weiter ungehindert aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko ausströmt. Vertreter der Gemeinde sagten dem Sender NBC, unter der Schwerölschicht sei alles tot. Es werde immer mehr Öl angeschwemmt. Dadurch werde das Schwemmland Zentimeter für Zentimeter zerstört. Die Umweltbehörde EPA ordnete in Washington an, dass der für die Katasthrophe verantwortliche BP-Konzern die bisher unter Wasser verwendete Chemikalie Corexit zum Zersetzen des Öls nicht mehr einsetzen darf.

BERLIN: Bundesaußenminister Westerwelle startet an diesem Freitag zu einer dreitägigen Reise in den Nahen Osten. Dabei geht es um eine Wiederbelebung des Friedensprozesses. Die arabischen Nachbarländer Israels und der palästinensischen Gebiete sollen eng in die internationalen Bemühungen eingebunden werden. Auf der ersten Station trifft Westerwelle im Libanon mit Regierungschef Saad Hariri zusammen. Nach weiteren Gesprächen sowie einem Besuch bei deutschen Soldaten der UN-Mission UNIFIL reist der Minister am Samstag weiter nach Ägypten, Jordanien und Syrien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten wolkig mit teils kräftigem Regen. Im Westen und Nordwesten längere Zeit heiter und meist trocken. Temperaturen zwischen 13 und 22 Grad Celsius. Am Vormittag meldeten: Hamburg: 13 Grad, fast wolkenlos; Berlin: 12 Grad, stark bewölkt; Dresden: 11 Grad, dunstig; Köln/Bonn: 14 Grad, wolkenlos; Frankfurt am Main: 12 Grad, stark bewölkt und München: 9 Grad, Nieselregen.

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