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Nachrichten

Freitag, 21. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

ZITTAU: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien begrüßt. Bei einer kurzen Feier im Dreiländereck zu beiden Nachbarländern würdigte die Kanzlerin zugleich den Wegfall der Grenzkontrollen zur Slowakei sowie nach Slowenien, Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und Malta. Merkel sagte, es sei „wahrhaft historisch“, dass ein noch besserer Reiseverkehr in 24 Ländern möglich sei. Davon hätten die Eltern und Großeltern noch geträumt. An der Feier an der Grenze im sächsischen Zittau nahmen auch die Regierungschefs der Nachbarstaaten, Donald Tusk und Mirek Topolanek sowie hohe Repräsentanten der Europäischen Union teil. Bereits in der Nacht hatten mehrere tausend Deutsche und Polen unter Feuerwerk und im Konfetti-Regen auf der Grenzbrücke zwischen Frankfurt an der Oder und dem polnischen Slubice den Wegfall der Grenzkontrollen gefeiert.

MÜNCHEN: Der Autobauer BMW startet ein umfangreiches Sparprogramm und einen radikalen Abbau von Arbeitsplätzen. Angestrebt sei die Streichung mehrerer tausend Stellen, sagte ein Konzernsprecher in München. Laut Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» sollen im kommenden Jahr sogar 8.000 Arbeitsplätze wegfallen, ein Großteil davon in Deutschland. BMW-Chef Norbert Reithofer wolle die vergleichsweise schwache Rendite des Unternehmens erhöhen, die hinter der des Konkurrenten Mercedes-Benz zurückbleibe.

FRANKFURT AM MAIN: Im festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn hat sich der Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Manfred Schell, zu einem Sondierungsgespräch mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee bereiterklärt. Forderungen nach einem Vermittlungsverfahren aller Beteiligten hatte die GDL-Führung zuvor jedoch abgelehnt. Für die anderen Bahn-Gewerkschaften sei ein solches Verfahren unsinnig, entscheidend sei das Angebot der Arbeitgeber. Die GDL hat angedroht, ab 7. Januar den Personen- und Güterverkehr wieder zu bestreiken.

BRÜSSEL: Nach sechs Monaten politischer Dauerkrise hat der liberale belgische Premierminister Guy Verhofstadt eine aus fünf Parteien bestehende Übergangsregierung gebildet. Die Regierung werde nicht länger als bis zum 23. März arbeiten, sagte Verhofstadt bei der Vorstellung des Notkabinetts in Brüssel. Seit der Wahl im Juni war es dem siegreichen flämischen Christdemokraten Yves Leterme nicht gelungen, mit seinen Parteifreunden im französischsprachigen Wallonien sowie mit den Liberalen beider Landesteile eine Regierung zu bilden.

PESCHAWAR: Im Nordwesten Pakistans sind bei einem Selbstmordanschlag vor einer Moschee nach Angaben der Lokalbehörden mindestens 50 Menschen getötet worden. Während des Anschlags im Bezirk Charsadda in der Nähe von Peschawar waren zahlreiche Gläubige anlässlich eines religiösen Feiertages zum Gebet versammelt. Möglicherweise galt der Anschlag dem ehemaligen Innenminister Aftab Khan Sherpao. Der Politiker blieb aber unverletzt. Sherpao kandidiert wieder bei der Parlamentswahl im Januar kommenden Jahres. Auf ihn war bereits vor acht Monaten ein Anschlag verübt worden.

HAMBURG: Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat die Deutschen um Geduld beim Militäreinsatz in seinem Land gebeten. Der 'Bild'-Zeitung sagte Karsai auf die Frage, wie lange das Land noch deutsche Soldaten benötige, der Wiederaufbau werde länger dauern als erwartet. Er schätze diesen Zeitraum auf "wenigstens zehn Jahre". Die Zerstörung Afghanistans sei massiv. Zugleich würdigte er die Hilfe der internationalen Gemeinschaft. Ohne sie würden die Menschen in Afghanistan noch mehr leiden, sagte Karsai. Der Präsident forderte auch die internationale Gemeinschaft auf, im Kampf gegen den Terrorismus stärker gegen Rückzugsgebiete von Taliban und Terroristen außerhalb Afghanistans vorzugehen.

N'DJAMENA: Im Tschad hat der Prozess gegen sechs Mitarbeiter der französischen Hilfsorganisation Arche de Zoé begonnen, denen die versuchte Entführung von 103 Kindern vorgeworfen wird. Zusammen mit vier Mitangeklagten aus dem Tschad und dem Sudan drohen den vier Männern und zwei Frauen fünf bis 20 Jahre Zwangsarbeit. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, sie hätten die Kinder nach Frankreich ausfliegen und an Pflegeeltern übergeben wollen. Anders als behauptet hätte es sich auch nicht um Waisenkinder aus der sudanesischen Krisenprovinz Darfur gehandelt, sondern um Kinder aus dem Tschad, von denen mindestens noch ein Elternteil lebt.

TOKIO: Japan hat die Jagd auf Buckelwale gestoppt. Während der Gespräche über die Reform der Internationalen Walfang-Kommission werde die Jagd eingestellt, teilte die japanische Regierung mit. Japan hatte angekündigt, zu Forschungszwecken 50 Buckelwale in der Antarktis zu erlegen. Dagegen hatten vor allem Australien und Neuseeland protestiert. Japan betreibe kommerziellen Walfang unter dem Deckmantel der Forschung. Die geplante Jagd auf fast 1.000 Zwerg- und Finnwale hat Japan nicht unterbrochen. Australien kündigte an, die japanischen Fischer von der See und aus der Luft zu beobachten.

ZUM FUSSBALL: Mit einem 3:1-Sieg gegen den griechischen AE Larissa hat sich der 1.FC Nürnberg für die K.O.-Runde des UEFA-Cups qualifiziert. Der Hamburger SV spielte 1:1 gegen den FC Basel und zog als Gruppensieger in die Runde der letzten 32. --- Damit sind insgesamt fünf deutsche Teams im UEFA-Cup: Außer Nürnberg und Hamburg auch Bremen, München und Leverkusen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Nordosten neblig-trüb. Sonst meist sonnig und weitgehend trocken. Maximal minus ein bis plus sechs Grad Celsius.

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