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Nachrichten

Freitag, 21. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Afghanistans amtierender Präsident Hamid Karsai hat nach Angaben seines Teams die Wahl vom Donnerstag gewonnen. Nach ersten Hochrechnungen habe der Staatschef die Mehrheit erzielt und müsse nicht gegen seinen stärksten Herausforderer Abdullah Abdullah in einer Stichwahl antreten, sagte Karsais Wahlkampfmanager Din Mohammad. Ein Sprecher Abdullahs wies dies als Propaganda zurück und erklärte seinerseits, nach ersten Auszählungen liege der Ex-Außenminister deutlich vorn. - Die unabhängige Wahlkommission hat noch keine Trends der laufenden Stimmenauszählung der Präsidenten- und der Regionalwahlen veröffentlicht.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat den Bürgern in Afghanistan zu der Präsidenten- und Regionalwahl in ihrem Land gratuliert. Zugleich verurteilte das höchste Gremium der Vereinten Nationen in einer in New York verbreiteten Erklärung die Versuche der aufständischen Taliban, die Abstimmung zu stören. Nach Angaben der Regierung in Kabul wurden am Wahltag bei Anschlägen und Gefechten mehr als 50 Menschen getötet. - Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte die Wahl als einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte der demokratischen Entwicklung Afghanistans.

ISLAMABAD: Bei einem mutmaßlichen Raketenangriff der US-Streitkräfte sind im Nordwesten Pakistans nach neuen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. Ziel des Angriffs in der Region Nord-Waziristan sei ein mutmaßliches Versteck eines afghanischen Taliban-Kommandeurs gewesen, teilten pakistanische Sicherheitskreise weiter mit. - Die US-Streitkräfte greifen von Afghanistan aus immer wieder mutmaßliche Schlupfwinkel der Taliban mit Raketen an. Anfang August war dabei allem Anschein nach der pakistanische Extremistenführer Baitullah Mehsud getötet worden.

KASSEL: Der Ausbau des Frankfurter Flughafens kann fortgesetzt werden. Das entschied der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Mit seinem Urteil gab das Gericht grünes Licht für den Bau einer vierten Landebahn und eines dritten Terminals. Die Richter pochen jedoch auf Einschränkungen bei der Zahl der Nachtflüge. Die neue Landebahn soll 2011 in Betrieb genommen werden. Das Projekt kostet vier Milliarden Euro.

DETROIT: In dem monatelangen Ringen um die Zukunft des Automobilherstellers Opel wird eine Vorentscheidung erwartet. Der US-Mutterkonzern General Motors will eine Empfehlung aussprechen, wer den Zuschlag in dem Bieter-Wettkampf erhalten soll. Im Rennen sind der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna und der Finanzinvestor RHJI aus Belgien. Die endgültige Entscheidung trifft dann die Opel-Treuhand, in der Bund, Länder und GM sitzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bevorzugt unter den Opel-Interessenten weiterhin Magna. Merkel sagte in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Magna habe Erfahrungen im Automobilbau und das bessere Konzept.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für weitere Sanktionen gegen den Iran ausgesprochen, falls sich das Land im Streit um sein Atomprogramm nicht bewegen sollte. Im Gespräch seien wirtschaftliche Strafmaßnahmen der internationalen Staatengemeinschaft, die den Energiesektor beträfen, sagte die Kanzlerin in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Klar sei, dass es keine Atombombe in der Hand des Irans geben dürfe. Die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland wollen am 2. September ihr Vorgehen abstimmen.

KARLSRUHE: Mehr als 30 Jahre nach dem Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback gibt es neue Indizien für eine Tatbeteiligung der Ex-RAF-Terroristin Verena Becker. An mehreren Briefumschlägen mit den damaligen Bekennerschreiben seien bei neuen Untersuchungen DNA-Spuren Beckers entdeckt worden, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Sie ließ deshalb am Donnerstag die Wohnung der 57-Jährigen durchsuchen, die vor 20 Jahren aus der Haft entlassen worden war. Buback und zwei seiner Fahrer wurden 1977 in Karlsruhe erschossen. Bisher galten die früheren RAF-Mitglieder Christian Klar, Günter Sonnenberg und Knut Folkerts als Tatbeteiligte. Gegen Becker wurde bereits ermittelt. Diese Untersuchungen wurden 1980 eingestellt.

SEOUL: Eine Delegation aus dem kommunistischen Nordkorea ist zur Teilnahme am Staatsbegräbnis für den südkoreanischen Ex-Präsidenten Kim Dae Jung in Seoul eingetroffen. Der am Dienstag im Alter von 85 Jahren gestorbene Friedensnobelpreisträger wird am Sonntag beigesetzt. Die so genannte Sonnenscheinpolitik des von 1997 bis 2003 amtierenden Kim hatte zu einer Annährung von Süd- und Nordkorea geführt. - Über mögliche Kontakte der nordkoreanischen Delegation mit der Regierung Südkoreas ist bislang nichts bekannt.

PEKING: In China sind rund 1300 Kinder wegen giftiger Abgase aus einer Schmelzerei an Bleivergiftung erkrankt. Die Fabrik in der südlichen Provinz Hunan sei nach wütenden Protesten von Eltern geschlossen worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. - Einen ähnlichen Fall gibt es in der Provinz Shaanxi im Nordosten Chinas. Hier erkrankten mehr als 600 Kinder an Bleivergiftung, vermutlich ebenfalls durch Abgase einer Schmelzerei.

WASHINGTON: In den USA läuft die Abwrackprämie für Altautos rund vier Wochen nach ihrer Einführung wegen der starken Nachfrage bereits am Montag wieder aus. Dies teilte das Verkehrsministerium in Washington mit. Das Programm zu Ankurbelung des Absatzes der Autoindustrie hatte ein Volumen von drei Milliarden Dollar.

LONDON: Der britische Außenminister David Miliband hat den Jubel für den begnadigten Lockerbie-Attentäter Abdel Bassit Ali Mohammed al-Megrahi bei dessen Rückkehr nach Libyen scharf kritisiert. Einem Massenmörder einen Heldenempfang zu bereiten, sei völlig unangemessen, betonte Miliband. - Der ehemalige libysche Geheimagent war bei seiner Landung in Tripolis nach Berichten libyscher Medien von tausenden Landsleuten mit Jubel begrüßt worden. Der in Schottland zu lebenslanger Haft verurteilte 57-Jährige war wegen einer schweren Krebserkrankung begnadigt worden. - Bei dem Anschlag auf ein US-Verkehrsflugzeug über dem schottschen Lockerbie im Jahr 1988 waren 270 Menschen getötet worden. Libyen hatte 2003 formell die Schuld für das Attentat übernommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND - Die Aussichten für Freitag Mittag:

Im Osten und Süden teils kräftige Regengüsse und Gewitter. Sonst Wechsel aus Sonne und Quellwolken, örtlich Schauer. Höchstwerte zwischen 22 und 26 Grad.

Berlin, Schauer, 21 Grad
Hamburg, stark bewölkt, 19 Grad
Frankfurt, Regen, 19 Grad
München, stark bewölkt, 23 Grad

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