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Nachrichten

Freitag, 21. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag.

POTSDAM: Die im Zusammenhang mit dem brutalen Überfall auf einen Deutsch-Äthiopier in Potsdam festgenommenen beiden Männer werden dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt. Dieser werde über mögliche Haftbefehle entscheiden, sagte der brandenburgische Innenminister Jörg Schöhnbohm. Die Vernehmung der 29 und 30 Jahre alten Deutschen habe bisher nichts erbracht. In den Behörden bekannten rechtsextremistischen Organisationen seien sie nicht aktiv gewesen, erklärte der CDU-Politiker weiter. - Die Festgenommenen stehen im Verdacht, den Deutsch-Äthiopier am Sonntag in Potsdam brutal zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Der 37-Jährige schwebt immer noch in Lebensgefahr.

DÜSSELDORF: Die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie gehen in die entscheidende Phase. Zur siebten Tarifrunde für Nordrhein-Westfalen an diesem Freitag in Düsseldorf werden auch der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, und IG-Metall-Chef Jürgen Peters anreisen. Nordrhein-Westfalen könnte damit zum Pilotbezirk der diesjährigen Metall-Tarifrunde werden. Kommt es bis Montagabend nicht zu einer Einigung am Verhandlungstisch, will die IG Metall die Streik-Urabstimmung einleiten.

BERLIN: Spanien wird sich nach den Worten von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bei der vom deutschen Eon-Konzern angestrebten Übernahme des Stromversorgers Endesa an die Regeln der EU halten. Das versicherte Zapatero nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Beide Politiker betonten, die Beziehungen zwischen Spanien und Deutschland seien eng und freundschaftlich und würden durch die Spannungen um die geplante Übernahme nicht getrübt. - Die spanische Regierung hat sich gegen die Kaufofferte von Eon ausgesprochen.

BERLIN: Das von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen gemeinsam mit der katholischen und der evangelischen Kirche gestartete 'Bündnis für Erziehung' stößt weiter auf Kritik. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Ayyub Axel Köhler, warf der CDU-Politikerin in der 'Passauer Neuen Presse' vor, alle Nicht-Christen auszugrenzen. Kritisch äußerten sich auch Politiker von SPD, FDP und Linkspartei. - Mit dem Bündnis will von der Leyen eine stärker wertegebundene Erziehung der Kinder fördern.

BERLIN: Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, hat Russland aufgefordert, seine finanziellen Hilfszusagen für die in den Palästinensergebieten regierende Hamas-Bewegung zu stoppen. Die Rechtfertigung des verheerenden Selbstmordanschlags in Tel Aviv durch die Hamas müsse für Russland Anlass sein, diese Ankündigung noch einmal zu überdenken, sagte Erler der 'Netzeitung'. Ein Selbstmordattentäter hatte am Montag in Tel Aviv neun Menschen mit einer Bombe getötet. Die Hamas hatte die Gewalttat als 'Selbstverteidigung' gerechtfertigt und damit weltweit Empörung ausgelöst.

KAIRO: Ägypten unternimmt einen neuen Versuch, den Nahost- Friedensprozess wiederzubeleben. Wie der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit mitteilte, will die Regierung in Kairo ein Treffen zwischen Israels Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenser- Präsident Mahmud Abbas vermitteln. Zugleich rief der Minister die von der radikal-islamischen Hamas geführte Palästinenser-Regierung auf, einen arabischen Friedensplan aus dem Jahr 2002 zu akzeptieren. Dieser sieht eine Beilegung des Nahost-Konflikts auf der Grundlage des Prinzips 'Land für Frieden' vor.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush und der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao sind sich bei ihrem Treffen im Weißen Haus in wichtigen Streitfragen kaum näher gekommen. Hu reagierte zurückhaltend auf Bushs Werben für einen härteren Kurs im Atomstreit mit dem Iran. Der chinesische Staatschef machte deutlich, dass sein Land weiter auf diplomatische Verhandlungen setze. Auf Bushs Forderung, die Volksrepublik solle die Menschenrechte stärker beachten, ging Hu nicht ein. - Gleichzeitig betonten beide Politiker, sie wollten die strategische Partnerschaft zwischen ihren Ländern weiter ausbauen.

KATHMANDU: Nach den blutigen Protesten gegen die Alleinherrschaft von König Gyanendra hat die nepalesische Regierung die Ausgangssperre für die Hauptstadt Kathmandu um einen weiteren Tag verlängert. Die Armee habe Schießbefehl erhalten, hieß es im Staatsfernsehen. Gleichwohl rief die Opposition für diesen Freitag zu neuen Protestkundgebungen auf. Am Vortag waren mindestens drei Menschen getötet worden, als die Polizei gewaltsam gegen eine Demonstration zehntausender Menschen vorging.

WASHINGTON: Der weltweite Kampf gegen die Armut zeigt nach Angaben der Weltbank Erfolge. Das Ziel des UN-Millenium-Gipfels vom Jahr 2000, den Anteil der absolut armen Menschen an der Erdbevölkerung bis 2015 zu halbieren, könne erreicht werden, heißt es in einer neuen Weltbank-Studie. Danach lebten 2001 knapp 22 Prozent der Weltbevölkerung in Armut. Bis 2015 könnte diese Rate auf gut zehn Prozent fallen. - Kaum Fortschritte gebe es allerdings in Afrika, so die Weltbank weiter. - Als absolut arm gilt für die Weltbank, wer von weniger als einem Dollar pro Tag leben muss.

MOSKAU: Ein schweres Erdbeben hat den dünn besiedelten Fernen Osten Russlands erschüttert. Nach Angaben örtlicher Behörden wurden in mehreren Dörfern Häuser beschädigt. Einige Bewohner wurden verletzt. Das Beben hatte eine Stärke von 7,7. Durch den Erstoß wurde auch der Osten Japans erschüttert.

ZUM FUSSBALL: Schalke 04 muss um den Einzug ins Endspiel des UEFA-Pokals bangen. Im Hinspiel des Halbfinales gegen Sevilla kam der Bundesligist nicht über ein 0:0 hinaus. Das Rückspiel in Spanien findet am kommenden Donnerstag statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden Wolken und vereinzelt leichter Regen, im Süden häufig sonnig, nur selten Schauer. Temperaturen zwischen 14 und 24 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: neun Grad, stark bewölkt;; Berlin: neun Grad, nach Regen; Dresden: elf Grad, wolkig; Köln/Bonn: neun Grad, wolkig; Frankfurt am Main: acht Grad, leicht bewölkt und München: acht Grad, wolkenlos.