1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 20. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

PEKING: China und die USA haben Nordkorea zur Rückkehr an den Verhandlungstisch über sein Atomprogramm aufgefordert. Chinas Außenminister Li Zhaoxing versicherte seiner US-Kollegin Condoleezza Rice bei einem Treffen, man bemühe sich weiter darum, dies auf diplomatischem Wege zu erreichen. Rice verlangte erneut, die Verhandlungen müssten ohne Vorbedingungen geführt werden. Der chinesische Sondergesandte Tang Jiaxuan versicherte der US-Außenministerin, sein gestriges Treffen mit Nordkoreas Führer Kim Jong Il sei nicht umsonst gewesen. Die USA hatten China als engsten Verbündeten Nordkoreas gedrängt, seinen Einfluss zur Lösung der Krise nach dem ersten Atomtest des Landes zu nutzen.

HELSINKI: Zum Auftakt des EU-Gipfels in Finnland beraten europäische Spitzenpolitiker mit Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgebern über die Zukunft des Sozialstaats. Im Zentrum des Treffens unter Leitung des EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso und des finnischen Ratspräsidenten Matti Vanhanen steht die Frage, wie soziale Sicherheit im Angesicht der Globalisierung gestaltet werden kann. Die Staats- und Regierungschefs aller 25 EU-Staaten erörtern an diesem Freitag die künftige Energieversorgung der Gemeinschaft. Zum Abendessen ist auch der russische Präsident Wladimir Putin eingeladen. Russland deckt rund ein Viertel des Öl- und Gasbedarfs der Europäischen Union.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat den Libanon aufgefordert, sich um eine rasche Entwaffnung der radikal-islamischen Hisbollah zu bemühen. Die Umwandlung der Miliz in eine reine politische Partei sei ein Schlüsselelement für ein Ende der Feindseligkeiten mit Israel, erklärte Annan in New York. Nur so könne der Libanon seine vollständige Souveränität und politische Unabhängigkeit wiedererlangen.

RANGUN: In Birma ist ein Dissident zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Student Win Ko, Mitglied der Oppositionspartei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, hatte Unterschriften für eine Petition an die Militärmachthaber gesammelt. Darin wurde zur Freilassung politischer Gefangener aufgerufen. Win war Anfang Oktober im Besitz der Unterschriftenliste festgenommen worden. Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass der prominente Dissident Thet Win Aung in einem Gefängnis gestorben ist. Laut Amnesty International wurde er gefoltert.

NEW YORK: Das Tauziehen um die Besetzung des nicht-ständigen Sitzes Lateinamerikas im Weltsicherheitsrat geht weiter. Da auch am Donnerstag weder Guatemala noch Venezuela eine Stimmenmehrheit erreichte, setzte die Präsidentin der UN-Vollversammlung eine weitere Abstimmung für kommenden Dienstag an. Damit soll der lateinamerikanischen Staatengruppe mehr Zeit für die Suche nach einer Lösung gegeben werden. Inzwischen zeichnet sich die Einigung auf einen Kompromisskandidaten ab, möglicherweise Uruguay.

BERLIN: Deutschland und Chile wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Bei einem Treffen mit der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet in Berlin sagte Kanzlerin Angela Merkel Hilfe bei der Justizreform zu, die in dem lateinamerikanischen Land eingeleitet wurde. Außerdem unterzeichneten Unterhändler ein Kooperationsabkommen im Bereich der erneuerbaren Energien. Die 55-jährige Sozialistin will während ihres mehrtägigen Besuchs deutsche Firmen zu Investitionen in ihrer Heimat ermuntern, um Arbeitsplätze für Chilenen zu schaffen. Deutschland ist wichtigster Handelspartner innerhalb der EU.

BERLIN: Ungeachtet der Kritik der Wirtschaftsforschungsinstitute will Bundesfinanzminister Peer Steinbrück an der Erhöhung der Mehrwertsteuer festhalten. Nach Einschätzung der Forschungsinstitute werden durch die höhere Steuer Wachstum und Beschäftigung gebremst. Eine weitere Folge sei eine Inflationsrate von deutlich über zwei Prozent, heißt es im Herbstgutachten der Institute. Die Regierung legt an diesem Freitag ihre eigene Konjunktur-Prognose vor.

DÜSSELDORF: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sieht den Elektronikkonzern Siemens beim insolventen Handy- Hersteller BenQ Mobile auch finanziell in der Pflicht. Rüttgers sagte in einem Rundfunk-Interview, die Verantwortlichen für die Pleite dürften nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Zuvor hatte bereits die IG Metall gefordert, der Auffanggesellschaft für die von Entlassung betroffenen Mitarbeiter mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Insgesamt fallen 2.000 der 3.000 Arbeitsplätze bei BenQ Mobile weg.

WASHINGTON: Das Ozonloch über dem Südpol ist nach Angaben der US- Raumfahrtbehörde NASA so groß wie nie zu vor. Mit rund 27-einhalb Millionen Quadratkilometern sei es mittlerweile größer als die gesamte Fläche Nordamerikas, erklärten NASA-Wissenschaftler. Die Ozonschicht schützt vor gefährlicher UV-Strahlung, die beim Menschen unter anderem Hautkrebs verursachen kann.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Mix aus Sonne, Wolken und Regen bei Höchstwerten zwischen 15 und 20 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 11°, leicht bewölkt;
Berlin: 10°, Regen;
Dresden: 10°, leicht bewölkt;
Köln/Bonn und
Frankfurt am Main: 13°, Regen und
München: 6°, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 20.10.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9GlS
  • Datum 20.10.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9GlS