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Nachrichten

Freitag, 20. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat die Einigung der europäischen Staats- und Regierungschefs auf die neuen EU-Spitzenpolitiker Herman Van Rompuy und Catherine Ashton begrüßt. Damit werde die Europäische Union für die USA zu einem "noch stärkeren Partner", erklärte ein Sprecher Obamas in Washington. Der 62 Jahre alte Belgier Van Rompuy tritt am 1. Januar das neu geschaffene Amt des ständigen EU-Ratspräsidenten an. Die britische Labour-Politikerin Ashton, derzeit noch EU-Handelskommissarin, wird bereits zum 1. Dezember Hohe Repräsentantin für die Außen- und Sicherheitspolitik und damit praktisch die erste Außenministerin der Union. Die Posten wurden mit dem Reformvertrag von Lissabon neu geschaffen, der nach langem Ringen im Dezember in Kraft treten kann. Ashton wird zudem auch Vizepräsidentin der EU-Kommission. Die Entscheidung für sie und Rompuy fiel auf einem Sondergipfel der 27 EU-Staaten in Brüssel.

WASHINGTON: Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg absolviert seinen Antrittsbesuch in den USA. Bei einem Gespräch mit seinem Kollegen Robert Gates ging es vor allem um die Lage in Afghanistan. Die USA und die Verbündeten seien dort "zum Erfolg verdammt", so Guttenberg. US-Präsident Barack Obama will bald eine neue Afghanistan-Strategie vorstellen. Der Bundesverteidigungsminister richtete auch eine deutliche Mahnung an die afghanische Regierung. Sie müsse mehr leisten als nur Worte.

MOSKAU: Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist nach seinem Kurzaufenthalt in Afghanistan zu einem Antrittsbesuch in Russland eingetroffen. Geplant sind Gespräche mit Präsident Dmitri Medwedew und Außenminister Sergej Lawrow. Themen der Unterredungen sind unter anderem die atomare Abrüstung, das umstrittene Atomprogramm im Iran und der Anti-Terror-Kampf in Afghanistan. - Nach russischen Angaben dient Westerwelles Moskau-Aufenthalt auch der Vorbereitung gemeinsamer Feierlichkeiten im nächsten Jahr wie des 65. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland und des 20. Jahrestages der Deutschen Einheit.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag im Südwesten Afghanistans sind mindestens 13 Menschen getötet und rund 35 verletzt worden. Nach Behördenangaben sprengte sich der Attentäter auf einem belebten Platz in der Provinzhauptstadt Farah in die Luft. Unter den Toten seien auch mehrere Polizisten. In der Provinz Farah haben sich die Angriffe der radikal-islamischen Taliban in den vergangenen Monaten erheblich verstärkt.

ISLAMABAD: Bei einem US-Drohnenangriff im Nordwesten Pakistans sind acht Menschen getötet worden. Das unbemannte Flugzeug habe von Aufständischen genutzte Gebäude nordöstlich von Miranshah, der wichtigsten Stadt in der Provinz Nord-Waziristan, angegriffen, teilten Sicherheitskräfte mit. Bei allen Getöteten habe es sich um militante Extremisten gehandelt. Die US-Streitkräfte bestätigen Attacken mit Drohnen in der Regel nicht. Nord-Waziristan - an der Grenze zu Afghanistan gelegen - zählt zu den pakistanischen Stammesregionen, die als Rückzugsraum für Taliban und El-Kaida-Terroristen gelten. Seit 2008 wurden bei zahlreichen US-Drohnenangriffen im Nordwesten Pakistans fast 600 Menschen getötet.

NEU DELHI: Im Osten Indiens haben maoistische Rebellen einen Zug zum Entgleisen gebracht. Dabei wurden zwei Menschen getötet, mehr als 40 Fahrgäste erlitten Verletzungen. Nach Auskunft der indischen Regierung hatten die Rebellen den Gleisabschnitt im Bundesstaat Jharkhand mit einem Sprengsatz zerstört. Später habe es im Umkreis noch weitere Explosionen gegeben, um die Rettungsarbeiten zu behindern. In Indien sind in mehr als der Hälfte der 29 Bundesstaaten maoistische Rebellen aktiv. Sie kämpfen nach eigenen Angaben für die Rechte landloser Bauern. In den vergangenen Jahrzehnten wurden dabei tausende Menschen getötet.

BOGOTA: Im bislang weitgehend diplomatischen Konflikt mit Kolumbien hat Venezuela zwei Fußgängerbrücken an der Grenze zum Nachbarland gesprengt. Der kolumbianische Verteidigungsminister Gabriel Silva warf der Führung in Caracas daraufhin eine Verletzung des Völkerrechtes vor. Die venezolanische Armee sprach von illegalen Grenzübergängen, die vor allem kriminellen Machenschaften gedient hätten. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind angespannt, seitdem die Regierung in Bogota den USA weitere Militärbasen zugestanden hat. Venezuelas Präsident Hugo Chavez ließ im Gegenzug die Armee an der Grenze verstärken.

WOLFSBURG: Der Aufsichtsrat des Volkswagenkonzerns hat einen weiteren wichtigen Schritt zum Zusammenschluss mit dem Sportwagenhersteller Porsche gemacht. Das Gremium stimmte den ausgehandelten Durchführungsverträgen zu der geschlossenen Grundlagenvereinbarung zu. In den Verträgen werden die organisatorischen, strukturellen und rechtlichen Einzelheiten der Fusion geregelt. Auch die letzten Etappen bis zum Abschluss der Verschmelzung von VW und Porsche im Jahr 2011 werden darin festgelegt. - VW hatte im Sommer nach einem langen Machtkampf grundsätzlich vereinbart, den hochverschuldeten Sportwagenbauer als zehnte Marke im Konzern einzugliedern.

BOCHUM: Im internationalen Fußball zeichnet sich ein neuer Wettskandal größeren Ausmaßes ab. Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt seit Anfang des Jahres gegen eine international agierende Bande, der fortgesetzte, gewerbsmäßige Wettbetrügereien zur Last gelegt werden. Der Hauptverdächtige soll einem Zeitungsbericht zufolge aus Berlin stammen und bereits in den Manipulationsskandal um den früheren Schiedsrichter Robert Hoyzer verwickelt gewesen sein. Neun Ligen seien europaweit betroffen. Auch in Deutschland soll eine Partie "verschoben" worden sein.

KAIRO: Die Proteste nach der Niederlage Ägyptens gegen Algerien im entscheidenden Spiel um die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft dauern an. In Kairo belagerten mehrere Tausend Menschen stundenlang die algerische Botschaft. Zudem verbrannten aufgebrachte Fans algerische Fahnen, warfen Steine und Feuerwerkskörper und zerstörten Geschäfte. Die Polizei griff erst nach einigen Stunden ein und löste die Versammlung gewaltsam auf. Algerien hatte Ägypten am Mittwoch im Relegationsspiel mit 1:0 besiegt und sich damit in letzter Minute für die Fußball-WM 2010 qualifiziert. - Am Donnerstag hatte die Regierung in Kairo ihren Botschafter aus Algerien zurückberufen, da bei dem Spiel auch ägyptische Fans verletzt worden waren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vorwiegend sonnig und trocken, nur im Nordwesten und Westen im Laufe des Tage bewölkt. Höchstwerte elf bis 17 Grad.

Zuletzt meldeten bei zumeist wolkenlosem Himmel:

Hamburg: 9°
Berlin, München und Dresden: 5°Köln/Bonn: 10°
Frankfurt am Main: 3°

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