1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 20. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LONDON: Wegen der Flutkatastrophe will Pakistan günstigere Bedingungen für seine bisherigen milliardenschweren Kredite beim Internationalen Währungsfonds -IWF- aushandeln. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf Regierungskreise in Islamabad berichtet, werde FinanzministerShaikh deshalb in der kommenden Woche nach Washington reisen. Der IWF hatte 2008 wegen der blutigen Anschläge radikaler Islamisten, einer Rekordinflation und einem hohem Haushaltsdefizit ein Rettungspaket von zehn Milliarden Dollar für Pakistan geschnürt. Bislang sind mehr als sieben Milliarden Dollar ausgezahlt. - Während einer Sondersitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York haben unterdessen mehrere Staaten eine Aufstockung ihrer Fluthilfe angekündigt. US-Außenministerin Clinton sagte, ihre Regierung erhöhe von 90 auf 150 Millionen Dollar. Auch die EU und Großbritannien stockten auf. Deutschland steigert die humanitäre Soforthilfe von bislang 15 auf 25 Millionen Euro.

BERLIN: Bundesarbeitsministerin Von der Leyen ist mit Vertretern von Ländern und Kommunen zusammengekommen, um über die Einführung einer Bildungs-Chipkarte für Kinder von Hartz-IV-Empfängern zu beraten. Mit dieser sollen Schulessen, Nachhilfe, Kultur- und Sportangebote bezahlt werden. Vorab hat die Chipkarte für Diskussionen gesorgt. So bemängelt die CSU eine Beschränkung der Erziehungsfreiheit der Eltern. Auch die SPD lehnt den Vorschlag als zu kostenintensiv und nicht zielführend ab. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes muss die Bundesregierung bis Januar die Regelsätze für Kinder von Langzeitarbeitslosen ändern.

WASHINGTON: Einer Wiederaufnahme der seit 20 Monaten blockierten direkten Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern steht nach US-Presseberichten nichts mehr im Wege. Wie die "New York Times" meldet, wird eine offizielle Bestätigung von US-Außenministerin Clinton noch für diesen Freitag erwartet. Präsident Obama, heißt es weiter, lade voraussichtlich den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas für Anfang September nach Washington ein.

WASHINGTON: Die US-Regierung ist nach Informationen der "New York Times" davon überzeugt, dass der Iran mindestens ein weiteres Jahr für die Entwicklung einer Atomwaffe benötigt. Die Zeitung zitiert dabei den zuständigen Berater von US-Präsident Obama, Samore. Dessen Einschätzung stütze sich auf Berichte von landeseigenen Geheimdiensten und internationalen Inspekteuren. Damit werde auch ein Militärschlag Israels gegen iranische Nuklearanlagen weniger wahrscheinlich, schreibt das Blatt. Israels Führung befürchtet, dass der Iran nur noch Monate vom Bau eigener Atomwaffen entfernt sein könnte.

BANGKOK: Ein thailändisches Berufungsgericht hat die Auslieferung eines berüchtigten mutmaßlichen russischen Waffenhändlers an die USA angeordnet. Der unter dem Namen "Händler des Todes" bekannt gewordene Russe Bout war nach weltweiter Suche im März 2008 in einem Hotel in Bangkok gefasst worden. Seitdem sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis ein. Die US-Behörden werfen dem 43-Jährigen vor, in großem Stil Waffen nach Afrika, Afghanistan und Südamerika geliefert zu haben. Ihm droht lebenslange Haft.

BERLIN: Der Internetkonzern Google hat Kritik an seinem Straßenfotodienst Street View zurückgewiesen und sich zum Datenschutz bekannt. Google achte die Privatsphäre der Menschen sehr, sagte Deutschland-Chef Schindler der "Bild"-Zeitung. Etwas Öffentlicheres als Häuserfassaden gebe es aber nicht. Zudem biete das Unternehmen in Deutschland Regeln an, die es in keinem anderen Land gebe. Nur in Deutschland gebe es eine Widerspruchsmöglichkeit vor dem Start.

BERLIN: Deutsche Arbeitnehmer sollen nach dem Willen des Unternehmerverbandes mittelständische Wirtschaft künftig zwei Wochen weniger Urlaub pro Jahr machen. Vier statt sechs Wochen reichten völlig aus, sagte die Vorstandsvorsitzende Frerichs der "Bild"-Zeitung. Die Urlaubskürzung könne den aktuellen Konjunkturaufschwung unterstützen. Frerichs plädierte für eine Vier-Wochen-Regelung auf Probe im nächsten Jahr.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Der Sommer kehrt mit einem Mix aus Sonne und Wolken zurück. Nur Richtung Nordsee und in Alpennähe sind örtlich Schauer oder kurze Gewitter möglich. Höchstwerte 22 bis 29 Grad Celsius.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema