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Nachrichten

Freitag, 20. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

BERLIN: Die 13 Staaten der Euro-Zone wollen ihre Neuverschuldung bis 2010 abbauen. Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, sagte nach Beratungen der Finanzminister in Berlin, spätestens dann sollten alle Euro-Staaten das mittelfristige Ziel ausgeglichener Haushalte erreicht haben. Zur Konsolidierung der Staatsfinanzen solle der wirtschaftliche Aufschwung genutzt werden. Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, lobte den Beschluss der Minister. Es sei wichtig, Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, sagte Trichet.

LUXEMBURG: Die Europäische Union stellt für irakische Flüchtlinge 18 Millionen Euro bereit. Der zuständige EU-Kommissar Franco Frattini teilte beim Treffen der Innenminister in Luxemburg mit, elf Millionen Euro seien als humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge in der Region gedacht. Sieben Millionen Euro gingen an die EU-Staaten, damit diese aufgenommene Iraker versorgen könnten. Im vorigen Jahr hatten 20.000 Iraker in EU-Staaten Hilfe gesucht, allein Schweden nahm 9.000 Menschen auf. Nach UN-Angaben verlassen jeden Monat rund 50.000 Iraker ihre Heimat. Die Nachbarstaaten Jordanien und Syrien beherbergen bereits mehr als zwei Millionen Flüchtlinge.

BAGDAD: Der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates hat die irakische Regierung aufgefordert, mehrere umstrittene Gesetze zu ändern. Das irakische Staatsfernsehen berichtet, Gates habe nach einem Treffen mit Ministerpräsident Nuri al-Maliki erklärt, auch das Gesetz über die Entfernung früherer Funktionäre der Baath-Partei des Ex-Machthabers Saddam Hussein müsse revidiert werden. Dies werde die Lage im Irak zwar nicht sofort ändern, aber signalisieren, dass die Regierungsmehrheit bereit sei zur Zusammenarbeit mit den anderen Gruppierungen.

KABUL: Die sechs Tornado-Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr in Afghanistan sind jetzt voll einsatzfähig. Dies teilte ein Sprecher des Geschwaders im nordafghanischen Masar-i-Scharif mit. Von nun an würden täglich maximal zwei Einsätze mit je zwei Maschinen geflogen. Die ersten beiden Tornados hatten bereits am vergangenen Sonntag mit ihren Einsätzen begonnen. Die Aufklärungsjets sollen in den kommenden Monaten Patrouillenstrecken abfliegen und das Grenzgebiet zu Pakistan sowie Stellungen der radikal-islamischen Taliban beobachten.

MÜNCHEN: Die Korruptions-Affäre bei Siemens hat zu weitreichenden personellen Konsequenzen geführt. Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer kündigte seinen Rücktritt für kommenden Mittwoch an. Damit wolle er den Konzern wieder aus den Schlagzeilen und in ruhigeres Fahrwasser bringen, erklärte von Pierer. Zugleich betonte er, keine persönliche Verantwortung für Schmiergeldzahlungen zu tragen. Gewerkschaftsvertreter und Aktionärsschützer begrüßten den Rücktritt als überfällig. An der Börse kletterte der Kurs der Siemens-Aktie deutlich nach oben. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender soll Gerhard Cromme werden, der in gleicher Funktion bereits beim Stahlkonzern ThyssenKrupp tätig ist.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat die Deutschen zu Anstrengungen im Klimaschutz aufgefordert. Jeder solle sein Verhalten beim Energieverbrauch und CO2-Ausstoß überprüfen, sagte Köhler. Die globale Erwärmung werde dauerhaft auf der Tagesordnung bleiben. Zugleich wies das Staatsoberhaupt Befürchtungen wegen zu hoher Kosten zurück. Investitionen in den Klimaschutz lohnten sich immer. Blieben sie aus, würden die Kosten wegen der Schäden noch höher. Dagegen warnte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos vor Katastrophenszenarien. Er sei sicher, dass die Probleme des Klimawandels gelöst werden könnten, sagte er auf einer Konferenz zur Energieeffizienz in Berlin.

BERLIN: Die USA haben ihre Sicherheitsvorkehrungen bei allen diplomatischen und konsularischen Einrichtungen in Deutschland erhöht. Zur Begründung verwies die US-Botschaft in Berlin auf eine erhöhte Bedrohungssituation. Sie rate ihren Landsleuten, die sich in Deutschland aufhielten, zu erhöhter Wachsamkeit.

TEHERAN: Im Konflikt um sein Atomprogramm hat sich der Iran mit der Europäischen Union auf einen neuen Gesprächstermin verständigt. Am kommenden Mittwoch will Teherans Chefunterhändler Ali Laridschani mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana zusammenkommen, wie beide Seiten bestätigten. Bei der Begegnung soll ausgelotet werden, ob die Basis für eine neue Verhandlungsrunde besteht. Gestern hatte die Internationale Atomenergie-Organisation den Beginn der Uran-Anreicherung im Iran bestätigt. In der Pilotanlage in Natans seien rund 1.300 Zentrifugen aufgebaut worden. Die UN-Behörde bezog sich auf Berichte einiger Inspektoren, die die Atom-Einrichtung in den vergangenen Tagen überprüft hatten.

BISCHKEK: Nach der gewaltsamen Auflösung ihrer Kundgebung will die Opposition in der zentralasiatischen Republik Kirgisien vorerst auf weitere Demonstrationen verzichten. Die Sicherheitskräfte seien am Donnerstag in der Hauptstadt Bischkek unangemessen hart gegen Regierungsgegner vorgegangen, begründete Oppositionspolitiker Kubatbek Bajbolow die Entscheidung. Polizei-Einheiten durchsuchten heute die Büroräume der größten Oppositionspartei und beschlagnahmten die Freitagsausgaben regierungskritischer Zeitungen. Die Opposition um den ehemaligen Regierungschef Felix Kulow wirft Präsident Kurmanbek Bakijew vor, nicht ausreichend gegen Korruption vorzugehen und Reformen zu unterlaufen.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden Durchzug einiger Wolkenfelder, aber weitgehend trocken. Im Süden überwiegend sonnig. Höchstwerte neun bis 22 Grad.

Am Mittag meldeten:

Berlin und Hamburg: 7 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 6 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 11 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 14 Grad, wolkig und
München: 14 Grad, fast wolkenlos.

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