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Nachrichten

Freitag, 2. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JAKARTA: Die Regierung Indonesiens geht davon, dass durch das schwere Erdbeben auf der Insel Sumatra tausende Menschen ums Leben gekommen sind. Gesundheitsministerin Siti Fadillah Supari sagte, es sei nicht auszuschließen, das es mehr Todesopfer gebe, als beim Erdbeben 2006 auf Java. Damals waren mindestens 5.800 Menschen ums Leben gekommen. - Die Großstadt Padang an der Westküste Sumatras ist durch das Beben in Teilen zerstört. Unter den Trümmern eingestürzter Gebäude werden tausende Verschüttete vermutet. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind allein in Padang rund 1100 Menschen ums Leben gekommen. Die Bergungsarbeiten werden durch schlechtes Wetter und vielerorts fehlendes schweres Räumgerät erschwert. Die EU stellte Indonesien als Soforthilfe drei Millionen Euro bereit, Deutschland weitere zwei Millionen.

WASHINGTON: Knapp drei Tage nach dem Tsunami im Südpazifik sind die Inseln der Region von einem Erdbeben erschüttert worden. Wie der Geologische Dienst der USA mitteilte, hatte es eine Stärke von 6,3. Das Epizentrum lag 85 Kilometer südöstlich von Tonga. Angaben über mögliche Schäden liegen nicht vor. Eine Warnung vor einem Tsunami wurde nicht herausgegeben.

DUBLIN: Die Iren stimmen an diesem Freitag erneut über den EU-Reformvertrag von Lissabon ab. Umfragen zufolge wird diesmal ein deutliches Ja-Votum erwartet. Bei einer ersten Volksabstimmung im Juni vergangenen Jahres hatten die Iren den Vertrag mehrheitlich abgelehnt und Europa damit in eine tiefe Krise gestürzt. Der Vertrag von Lissabon soll die EU mit 27 Mitgliedsstaaten handlungsfähiger und demokratischer machen. Ergebnisse des Referendums werden erst am Samstag erwartet. - Der Reformvertrag kann erst in Kraft treten, wenn ihn alle Mitgliedsstaaten ratifiziert haben.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat die Verhandlungsrunde in Genf über das umstrittene Atomprogramm des Iran als "konstruktiven Beginn" bezeichnet. Nun müsse die Regierung in Teheran aber konkrete Beweise vorlegen, dass sie nicht den Bau von Atomwaffen anstrebe, sagte Obama in Washington. Die Geduld der USA sei nicht unbegrenzt. Nach Angaben eines US-Verhandlungsteilnehmers hat sich der Iran grundsätzlich zur Anreicherung seiner Uranvorräte in Russland bereit erklärt.

TEL AVIV: Die israelische Armee hat das Westjordanland für die Dauer des jüdischen Laubhüttenfestes aus Sicherheitsgründen abgeriegelt. Mit dieser Maßnahme sollten mögliche Anschläge militanter Palästinenser verhindert werden, hieß es in einer Erklärung der Streitkräfte. - Für medizinische und humanitäre Notfälle gelte die Abriegelung nicht. Das Laubhüttenfest endet am 10. Oktober.

RANGUN: Ein Gericht in Birma hat die Berufungsklage der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gegen ihre neuerliche Verurteilung zurückgewiesen. Die Richter bestätigten stattdessen das vorherige Urteil. Suu Kyi war Anfang August zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden, weil sie nach einer mysteriösen Aufnahme eines US-Bürgers bei sich zuhause gegen die Auflagen ihres bereits bestehenden Hausarrests verstoßen habe. Das Urteil gegen die 64-Jährige war international kritisiert worden. - Die Anwälte der Friedensnobelpreisträgerin können jetzt noch vor den Obersten Gerichtshof des Landes ziehen.

KOUROU: Mit einer europäischen Ariane-Rakete ist erstmals ein eigener Kommunikationssatellit der Bundeswehr ins All geschossen worden. Die Bundeswehr will sich damit von kommerziellen Anbietern unabhängig machen und für Auslandseinsätze ein Gebiet abdecken, das von Amerika bis nach Ostasien reicht. - Der 2,5 Tonnen schwere "Satcom-Bw-1" hob vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab. Der Start eines zweiten derartigen Satelliten ist im Frühjahr vorgesehen.

BERLIN: Vor den kommende Woche beginnenden Koalitionsverhandlungen mit der FDP haben die Spitzen von CDU und CSU die gemeinsame Marschroute festgelegt. Man wolle auf jeden Fall Steuersenkungen vereinbaren, sagten Unions-Fraktionschef Volker Kauder und CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer nach einem Treffen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt. Ein konkretes Datum für Steuersenkungen wurde aber nicht genannt. Die CSU drängt auf Steuererleichterungen ab 2011, die CDU hat sich bislang nicht festgelegt.

BERLIN: Vor dem Milchgipfel hat Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner Hilfe für die Viehhalter gefordert. Europa versage durch unverantwortliches Nichtstun, sagte Sonnleitner. Er forderte Überbrückungshilfen für die Landwirte, um aus der Krise herauszukommen. Kanzlerin Angela Merkel spricht an diesem Freitag mit den Milchbauern, um eine Lösung in der Preiskrise zu finden.-- Bauern in Europa erhielten zuletzt 20 Cent pro Liter Milch, sie fordern das Doppelte.

KOPENHAGEN: Das Internationale Olympische Komitee, IOC, entscheidet an diesem Freitag über den Austragungsort der Sommerspiele 2016. Kandidaten sind Chicago, Rio de Janeiro, Tokio und Madrid. Als Favoriten gelten die US-Metropole Chicago und Rio in Brasilien. US-Präsident Barack Obama hat in Kopenhagen persönlich im IOC für seine Heimatstadt geworben. Er sagte, die USA seien bereit und "begierig" darauf, die Aufgabe der Ausrichtung zu übernehmen. Auch der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ist in die dänische Hauptstadt gereist, um Rio de Janeiro zu unterstützen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Es bleibt wechselhaft. Im Norden und an den Alpen auch Schauer. Maximal zwischen zehn Grad im Vogtland und 17 Grad am Oberrhein.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 8 Grad, Regen;
Berlin: 6 Grad, wolkig;
Dresden: 8 Grad, bewölkt;
Köln/Bonn: 6 Grad, freundlich;
Frankfurt am Main: 10 Grad, bedeckt und
München: 11 Grad, nach Regen.

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