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Nachrichten

Freitag, 2. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

COLOMBO: Der politische Führer der tamilischen Rebellen auf Sri Lanka ist bei einem Luftangriff der Regierungstruppen getötet worden. Wie die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) bestätigten, fiel S.P. Thamilselvan einem Bombardement auf ein Treffen führender Rebellen in Kilinochchi, rund 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt zum Opfer. Fünf weitere Offiziere seien ums Leben gekommen. - Thamilselvan hatte die tamilischen Aufständischen auch bei den früheren Friedensverhandlungen mit der Regierung vertreten und den Kontakt zu den norwegischen Vermittlern gehalten.

ANKARA: Die USA wollen nach den Worten von Außenministerin Condoleezza Rice gemeinsam mit der Türkei und dem Irak die kurdischen Rebellen der PKK bekämpfen. Der türkische Nato-Partner dürfe aber nicht in den Norden des Irak einmarschieren und damit die gesamte Region destabilisieren, mahnte Rice auf dem Flug nach Ankara. Vor der Irak-Konferenz in Istanbul standen dort Gespräche mit Präsident Abdullah Gül und der Regierung auf dem Programm. --- Am Montag reist der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zu einem Treffen mit Präsident George W. Bush nach Washington. Die Gespräche könnten entscheidend für das weitere Vorgehen Ankaras in dem Konflikt sein. Die türkische Regierung hat sich wiederholt für ein verstärktes militärisches Vorgehen gegen die kurdischen Rebellen im Nordirak ausgesprochen und mit einem Einmarsch gedroht.

TEL AVIV: Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert strebt laut Presseberichten eine Friedensvereinbarung mit den Palästinensern binnen eines Jahres an. Olmert wolle das Abkommen noch während der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush unter Dach und Fach bringen, berichtet die Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf Regierungskreise. Olmert betrachte den republikanischen Politiker als Freund Israels und fürchte, dass der nächste amerikanische Präsident seinem Land kritischer gegenüberstehen könne.

CHEMNITZ: Das sächsische Landesarbeitsgericht in Chemnitz verhandelt seit dem Morgen darüber, ob die Lokführergewerkschaft GDL im Streit um einen eigenen Tarifvertrag auch den Fern- und Güterverkehr bestreiken darf. Das Chemnitzer Arbeitsgericht hatte in erster Instanz solche Streiks vor knapp einem Monat als "unverhältnismäßig" untersagt, Ausstände im Nahverkehr aber für rechtmäßig erklärt. Die GDL und die Bahn legten Berufung ein. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee sagte, der Bund bemühe sich hinter den Kulissen, die beiden Streitparteien wieder an einen Tisch zu bekommen. Sollten auch der Güter- und Fernverkehr bestreikt werden, schade das der deutschen Wirtschaft. Falls sie Recht bekommt, will die GDL aber am Wochenende noch nicht streiken.

FRANKFURT AM MAIN: Der Streit zwischen der Lufthansa und Russland um die Überflugrechte für die Frachttochter "Cargo" spitzt sich zu. Nach Angaben der Lufthansa verlangt Moskau inzwischen, dass das Unternehmen sein Frachtflug-Drehkreuz für Ostasien vom kasachischen Astana ins sibirische Krasnojarsk oder nach Nowosibirsk verlegt. Ein Sprecher nannte die Forderung absurd und beklagte zudem eine mangelnde Infrastruktur. Lufthansa-Cargo darf Russland seit Sonntag nicht mehr überfliegen. Die Bundesregierung erwägt, die Europäische Union einzuschalten, um den Streit beizulegen.

TIFLIS: In Georgien haben tausende Anhänger der Opposition gegen Präsident Michail Saakaschwili protestiert. Vor dem Parlament in der Hauptstadt Tiflis versammelten sich Menschen aus dem ganzen Land, um vorgezogene Parlaments- und Präsidentenwahlen für Frühjahr 2008 zu fordern. Zur Hauptkundgebung an diesem Freitag erwartet die Opposition rund 100. 000 Teilnehmer. Ein Großteil der georgischen Bevölkerung ist unzufrieden, weil Hoffnungen auf bessere Lebensbedingungen seit der so genannten Rosenrevolution von 2003 nicht erfüllt wurden. --- Präsident Saakaschwili steht für einen pro-westlichen Kurs. Trotz eines wirtschaftlichen Aufschwungs ging die Armut jedoch nicht spürbar zurück.

NEW YORK: Mehr als 70 Staaten, darunter die Staaten der Europäischen Union, haben bei den Vereinten Nationen einen neuen Vorstoß gegen die Todesstrafe unternommen. In dem Entwurf, der dem Menschenrechtsausschuss der UN-Generalversammlung übergeben wurde, riefen sie dazu auf, die Vollstreckung bereits verhängter Urteile per Moratorium zunächst auszusetzen. Langfristiges Ziel sollte es sein, die Todesstrafe ganz abzuschaffen. Die USA kündigten umgehend ihren Widerstand gegen die neue Initiative an. - Die Todesstrafe wird in 69 Ländern, die in der UN-Generalversammlung vertreten sind, noch angewendet. 90 Prozent aller Hinrichtungen werden in den USA, China, Pakistan, dem Sudan, Iran und im Irak vollstreckt.

NDJAMENA: Nach dem gescheiterten Versuch einer französischen Hilfsorganisation, 103 Kinder aus dem Tschad zu bringen, haben zumindest einige der festgenommen 16 Europäer Chancen auf Freilassung. Idriss Deby, der Präsident des zentralafrikanischen Landes, habe angedeutet, dass zumindest die drei Journalisten und die spanische Flugzeugbesatzung auf freien Fuß kommen könnten, berichteten jetzt Korrespondenten. Die sechs Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Arche de Zoé", die für den Transport der angeblichen Darfur-Waisen verantwortlich sind, sollen sich vor Gericht verantworten. Sie wurden vor wenigen Tagen wegen Entführung angeklagt.

CARACAS: In Venezuela ist es bei Protesten gegen die von Präsident Hugo Chavez geplante Verfassungsänderung zu Zusammenstößen gekommen. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Wasserwerfern gegen tausende Demonstranten vor, die vor die Wahlkommission in der Hauptstadt Caracas gezogen waren. Die Demonstranten hatten die Polizisten mit Steinen attackiert. Präsident Chavez will mit der Verfassungsänderung unter anderem ein Ende der Begrenzung seiner Amtszeit erreichen. Zudem will er die Unabhängigkeit der Zentralbank abschaffen und die staatlichen Befugnisse für Enteignungen ausweiten.

MEXIKO-CITY: Der Tropensturm "Noel" hat über der Karibik Hurrikanstärke erreicht und auch Kuba und den Bahamas heftigen Regen gebracht. Bei den Unwettern sind bislang mindestens 115 Menschen ums Leben gekommen. "Noel" ist damit der verheerendste Karibik-Sturm in diesem Jahr. --- Im mexikanischen Bundesstaat Tabasco stehen nach langen Regenfällen weiterhin fast 80 Prozent der Fläche unter Wasser, auch die Hauptstadt Villahermosa. Rund eine Million Menschen sind von den Überschwemmungen betroffen, zehntausende warten auf den Dächern auf Hilfe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im äußersten Süden sonnig, sonst stark bewölkt und gelegentlich Regen oder Nieselregen. Tageswerte zwischen sieben und 14 Grad.

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