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Nachrichten

Freitag, 2. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

WIESBADEN: Die Verteidigungsminister der Europäischen Union beraten zum Abschluss ihres zweitägigen Treffens über die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und der Nato in Krisenfällen. Die 27 Minister wollen festlegen, wie die EU verstärkt Militär- und Polizeieinsätze leisten kann. Am Donnerstag hatten sie Serben und Kosovo-Albaner aufgerufen, sich auf den künftigen Status der serbischen Provinz zu einigen. Der deutsche Ressortchef und EU-Ratspräsident Franz Josef Jung warnte zugleich davor, die Zahl der 16.000 Nato-Soldaten im Kosovo zu reduzieren. Die Stabilität des Balkans sei essentiell für die Sicherheit Europas.

BERLIN: Im Konflikt über das geplante Airbus-Sparprogramm hat der Deutschland-Chef des Unternehmens, Gerhard Puttfarcken, Kompromissbereitschaft signalisiert. Puttfarcken sagte im Deutschen Fernsehen, man sei am Anfang eines Prozesses, der auch einen Dialog mit Gestaltung zulasse. Er will im Laufe dieses Freitags an den Betriebsversammlungen in den Airbus-Werken Laupheim, Varel und Nordenham teilnehmen. In den Standorten ruht aus Protest gegen die Sparpläne die Arbeit. Airbus will sich im Rahmen des Programms 'Power 8' von 10.000 Mitarbeitern trennen, davon 3.700 in Deutschland.

NEW YORK: Der Klimawandel stellt nach Einschätzung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine ähnlich große Gefahr dar, wie Kriege. Die UN konzentrierten sich in ihrer Arbeit noch immer stark auf die Vermeidung und Beilegung von Konflikten, sagte Ban in New York. Allerdings sei die Gefahr, die von der globalen Erwärmung ausgehe, mindestens genauso groß. Er werde dieses Thema deshalb auch im Juni mit den Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands beim G8-Gipfel in Deutschland besprechen. Die USA forderte er auf, eine Führungsrolle beim Klimaschutz zu übernehmen.

ISLAMABAD: Pakistanische Sicherheitskräfte haben nach Medienberichten einen hochrangigen Führer der radikal-islamischen Taliban festgenommen. Mullah Obaidullah Achund sei bereits am Montag in der südwest-pakistanischen Stadt Quetta aufgegriffen worden, melden übereinstimmend der pakistanische Nachrichtensender GEO und der US-Sender CNN. Achund gehört dem zehnköpfigen Führungszirkel der Taliban an. Er war in der 2001 von den USA gestürzten Regierung Afghanistans Verteidigungsminister und gilt als wichtiger Vertrauter des flüchtigen Taliban-Chefs Mullah Omar.

WASHINGTON: Der Drogenanbau in Afghanistan hat nach Angaben der US-Regierung im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Afghanische Bauern hätten auf knapp 173.000 Hektar Land Schlafmohn angebaut, aus dem Opium gewonnen wird. Das seien über 60 Prozent mehr als im Vorjahr, heißt es im Drogenbericht des US-Außenministeriums für das Jahr 2006. Der Wert des geernteten Opiums betrug danach etwa 2,3 Milliarden Euro. Mit dem Geld finanzieren dem Bericht zufolge örtliche Kriegsherren den Kampf gegen die US-Truppen und ihre Verbündeten.

JERUSALEM: Aus Angst vor neuen Anschlägen hat Israel die Palästinensergebiete komplett abgeriegelt. Bis zum Ende des jüdischen Purim-Festes am Montag dürfen Palästinenser nur noch in Ausnahmefällen über die Grenzen nach Israel. Die Sperre aller Zugänge und Zufahrten zum Westjordanland und zum Gazastreifen erfolgte auf Anordnung von Verteidigungsminister Amir Perez. Er reagierte damit auf Terror-Warnungen.

SEOUL: Nord- und Südkorea wollen nach monatelanger Unterbrechung wieder Kontakte zwischen Familien zulassen, die durch die Grenze getrennt sind. Noch in diesem Monat soll es Videoschaltungen geben und ab Mai sollen auch wieder direkte Kontakte möglich sein. Darauf hätten sich Vertreter beider Länder bei ihren viertägigen Gesprächen in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang geeinigt, meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Nordkorea hatte die Familienzusammenführungen im Juli vergangenen Jahres gestoppt, weil Südkorea nach mehreren nordkoreanischen Raketentests Hilfslieferungen an den Norden eingestellt hatte.

BRÜSSEL: Die umstrittenen Pläne der USA für ein neues Raketenabwehrsystem in Europa sollen auch eine Radarstation im Kaukasus umfassen. Das teilte der zuständige US-Generalleutnant Henry Obering bei einem Besuch im Brüsseler Nato-Hauptquartier mit. Das Projekt dürfte die Beziehungen zwischen den USA und Russland weiter belasten. Bisher war lediglich bekannt, dass die Vereinigten Staaten eine Radaranlage in Tschechien und eine Raketenabschussbasis in Polen errichten wollen. Die Regierung in Moskau hat Zweifel an der offiziellen Darstellung, wonach sich die USA mit dem Abwehrsystem gegen Angriffe aus Nordkorea und dem Iran rüsten wollen.

WASHINGTON: Im Süden und mittleren Westen der USA sind mindestens elf Menschen durch Wirbelstürme ums Leben gekommen. Die meisten Toten gab es in der Kleinstadt Enterprise im US-Bundesstaat Alabama. Hier starben fünf Menschen in einer Schule, als das Dach des Gebäudes einstürzte. Die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen, da noch mehrere Menschen unter den Trümmern vermisst werden. Der Gouverneur des Bundesstaates rief den Notstand aus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden meist trocken, im Norden örtlich Schauer. Von Westen her sonnig. Höchstwerte vier bis 13 Grad.

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