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Nachrichten

Freitag, 2. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Bundestag hat die Ausweitung des Verbotes von riskanten Börsengeschäften beschlossen. Mit dem Gesetz sollen sogenannte "ungedeckte Leerverkäufe" von Aktien und Staatsschuldpapieren der Euro-Zone verboten werden. Mit dem nationalen Alleingang will die Koalition von CDU/CSU und FDP verhindern, dass hoch spekulative Finanzwetten weitere Krisen heraufbeschwören. Finanzexperten und Opposition halten das Verbot für wirkungslos. Da es nur in Deutschland gelte, sei es wenig wirksam und könne sogar Schwankungen an den Finanzmärkten verstärken.

BERLIN: In einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat wird der neu gewählte Bundespräsident Wulff vereidigt. Danach hält er in Berlin seine Antrittsrede. Wulff tritt die Nachfolge von Horst Köhler an, der am 31. Mai von seinem Amt zurückgetreten war. Der 51-jährige CDU-Politiker und bisherige niedersächsische Ministerpräsident war am Mittwoch von der Bundesversammlung im dritten Durchgang zum mittlerweile zehnten Staatsoberhaupt in der Geschichte der Bundesrepublik gewählt worden. - Am Abend ist Wulff Gastgeber des traditionellen Sommerfestes mit etwa 5.000 Gästen auf Schloss Bellevue.

KUNDUS: Mutmaßliche Taliban-Kämpfer haben in der nordafghanischen Stadt das Büro einer US-Hilfsorganisation angegriffen. Unter den mindestens fünf Todesopfern befindet sich nach übereinstimmenden Informationen auch ein deutscher Wachmann. Wie der Gouverneur der Provinz Kundus bekanntgab, stürmten sechs bewaffnete Männer die Büroräume der Organisation "Development Alternatives", eines Vertragspartners der staatlichen Hilfsorganisation USAID. Ein erster Selbstmordattentäter habe sich am Eingang des Geländes in die Luft gesprengt, ein zweiter innerhalb des Komplexes. Es folgte ein mehrstündiges Feuergefecht. In Kundus arbeitet auch ein Wiederaufbau-Team der Bundeswehr.

LAHORE: Mehrere Selbstmordattentäter haben in einem viel besuchten islamisch-sufistischen Heiligtum der ostpakistanischen Stadt ein Blutbad angerichtet. Nach Angaben der Behörden wurden dabei mindestens 42 Menschen getötet und annähernd 200 verletzt. Ein erster Attentäter hatte sich in einem unterirdischen Gewölbe des Data-Darbar-Schreins in die Luft gesprengt. Wenige Minuten später zündete ein zweiter eine Bombe in einem Hof.

FRANKFURT AM MAIN: Als Konsequenz aus der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko nach dem Sinken der Bohrinsel "Deepwater Horizon" drängt die EU-Kommission auf strengere Regeln für die europäische Öl-Industrie. Energiekommissar Oettinger sagte der "Frankfurter Rundschau" die Bereiche Haftung und Schadenersatz bildeten dabei den Schwerpunkt. Jedes Unternehmen müsse ausreichend Kapital und Kreditwürdigkeit haben, um im Katastrophenfall für alle Schäden an Mensch und Natur gerade stehen zu können. Der britische Ölkonzern BP hat bislang eingewilligt, 20 Milliarden Dollar für das Unglück im Golf von Mexiko zu zahlen.

BERLIN: Die neue staatliche Entwicklungsorganisation soll ihren Hauptsitz ausschließlich in Bonn haben. Das geht nach Angaben der Nachrichtenagentur epd aus den neuesten Plänen des Ministeriums von Ressortchef Niebel hervor. Die neue Organisation soll ihre Arbeit nach dem Zusammenschluss von Deutscher Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Deutschem Entwicklungsdienst und der Weiterbildungsgesellschaft Inwent Anfang 2011 aufnehmen.

ZUM SPORT: Der Fußball-Weltverband - FIFA - hat Nigeria mit Ausschluss gedroht. Sollte Staatspräsident Jonathan nicht innerhalb von 48 Stunden den Rückzug der Nationalmannschaft aus allen internationalen Wettbewerben aufheben, werde dies massive Sanktionen zur Folge haben, sagte FIFA-Generalsekretär Valcke im südafrikanischen Johannesburg. Eine Regierung dürfe nicht die Teilnahme an internationalen Turnieren verbieten. Nigeria war bei der WM in Südafrika nach nur einem Punkt aus drei Spielen als Gruppenletzter in der Vorrunde ausgeschieden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne. Vom Hochrhein bis zum Bodensee sind einzelne Gewitter möglich. Höchsttemperaturen zwischen 30 und 36 Grad, an den Küsten etwas kühler.

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