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Nachrichten

Freitag, 2. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GAZA-STADT: Die israelische Luftwaffe hat am siebten Tag in Folge Luftangriffe gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen geflogen. Eine Armeesprecherin erklärte, unter den 20 angegriffenen Zielen sei auch das Hauptquartier des militanten Flügels der Hamas. Die Organisation rief zu Massenprotesten nach dem Freitagsgebet auf. Am Donnerstag hatten militante Palästinenser mehr als 50 Raketen auf Israel abgefeuert. Mehrere hundert Ausländer im Gazastreifen wollen das Gebiet angesichts der israelischen Luftangriffe und aus Furcht vor einer Bodenoffensive verlassen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Jerusalem wird ihnen die Ausreise gestattet und damit entsprechenden Bitten der Botschaften der Länder nachgekommen. Israel hat Panzer und Soldaten vor dem Gazastreifen zusammengezogen. Seit Beginn des Militäreinsatzes vor fast einer Woche wurden nach palästinensischen Angaben mehr als 400 Menschen getötet, unter ihnen auch ein Hamas-Führer mit seiner Familie.

BRÜSSEL: Auf den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine haben die Europäische Union und die USA mit Besorgnis reagiert. Die Regierungen in Moskau und Kiew wurden aufgerufen, ihren Konflikt um neue Lieferkonditionen und ausstehende Rechnungen für russisches Erdgas rasch beizulegen. Der ukrainische Staatspräsident Viktor Juschtschenko erklärte, er rechne mit einer Kompromisslösung bis Mitte nächster Woche. Unterdessen teilte die ungarische Regierung mit, anders als beim russisch-ukrainischen Gasstreit 2006 gebe es in Ungarn keine Versorgungsprobleme. Das Land bezieht fast 90 Prozent seiner Gaslieferungen aus Russland, über eine Pipeline, die durch die Ukraine führt. Anfang 2006, als Moskau zum ersten Mal der Ukraine den Gashahn zugedreht hatte und diese sich offenbar an den Transitlieferungen für Westeuropa schadlos hielt, hatte Ungarn bis zu 30 Prozent weniger Gas erhalten als vertraglich zugesichert.

COLOMBO: Regierungstruppen auf Sri Lanka sind erstmals seit zehn Jahren in die Rebellenhochburg Kilinochchi im Norden des Inselstaates vorgedrungen. Von zwei Seiten seien Soldaten in die Stadt vorgerückt, erklärte ein Militärsprecher. Über das Ausmaß der Kämpfe wurden keine Angaben gemacht. Präsident Mahinda Rajapaksa kündigte an, das Militär werde den Aufstand der Tamilen-Rebellen im neuen Jahr niederschlagen. Die tamilischen Rebellen kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat im Norden Ceylons. Dem Konflikt sind schon mehr als 70.000 Menschen zum Opfer gefallen.

WIEN: Nach einem schweren Skiunfall liegt der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus in Österreich im Krankenhaus. Wegen seiner gravierenden Verletzungen und eines Schädel-Hirn-Traumas haben ihn die Ärzte in ein künstliches Koma versetzt. Lebensgefahr bestehe aber nicht, heißt es. Der 50-jährige CDU-Politiker war am Neujahrstag beim Skifahren in der Steiermark mit einer Skifahrerin zusammengestoßen. Die 41-Jährige starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

BERLIN: Vor dem Treffen der Koalitionsspitzen am kommenden Montag streiten die Parteien über die weiteren Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer bekräftigte im 'Handelsblatt', für die Christsozialen seien Steuersenkungen unverzichtbar für das zweite Konjunkturpaket der Regierung. Unklar ist, ob die CDU den Forderungen ihrer Schwesterpartei nachgibt. Die Entscheidung darüber werde erst am Sonntag fallen, stellte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla klar. Der Koalitionspartner SPD lehnte Steuersenkungen erneut strikt ab. Statt dessen seien Entlastungen der Bürger bei den Gesundheitskosten vorstellbar, sagte Generalsekretär Hubertus Heil. So könne etwa ein Teil des Beitragssatzes durch Steuern gedeckt werden.

WIESBADEN: Die Zahl der Erwerbstätigen hat im vergangenen Jahr Rekordhöhe seit der Wiedervereinigung erreicht. Trotz Finanzkrise und Wirtschaftsflaute hatten 2008 im Jahresdurchschnitt mehr als 40 Millionen Menschen eine Stelle. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren das 582.000 oder 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch 2008 sei Der Anstieg vom konjunkturellen Aufschwung ausgelöst worden, der bis weit in die erste Jahreshälfte angehalten habe, so die Statistiker. Der folgende Konjunkturabschwung habe sich nicht wesentlich auf das Jahresergebnis ausgewirkt, da der Arbeitsmarkt mit Verzögerung reagiere. Der Zuwachs 2008 sei fast ausschließlich mit neuen sozialversicherungspflichtigen Jobs geschafft worden, hieß es weiter. Die Zahl der Selbstständigen habe lediglich leicht zugenommen.

ISLAMABAD: Im Nordwesten Pakistans sind beim zweiten mutmaßlichen US-Raketenangriff seit Jahresbeginn mindestens drei Menschen getötet worden. Nach Angaben pakistanischer Sicherheitskräfte schlugen zwei US-Raketen in mutmaßlichen Verstecken der radikalislamischen Taliban nahe der Ortschaft Ladha in der Provinz Süd-Waziristan ein. Erst am Donnerstag waren in derselben Provinz durch eine US-Rakete fünf Insassen eines Fahrzeuges getötet worden. Die USA bombardieren immer wieder Ziele im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan, das den Taliban-Rebellen als Rückzugsgebiet dient. Die Beziehungen zwischen Washington und Islamabad sind wegen der Angriffe gespannt.

SANTIAGO DE CUBA: Der kubanische Präsident Raul Castro geht davon aus, dass sich die Beziehungen seines Landes zu den USA weiter schwierig gestalten werden. Anlässlich der Feiern zum 50. Jahrestag der kubanischen Revolution sagte der Bruder des langjährigen Staatschefs Fidel Castro, Washington werde 'niemals aufhören, aggressiv und dominant zu sein'. Dennoch sei die Revolutionsbewegung in Kuba 'stärker denn je'. - Die USA führen seit Jahrzehnten einen ideologischen Feldzug gegen die kubanische Führung. Seit 46 Jahren gilt ein Wirtschaftsembargo gegen die Karibikinsel. Der künftige US-Präsident Barack Obama steht Handelserleichterungen jedoch offen gegenüber.

NEW YORK: Die 'Bank of America' ist die neue Nummer 1 der US-Banken. Mit der am Neujahrstag vollzogenen Übernahme der Investmentbank 'Merrill Lynch' kommt das Institut nun auf eine Bilanzsumme von rund 2,7 Billionen Dollar. Damit überholte die 'Bank of America' ihre Konkurrenten 'JP Morgan' und 'Citigroup'. Die einst ruhmreiche 'Merrill Lynch' war in den Strudel der Finanzkrise geraten. Sie hatte im September nach 94 Jahren ihre Eigenständigkeit aufgeben müssen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In den Mittelgebirgen etwas Schnee, sonst aufgeheitert, im Süden trocken. Die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich zwischen minus drei Grad in Oberbayern und plus zwei Grad am Rhein.

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