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Nachrichten

Freitag, 2. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

PARIS: Die Erderwärmung wird nach Ansicht einer internationalen Forschergruppe für die kommenden Jahrhunderte nicht mehr aufzuhalten sein. In seinem in Paris präsentierten Weltklimabericht stellt der UN-Klimarat fest, dass bis zum Jahr 2100 die Temperaturen zwischen 1,8 und vier Grad Celsius und der Meeresspiegel zwischen 18 und 59 Centimetern steigen wird. Die Folgen der Erderwärmung seien unter anderen zunehmende Unwetterkatastrophen, Dürre und abschmelzende Gletscher. Der Bericht war von Wissenschaftlern aus mehr als 130 Staaten erarbeitet worden. Für dieses Jahr sind noch drei weitere Berichte vorgesehen, in denen auch mögliche Gegenmaßnahmen vorgeschlagen werden.

BERLIN: Vor der Abstimmung im Bundestag über die Gesundheitsreform hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt nochmals für das Reformwerk geworben. Im Parlament hob Schmidt hervor, dass künftig jeder in Deutschland gegen Krankheitsrisiken versichert sei. Dagegen kritisierte der gesundheitspolitische Sprecher der FDP, Daniel Bahr, dass die Reform sowohl für die Beitragszahler als auch für den Staat zu höheren finanziellen Belastungen führen werde. Nach den Plänen der Regierungskoalition soll die Reform am 1. April in Kraft treten.

HAMBURG: Mehrere tausend Mitarbeiter des Flugzeugherstellers Airbus demonstrieren bundesweit gegen befürchtete Stellenstreichungen und Produktionsverlagerungen. Den Auftakt bildete die Belegschaft im süddeutschen Laupheim. Weitere Kundgebungen sind an den norddeutschen Airbus-Standorten Bremen, Hamburg und Varel geplant. Die Gewerkschaften sehen durch das neue Sparprogramm bei Airbus mehrere tausend Stellen in den deutschen Werken in Gefahr. Der Konzern will nach den Problemen bei der Auslieferung des Super-Airbus A380 seine Kosten ab 2010 um zwei Milliarden Euro senken.

GAZA-STADT: Nach dreitägiger Waffenruhe sind die Kämpfe zwischen den rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah im Gazastreifen wieder voll entbrannt. Nachdem Fatah-Kämpfer die von der Hamas gegründete islamische Universität in Gaza-Stadt gestürmt und dort Waffen beschlagnahmt hatten, beschossen Hamas-Kämpfer ein Trainingslager der Präsidentengarde mit Mörsern. Es gab mindestens zwei Tote und zahlreiche Verletzte. Hamas-Kämpfer hatten die neue Gewalt am Donnerstag ausgelöst. Sie griffen einen von der Präsidentengarde eskortierten Konvoi mit Versorgungsgütern für die Fatah an.

BAGDAD: Die irakischen Behörden haben über die schiitische Pilgerstadt Nadschaf eine Ausgangssperre verhängt. Begründet wurde die Maßnahme mit befürchteten Angriffen von Extremisten, nachdem bei der Wochenend-Offensive irakischer Sicherheitskräfte und der US-Armee gegen eine schiitische Sekte mindestens 200 Menschen getötet worden waren. Am Donnerstagabend waren auf einem Markt in der Stadt Hilla bei zwei kurz hintereinander verübten Selbstmordanschlägen mindestens 73 Menschen getötet und mehr als 160 verletzt worden.

BELGRAD: Der UN-Vermittler für das Kosovo, Martti Ahtisaari, ist in der serbischen Hauptstadt eingetroffen, um dort seinen Plan für die Zukunft der noch unter UN-Verwaltung stehenden Provinz zu präsentieren. Er kam mit Präsident Boris Tadic zusammen, da Noch-Regierungschef Vojislav Kostunica ein Treffen abgelehnt hatte. Kostunica, der gegen eine Unabhängigkeit des Kosovo ist, begründete die Absage damit, nach der Parlamentswahl sei er nur noch übergangsweise im Amt. Ahtisaari will noch heute seinen Plan auch der Führung der Kosovo-Albaner in Pristina vorstellen.

KHARTUM: Der chinesische Präsident Hu Jintao ist zu einem zweitägigen Besuch im Sudan eingetroffen. Er wurde am Flughafen von Präsident Omar el-Beschir mit militärischen Ehren empfangen. Hu will sich -wie aus seinem Umfeld verlautete- bei seinen Gesprächen auch für eine Friedenslösung in der südlichen Provinz Darfur einsetzen. China ist einer der wichtigsten Handelspartner des Sudan und größten Abnehmer sudanesischen Öls.

MANILA: Auf der südphilippinischen Insel Mindanao haben mutmaßliche Moslemrebellen mit Granaten und Raketen ein Gefängnis gestürmt und knapp 50 Insassen zur Flucht verholfen. Zwei Wächter seien verletzt worden, teilten die philippinischen Behörden weiter mit. - Auf Mindanao sind mehrere islamistische Separatistengruppen aktiv.

JAKARTA: Nach tagelangen Monsunregenfällen stehen viele Bezirke der indonesischen Hauptstadt meterhoch unter Wasser. Im Zentrum sind die wichtigsten Verkehrsachsen unpassierbar. Auch das Botschafts- und Geschäftsviertel ist von der Außenwelt abgeschnitten. Tausende Häuser sind überflutet. Betroffen von den Überschwemmungen sind auch mehrere umliegende Städte. Meteorologen rechnen damit, dass es noch rund zwei Wochen weiter regnen wird.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach bewölkt oder neblig-trüb und örtlich etwas Regen. Tagestemperaturen zwischen vier und elf Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 7°, Sprühregen

Berlin: 6°, Sprühregen

Dresden: 5°, Sprühregen

Köln/Bonn: 8°, Sprühregen

Frankfurt am Main: 6°, bedeckt

München: 1°, Sprühregen

Audio und Video zum Thema