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Nachrichten

Freitag, 2. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat den chinesischen Staatschef Hu Jintao zur Zusammenarbeit im Atomstreit mit dem Iran aufgerufen. Wie das Weiße Haus mitteilte, sprachen beide Politiker bei einem einstündigen Telefonat zudem über die Bedeutung "positiver bilateraler Beziehungen". Zuvor hatte die Regierung in Peking die Absicht Hus mitgeteilt, an einem Gipfeltreffen zur atomaren Sicherheit am 12. und 13. April in Washington teilzunehmen. Nach Angaben des Pekinger Außenministeriums zeigte sich Hu in dem Telefonat bereit, der weiteren atomaren Aufrüstung entgegenzutreten. Die USA versuchen, die Volksrepublik zu einer härteren Linie gegenüber dem Iran zu bewegen, der verdächtigt wird, insgeheim an Atomwaffen zu bauen.

PEKING: Fünf Tage nach dem schweren Grubenunglück in Nordchina gibt es offenbar Lebenszeichen von einigen der 153 vermissten Bergleute. Rettungstrupps hätten das Klopfen von eingeschlossenen Arbeitern gehört, berichtet das staatliche Fernsehen. Wie viele Kumpel in der überfluteten Zeche Wangjialing in der Provinz Shanxi überlebt haben, ist unklar. Die Bergungsarbeiten kommen kaum voran, weil das Wasser nur langsam abgepumpt werden kann. - Seit dem Unglück vom Sonntag sind bei drei weiteren Unfällen in chinesischen Kohlegruben 28 Bergleute ums Leben gekommen. 29 weitere Kumpel wurden vermisst.

WASHINGTON: Der deutsche Autokonzern Daimler hat sich in einem Bestechungsverfahren in den USA mit den Behörden auf die Zahlung von 185 Millionen Dollar geeinigt. Wie das Stuttgarter Unternehmen mitteilte, stellt das US-Justizministerium im Gegenzug das Korruptionsverfahren ein, und auch die Börsenaufsicht SEC beendet ihre Ermittlungen. Daimler hatte gestanden, über ein Jahrzehnt hinweg Regierungsvertreter in China, Russland, Ägypten, Griechenland und mindestens 18 weiteren Staaten bestochen zu haben. Dabei ging es um Beträge in zweistelliger Millionenhöhe.

GAZA-STADT: Nach fortdauerndem Raketenbeschuss durch palästinensische Extremisten hat Israel mit einer Reihe von Luftangriffen im Gazastreifen reagiert. Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum Freitag Ziele in Gaza-Stadt und im Süden des Palästinensergebiets an, das von der radikal-islamischen Hamas beherrscht wird. Nach Angaben von Ärzten wurden drei Kinder durch herumfliegende Trümmer leicht verletzt. -- Zuvor hatten militante Palästinenser wiederholt Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuert. Nach der Ankündigung der israelischen Regierung, weitere Siedlungsbauprojekte im arabischen Ostteil Jerusalems voranzutreiben, hatten militante Palästinenser wieder verstärkt Raketenangriffe aus dem Gazastreifen folgen lassen.

KHARTUM: Die bevorstehenden Wahlen im Sudan werden weitgehend ohne Beteiligung der Opposition stattfinden. Nachdem der aussichtsreichste Gegenkandidat von Staatschef Omar el Baschir, Jassir Arman, seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl zurückgezogen hatte, kündigten auch andere Oppositionelle ihren Boykott an. Zur Begründung hieß es, Baschirs Nationale Kongresspartei (NCP) habe bereits Vorkehrungen für Wahlfälschungen getroffen. Vorausgegangen waren gemeinsamen Beratungen der nationalistischen Partei Umma, der Kommunisten sowie der Demokratischen Einheitspartei. Die Abstimmung vom 11. bis 13. April ist die erste Mehrparteienwahl im Sudan seit 24 Jahren.

KABUL: Entwicklungsminister Dirk Niebel hat seine Afghanistan-Reise im Norden des Landes fortgesetzt. In Faisabad besichtigte der FDP-Politiker mehrere Entwicklungsprojekte, die mit deutscher Hilfe aufgebaut wurden. Die Bundesregierung hatte im Januar ihre Unterstützung für Afghanistan erheblich aufgestockt. Bis 2013 sollen pro Jahr 430 Millionen Euro vor allem in die Bereiche Infrastruktur, Strom- und Wasserversorgung sowie in Bildungsprojekte investiert werden.

FREIBURG: Im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, Fehler eingeräumt. Die Kirche habe den Missbrauchsopfern in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig geholfen, sagte der Freiburger Erzbischof in einer am Karfreitag verbreiteten Erklärung seiner Diözese. Zukünftig wolle man den Betroffenen mehr Gehör schenken, unter anderem mit Hilfe einer bundesweit geschalteten Telefon-Hotline.

BAIKONUR: Vom russischen Weltraumbahnhof in Kasachstan sind eine NASA-Astronautin und zwei russische Kosmonauten zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Mit ihrem Sojus-Raumschiff sollen sie am Sonntag an der ISS andocken, und die dortige Besatzung verstärken. Während des mehrmonatigen Aufenthalts stehen zahlreiche wissenschaftliche Experimente auf dem Programm sowie die Reparatur des Wasser-Aufbereitungssystems der ISS. -- Wegen der tödlichen Anschläge auf die Moskauer U-Bahn am Montag galten beim Start in Baikonur erhöhte Sicherheitsbestimmungen. Bewaffnete Spezialkräfte des russischen Innenministeriums patrouillierten im Bereich der Startrampe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst weitgehend freundlich, später im Tagesverlauf zunehmend bewölkt mit Schauern. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen sieben und 14 Grad.

Am Morgen meldeten

Hamburg: 5 Grad, wolkig
Berlin und Köln/Bonn: 4 Grad, leicht bewölkt
Dresden: 5 Grad, wolkenlos
Frankfurt am Main: 3 Grad, wolkig
München: 2 Grad, leicht bewölkt

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