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Nachrichten

Freitag, 19. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LISSABON: Die Staats- und Regierungschefs der 28 NATO-Staaten beraten an diesem Freitag in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon über den Afghanistan-Einsatz und eine neue Strategie für das Militärbündnis. Bei dem zweitägigen Gipfel soll das Startsignal gegeben werden für die 2011 beginnende Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanische Armee und Polizei. Mit seiner neuen Strategie will sich das Bündnis auf neue globale Bedrohungen wie Terrorismus, Hackerangriffe auf Datennetze ganzer Staaten oder die Gefährdung wichtiger Handelsrouten einstellen. Beschlossen werden soll auf dem Treffen außerdem, den von den USA geplanten Raketenabwehrschild in Europa zum Projekt der NATO zu machen. Dabei soll auch Russland eine Zusammenarbeit angeboten werden.

BERLIN: Nach der jüngsten Terrorwarnung der Bundesregierung verstärkt sich wieder die Debatte über mögliche Gesetzesverschärfungen. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger lehnte Forderungen aus Regierungs- wie auch aus Oppositionsparteien nach neuen Sicherheitsgesetzen ab. Zudem sprach sie sich dagegen aus, die vom Bundesverfassungsgericht verworfene Vorratsdatenspeicherung wieder aufleben zu lassen. Terrorismus-Bekämpfung brauche vor allem qualifiziertes Personal und moderne Ausstattung, Datenberge alleine würden nicht weiterhelfen, so die FDP-Politikerin. Dagegen verlangten der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Friedrich, und der Hamburger Innensenator Vahldieck (CDU) eine neue Regelung zur Vorratsdatenspeicherung.

BERLIN: Papst Benedikt XVI. kommt im nächsten Jahr nach Deutschland. Das gaben das Bundespräsidialamt wie auch die katholische Deutsche Bischofskonferenz bekannt. Danach wird Benedikt in der zweiten Septemberhälfte zunächst Berlin und dann die Diözesen Erfurt und Freiburg besuchen. Es ist der erste offizielle Staatsbesuch des katholischen Kirchenoberhaupts in seiner Heimat. Seine beiden bisherigen Deutschland-Reisen - 2005 nach Köln zum Weltjugendtag und 2006 nach Bayern - hatte Benedikt als pastoral beziehungsweise privat deklariert.

PORT-AU-PRINCE: Die Proteste gegen die UN-Mission in Haiti haben auf die Hauptstadt übergegriffen. Hunderte Demonstranten bewarfen in Port-au-Prince Blauhelm-Soldaten mit Steinen. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Menge ein. Die Demonstranten beschuldigen nepalesische UN-Soldaten, die Cholera eingeschleppt zu haben. Die UN-Mission Minustah, die seit 2004 in Haiti stationiert ist, bestreitet dies. In der zweitgrößten Stadt Cap-Haitien kommt es seit zwei Tagen zu Ausschreitungen, die sich gegen die UN richten. Dabei wurden mindestens zwei Menschen getötet. An der Cholera sind in Haiti bereits mehr als 1.100 Menschen gestorben. Über 18.000 Menschen sind daran erkrankt.

WELLINGTON: Die Explosion in einer Kohlegrube in Neuseeland haben mindestens zwei Bergleute überlebt. Die beiden Männer hätten sich selbst aus der Mine gerettet, teilte die Betreiberfirma mit. Zu den übrigen der bis zu 30 Vermissten gebe es aber keinen Kontakt. Die Explosion ereignete sich in der Pike-River-Mine nördlich von Greymouth an der Westküste der neuseeländischen Südinsel.

LEVERKUSEN: Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer will bis Ende 2012 weltweit rund 4500 Arbeitsplätze streichen, davon etwa 1700 in Deutschland. Wie das Unternehmen in Leverkusen mitteilte, sollen im Gegenzug etwa 2500 neue Stellen geschaffen werden, die meisten von ihnen in Schwellenländern. Betriebsbedingte Kündigungen seien in den kommenden zwei Jahren aber ausgeschlossen. Weltweit beschäftigt Bayer knapp 109.000 Mitarbeiter. Durch den Stellenabbau will der deutsche Traditionskonzern von 2013 an etwa 800 Millionen Euro pro Jahr einsparen.

ZÜRICH: Der Weltfußballverband FIFA greift nach Korruptionsermittlungen durch. Die Ethikkommission suspendierte zwei Mitglieder des Exekutivkomitees, das über die nächsten Austragungsorte der Weltmeisterschaft entscheiden wird. Die beiden sollen vor verdeckt arbeitenden britischen Journalisten bereit gewesen sein, ihre Stimme zu verkaufen. Sie bezeichneten sich als unschuldig.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Oftmals viele Wolken, örtlich Regen. Im Südwesten und im oberen Bergland auch heitere Abschnitte. Höchstwerte zwischen fünf und elf Grad.

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