1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 19. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Das so genannte Nahost-Quartett hat Israel erneut aufgerufen, seine international umstrittenen Siedlungspläne in den Palästinenser-Gebieten zu stoppen. Nach März 2001 errichtete Außenposten müssten wieder geräumt und der Abriss von palästinensischen Häusern im besetzten Ost-Jerusalem gestoppt werden, hieß es nach Beratungen in Moskau. Zudem forderte die Vierer-Gruppe aus Vereinten Nationen, Europäischer Union, USA und Russland beide Seiten auf, so schnell wie möglich wieder vorbereitende Gespräche für eine Friedenslösung aufzunehmen. Alle Staaten der Konfliktregion sollten diesen Dialog unterstützen, sagte UN-Generalsekretär Ban.

BERLIN: Der Bundestag hat die abschließende Debatte über den Haushalt für 2010 aufgenommen. Nach viertägigen Beratungen wollen die Parlamentarier an diesem Freitag über den Etat der schwarz-gelben Koalition entscheiden. Er hat ein Volumen von rund 320 Milliarden Euro und sieht für dieses Jahr neue Schulden im Umfang von gut 80 Milliarden Euro vor. Das ist die mit Abstand höchste Neuverschuldung in der bundesdeutschen Geschichte. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bekräftigte im Deutschlandfunk die Absicht, ab dem kommenden Jahr die Neuverschuldung wieder herunterzufahren.

BERLIN: Die Opposition hat die Kritik an Verteidigungsminister zu Guttenberg im Zusammenhang mit der Kundus-Affäre verstärkt. Die Aussagen des früheren Generalinspekteurs Schneiderhan und des ehemaligen Staatssekretärs Wichert im Kundus-Untersuchungsausschuss zeigten, dass Guttenberg nur Sündenböcke gesucht habe, sagte SPD-Obmann Arnold. Der Minister hatte Schneiderhan und Wichert mit der Begründung entlassen, sie hätten ihm wichtige Akten vorenthalten. Dies sei eine Fehlbewertung gewesen, kritisierte der SPD-Obmann. Unterdessen hat die Bundesanwaltschaft Ermittlungen gegen den Bundeswehroberst eingeleitet, der den umstrittenenen Luftangriff mit bis zu 142 Toten Anfang September in Afghanistan befohlen hatte. LONDON: Der ehemalige Sondergesandte der Vereinten Nationen für Afghanistan, Eide, hat Pakistan vorgeworfen, durch die Festnahme führender Taliban-Kämpfer Friedensgespräche mit den Aufständischen blockiert zu haben. In einem Interview mit dem britischen Rundfunk gab der norwegische Diplomat an, noch im vergangenen Frühling mit Vertretern der radikal-islamischen Miliz in Afghanistan verhandelt zu haben. Dieser Prozess, so Eide, sei jedoch abrupt unterbrochen worden, nachdem die pakistanischen Behörden einen ranghohen Militärführer und weitere Aufständische festgenommen hätten.

WASHINGTON/ PARIS: Im Streit mit den Europäern um den Milliardenauftrag für US-Tankflugzeuge hat die US-Regierung eine Fristverlängerung für neue Angebote in Aussicht gestellt. Das Pentagon sei vom Airbus-Mutterkonzern EADS darüber informiert worden, dass man nicht ausschließe, wieder in das Bieterverfahren einzusteigen, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Ein solcher Schritt sei ohnehin "nicht unüblich". EADS-Chef Gallois hatte in New York eine neue Bewerbung nicht ausgeschlossen, aber die bisherige Frist Mitte Mai als Hindernis genannt. Mit ihrem Partner Northrop Grumman hatten sich die Europäer zunächst aus der Ausschreibung der US-Luftwaffe zurückgezogen, da diese einseitig auf den US-Rivalen Boeing zugeschnitten sei.

WASHINGTON: Nach einem Jahr unversöhnlicher Debatten um die Gesundheitsreform hat die Partei von US-Präsident Obama ihren überarbeiteten Gesetzentwurf offiziell präsentiert und für die Öffentlichkeit ins Internet gestellt. Damit dürfte es am kommenden Sonntag zur Abstimmung im Repräsentantenhaus kommen. Obama verschob deswegen seine Reise nach Indonesien und Australien zum zweiten Mal. Sein Sprecher teilte mit, der Präsident sei "entschlossen, den Kampf bis zum Schluss auszufechten".

LEIPZIG: Der Schriftsteller Georg Klein hat den mit 15.000 Euro dotierten Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Klein wurde in der Kategorie Belletristik für sein Buch "Roman unserer Kindheit" geehrt. Ebenfalls für ihre Arbeit ausgezeichnet wurden der Sachbuch-Autor Ullrich Raulff und der Übersetzer Ulrich Blumenbach. Am zweiten Tag der Leipziger Buchmesse wird unter anderem Martin Walser seine autobiografischen Erinnerungen vorstellen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden sonnige Abschnitte und trocken. Sonst teils dichte Wolken mit Schauern. Höchstwerte zwischen zehn und 18 Grad. Am Morgen meldeten: Hamburg, Köln/Bonn und München: 11 Grad, bedeckt; Berlin: 10 Grad, wolkig sowie Dresden und Frankfurt am Main: 12 Grad, wolkig.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema