1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 19. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Chameini, hat bei seinem -mit Spannung erwarteten- ersten öffentlichen Auftritt seit Beginn des Massenprotests zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen. In seinem Freitagsgebet vor Zehntausenden Menschen an der Teheraner Universität rief er dazu auf, sich durch "politische Begeisterung" nicht vom "Weg Gottes" abbringen zu lassen. Die Wahlen bezeichnete er aufgrund der hohen Beteiligung als ein "politisches Erdbeben" und sprach von einer "religiösen Demokratie" im Iran. - Nach der Abstimmung vor einer Woche hatte Chamenei den von Regierungsseite verkündeten Sieg von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad begrüßt. Oppositionskandidat Mir Hussein Mussawi fordert eine neue Wahl. Für Samstag hat Mussawi zu weiteren Kundgebungen aufgerufen. Dann will sich der Wächterrat, eine Art Verfassungsgericht, mit den Einsprüchen gegen die Wahl befassen.

BRÜSSEL: Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich einstimmig für eine zweite Amtszeit von Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso ausgesprochen. Dies teilte der tschechische Ministerpräsident und EU-Ratsvorsitzende Jan Fischer am Rande des EU-Gipfels in Brüssel mit. Barroso solle nun so schnell wie möglich im Europa-Parlament bestätigt werden, sagte Fischer. Dort ist aber eine Mehrheit für den 53-jährigen Portugiesen bislang nicht sicher. - Außerdem einigte sich der Gipfel grundsätzlich auf eine Reform der Finanzaufsicht in der EU. Ein Rat für Systemrisiken soll das gesamte Finanzsystem überwachen, um Bankenkrisen künftig zu verhindern.

BERLIN: Der Bundestag hat das so genannte Bürgerentlastungsgesetz gebilligt. Es sieht im Kern vor, dass Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung in größerem Umfang als bisher steuerlich absetzbar sind. Arbeitnehmer werden damit von 2010 an um knapp zehn Milliarden Euro pro Jahr entlastet. Teil der Gesetzespläne sind auch befristete Erleichterungen für Unternehmen im Umfang von drei Milliarden Euro als Reaktion auf die Wirtschafts- und Finanzkrise. Eine Zustimmung des Bundesrates gilt als sicher.

WIESBADEN: Die Erzeugerpreise sind im Mai so stark gesunken wie seit 22 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, ging der Index im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,6 Prozent zurück. Hauptgründe für den Rückgang waren sinkende Preise für Energie, Metalle und Futtermittel. Bei den erfassten Produkten handelt es sich um Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Sinkende Erzeugerpreise sind ein Frühindikator für fallende Verbraucherpreise.

STUTTGART: Der hoch verschuldete Sportwagen-Hersteller Porsche hat in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres 2008/2009 ohne seine VW-Beteiligung einen Rückgang bei Umsatz, Absatz und operativem Ergebnis verzeichnet. Wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte, sank der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode von August bis April um 15 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Der Absatz sei um 27,6 Prozent geschrumpft.

MÜNCHEN: Bayern will die insolvente Arcandor-Tochter Quelle mit einer Bürgschaft über 21 Millionen Euro vorerst über Wasser halten. Der Freistaat werde sich an einer von Bund und Ländern geplanten Bürgschaft über 50 Millionen Euro beteiligen, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nach einer Krisensitzung des Kabinetts sowie nach Rücksprache mit Insolvenzverwaltung, Banken und Bundeswirtschaftsministerium. Somit könnte umgehend auch der neue Quelle-Katalog gedruckt werden, ohne den das Versandhaus am Ende wäre.

WASHINGTON: Die US-Streitkräfte haben nach Angaben aus Regierungskreisen die Beobachtung eines nordkoreanischen Schiffes aufgenommen, das möglicherweise Rüstungsgüter an Bord hat. Die "Kang Nam" sei vor der Küste Chinas unterwegs, hieß es. Die wegen des Atomwaffentests Nordkoreas von Ende Mai vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen verschärften Sanktionen erlauben auch die Kontrolle von Schiffen des kommunistischen Landes, um verbotene Waffentransporte zu verhindern.

RANGUN: Die Anhänger der birmanischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi haben rund um die Welt Mahnwachen zu ihrem 64. Geburtstag veranstaltet. In Rangun überreichten sie in einer symbolischen Geste buddhistischen Mönchen Opfergaben. Vor dem Sitz von Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie ließen sie Ballons aufsteigen. - Suu Kyi befindet sich weiter unter Hausarrest. Derzeit wird ihr von der birmanischen Miltitärregierung erneut der Prozess gemacht, weil sie vor einigen Wochen während des Hausarrestes Besuch von einem US-Bürger erhielt, der durch einen See zu ihrer Unterkunft geschwommen war. Suu Kyi muss nun mit einer mehrjährigen Gefängnisstrafe wegen Verstößen gegen ihren Hausarrest rechnen. - Die US-Regierung forderte die Militärregierung auf, ihre "ungerechtfertigten und unhaltbaren" Vorwürfe gegen die Friedensnobelpreisträgerin fallen zu lassen. Die USA freuten sich auf den Tag, an dem Suu Kyi ihren Geburtstag in Freiheit feiern könne, so ein Sprecher.

WASHINGTON: Der des Milliarden-Betrugs verdächtige texanische Geschäftsmann Allen Stanford hat sich nach Medienberichten der US-Bundespolizei FBI gestellt. Die US-Börsenaufsicht SEC beschuldigt Stanford, mit einem so genannten Schneeballsystem weltweit Anleger um acht Milliarden Dollar geprellt zu haben. Stanford hat alle Beschuldigungen zurückgewiesen.

FUSSBALL: Beim Confederations Cup in Südafrika hat Weltmeister Italien sein Gruppenspiel gegen Afrikameister Ägypten mit 0:1 verloren. Brasilien besiegte die USA mit 3:0. - Bei der U-21-Europameisterschaft in Schweden gewannen die deutschen Fußball-Junioren gegen Finnland mit 2:0 und haben damit gute Chancen, in das Halbfinale einzuziehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden zeitweise Regen, im Norden Schauer. Vor allem im Westen freundlicher. Allgemein kühler bei maximal 15 bis 21 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg und Köln/Bonn: 15 Grad, stark bewölkt;

Berlin: 15 Grad, Regen;

Dresden: 20 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main: 17 Grad, stark bewölkt und

München: 17 Grad, Regen.

Audio und Video zum Thema