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Nachrichten

Freitag, 19. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: China hat das Treffen des US-Präsidenten Obama mit dem Dalai Lama als Einmischung in die inneren Angelegenheiten scharf verurteilt. Das Außenministerium in Peking bestellte den amerikanischen Botschafter ein und erklärte, der Empfang im Weißen Haus habe die Normen der internationalen Beziehungen "grob verletzt". Die USA müssten "aufhören, antichinesische separatistische Kräfte zu dulden und zu unterstützen". Die chinesische Botschaft in Washington äußerte sich - so wörtlich - "nachhaltig verstimmt". Obama hatte dem religiösen Oberhaupt Unterstützung bei der Wahrung von Kultur und Menschenrechten in Tibet zugesagt. Der Dalai Lama warf Peking nach dem Treffen eine "kindische" Tibet-Politik vor.

NIAMEY: Im westafrikanischen Niger haben die Putschisten die Aussetzung der Verfassung und die Auflösung von Regierung und staatlichen Institutionen verfügt. Chef der Militärjunta sei Geschwaderkommandeur Djibo, wurde im Staatsfunk verkündet. Meuternde Soldaten hatten am Donnerstag den Amtssitz von Präsident Tandja in der Hauptstadt Niamey gestürmt. Nach jüngsten Berichten wurde Tandja zusammen mit einigen seiner Minister vermutlich in eine nahe gelegene Kaserne verschleppt. Laut französischen Diplomaten war auch die Präsidentengarde an dem Staatsstreich beteiligt.

WIEN: Die Internationale Atomenergiebehörde hat erstmals öffentlich von der Möglichkeit gesprochen, dass im Iran derzeit ein atomarer Sprengkopf gebaut werden könnte. In einem neuen Bericht äußert die Behörde Zweifel an der Einschätzung der US-Geheimdienste, Teheran habe 2003 die Entwicklung von Atomwaffen gestoppt. Vielmehr scheine das Land unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms die Entwicklung von Nuklearwaffen wieder voranzutreiben. Die UN-Behörde bestätigte zugleich, dass der Iran wie angekündigt eine erste Menge Uran auf 20 Prozent angereichert hat. Eine Anreicherung auf 20 Prozent und mehr gilt ebenfalls als Hinweis darauf, dass der Iran an einer Atombombe arbeiten könnte.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben für Haiti den größten Spendenaufruf ihrer Geschichte gestartet. UN-Generalsekretär Ban und sein Haiti-Sonderbeauftragter, Ex-US-Präsident Clinton, forderten die Mitgliedsländer auf, in diesem Jahr umgerechnet 1,05 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Diese Summe sei nötig, weil drei Millionen Menschen - fast ein Drittel aller Haitianer - von der Erdbebenkatastrophe betroffen seien. Etwa 1,2 Millionen Menschen müssten noch über Monate mit Essen und Unterkünften versorgt werden. Deutschland stockte seine finanzielle Hilfe für den Karibikstaat um weitere zwei auf 17 Millionen Euro auf.

WASHINGTON/ FRANKFURT AM MAIN: Die US-Notenbank Federal Reserve hat zum ersten Mal seit Ausbruch der Finanzkrise vor über einem Jahr an der Zinsschraube gedreht. Sie erhöhte den Diskontsatz um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent. Es ist der Zinssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken Geld bei der Zentralbank leihen können. Zur Begründung verwies die Fed auf eine fortschreitende Erholung, wies zugleich aber Spekulationen über eine baldige Erhöhung des wichtigeren Leitzinses zurück. Der Zeitpunkt der Anhebung des Diskontsatzes überraschte die Finanzmärkte. Der Euro rutschte zeitweise auf den tiefsten Stand seit neun Monaten.

BERLIN: Die Schauspielerin Hanna Schygulla hat bei der 60. Berlinale einen Preis für ihr Lebenswerk bekommen, den "Goldenen Ehrenbären". Die Laudatio hielt Erfolgsregisseur Fatih Akin, mit dem sie 2007 den Film "Auf der anderen Seite" gedreht hatte. Berühmt wurde die 66-Jährige mit Filmen wie "Die Ehe der Maria Braun" und "Lili Marleen" unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder.

ZUM SPORT: Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver hat Maria Riesch die Gold-Medaille in der alpinen Kombination gewonnen. Bei Abfahrt und Slalom verwies die deutsche Skirennläuferin ihre Konkurrentinnen aus den USA und Schweden, Julia Mancuso und Anja Pärson, auf die Plätze zwei und drei. Die deutschen Biathletinnen verpassten im Einzelrennen über 15 Kilometer eine Medaille, ebenso wie die Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma über die 1000-Meter-Strecke.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils bewölkt, teils trüb, von Südwesten zeitweise etwas Regen. Auflockerungen nur im Nordwesten und östlich der Elbe. Höchstwerte zwischen zwei und sieben Grad.

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