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Nachrichten

Freitag, 18. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BISCHKEK: Die Zahl der Toten bei den Unruhen im Süden Kirgisistans könnte nach Einschätzung der Übergangsregierung zehnmal höher sein als bislang angenommen. Es habe viele Opfer auf dem Land gegeben, die nach Landessitte rasch begraben worden seien, sagte Präsidentin Otunbajewa der russischen Tageszeitung "Kommersant". Sie würde daher die offizielle Zahl von mindestens 191 Toten mal zehn nehmen. Fast 2000 Menschen wurden bei den Kämpfen zwischen Kirgisen und Angehörigen der usbekischen Minderheit verletzt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mindestens 400.000 Menschen auf der Flucht.

MOSKAU: Der russische Präsident Medwedew hat die zusätzlichen Sanktionen von EU und USA gegen den Iran kritisiert. Er sorge sich, dass die neuen Beschlüsse eher die Bevölkerung träfen als die Regierung in Teheran, sagte Medwedew in einem Interview des "Wall Street Journal" . Die zusätzlichen Maßnahmen der EU hatten die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen in Brüssel beschlossen. So verboten sie unter anderem neue Investitionen in die Gas- und Ölindustrie des Landes. Guthaben der Revolutionären Garden in Europa werden eingefroren, ihre Mitglieder erhalten keine Visa mehr.

NEU DELHI: Das indische Militär hat erfolgreich eine atomwaffenfähige Kurzstreckenrakete getestet. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur PTI wurde die Boden-Boden-Rakete vom Typ "Prithvi-II" von einem Testgelände im östlichen Bundesstaat Orissa abgefeuert. Sie hat eine Reichweite von 350 Kilometern und kann konventionelle sowie atomare Sprengköpfe tragen. - Erst im vergangenen Monat hatte die Armee des konkurrierenden Nachbarstaates Pakistan eine Mittel- und eine Kurzstreckenrakete getestet, die mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden können.

DEN HAAG: In den Niederlanden wird es keine Rechts-Koalition unter Beteiligung des Islam-Gegners Wilders geben. Wahlsieger Rutte von den Rechtsliberalen und Wilders erklärten die Sondierungen für gescheitert. Grund sei die Weigerung der Christdemokraten gewesen, sich mit ihnen an einen Tisch zu setzen. - Die Christdemokraten des bisherigen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende waren die großen Verlierer der Parlamentswahl vom 9. Juni und landeten noch hinter Wilders Rechtspopulisten, die zur drittstärksten politischen Kraft aufstiegen.

BERLIN: Die Wehrpflichtigen in Deutschland müssen ab dem 1. Juli nur noch ein halbes Jahr zur Bundeswehr. Auch der Zivildienst dauert künftig nur noch sechs statt neun Monate. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstagabend die umstrittene Reform. Die Opposition hatte sich zuvor in der Debatte einhellig gegen die Änderung gewandt. Sie warf der Regierung vor, angesichts der Diskussion über eine Abschaffung der Wehrpflicht sei die Verkürzung des Wehrdienstes eine "überstürzte Aktion".

WASHINGTON: In den USA ist erstmals seit 14 Jahren wieder ein Häftling durch ein Erschießungskommando hingerichtet worden. Der 49-jährige Mann starb im Staatsgefängnis von Draper im Bundesstaat Utah. Er hatte vor 25 Jahren bei einem Fluchtversuch in einem Gerichtsgebäude einen Anwalt erschossen. Utah ist einer der wenigen amerikanischen Bundesstaaten, in denen zum Tode Verurteilte zwischen der Giftspritze und der Exekution durch Erschießen wählen können.

BOGOTA: Bei einem schweren Bergwerksunglück in Kolumbien sind nach Einschätzung der Rettungskräfte etwa 70 Arbeiter ums Leben gekommen. Bisher wurden 16 Leichen aus der Kohlemine San Fernando südlich von Medellin geborgen. Vermutlich führte eine Methangas-Explosion zu dem Unglück. Die Detonation ereignete sich in einem langen Zugangstunnel, der in eine Tiefe von rund 150 Meter führt.

MOSKAU: Eine russische Sojus-Kapsel mit drei Raumfahrern an Bord hat planmäßig an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Die beiden amerikanischen Astronauten und ihr russischer Kollege an Bord sollen das Team der Raumstation für etwa fünf Monate verstärken und sich an zahlreichen wissenschaftlichen Experimenten beteiligen. Auch Außeneinsätze sind geplant.

ZUM FUSSBALL: Bei der Weltmeisterschaft in Südafrika hat Mexiko das Team aus Frankreich mit 2:0 geschlagen. Den Franzosen droht damit das Vorrunden-Aus. Weitere Ergebnisse vom Donnerstag: Griechenland - Nigeria 2:1 und Argentinien - Südkorea 4:1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Nordosten Wechsel von Sonne und Wolken. Nach Süden und Südosten hin dichtere Bewölkung und zeitweise Regen. Höchsttemperaturen 15 bis 24 Grad Celsius.

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