1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 18. Juli 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die Teilnahme ihres Landes an den Atom-Gesprächen zwischen der Europäischen Union und dem Iran als Zeichen der Einheit mit den Verbündeten bezeichnet. Die Entscheidung, ihren Staatssekretär William Burns zum Treffen des EU-Beauftragten Javier Solana mit dem iranischen Atomunterhändler Said Dschalili am Samstag nach Genf zu schicken, zeige, dass die USA mit ihren Verbündeten in dem Bestreben einig seien, den Konflikt mit Teheran auf diplomatischem Weg zu lösen, sagte Rice. Sie hoffe, dass diese Botschaft bei den Iranern ankomme. Burns ist der erste amerikanische Spitzendiplomat, der seit Beginn des Atomstreits an einem Treffen mit iranischen Unterhändlern teilnimmt.

BRÜSSEL: Der belgische Ministerpräsident Yves Leterme bleibt vorerst im Amt. König Albert II. lehnte das Rücktrittsgesuch des Christdemokraten ab. Außerdem setzte er ein Gremium aus drei Vermittlern ein, die einen Ausweg aus der politischen Krise finden sollen. Leterme hatte zu Wochenbeginn seinen Rücktritt eingereicht, nachdem Verhandlungen über eine grundlegende Staatsreform erneut gescheitert waren. Seine Fünf-Parteien-Koalition sollte den monatelangen Streit zwischen den niederländischsprachigen Flamen im Norden des Landes und den französischsprachigen Wallonen im Süden beenden. Bei dem Konflikt geht es um Forderungen der wirtschaftlich starken Region Flandern nach mehr Eigenständigkeit.

SUCHUMI: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier setzt in Abchasien seine Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts um die von Georgien abtrünnige Region fort. Er trifft in der Hauptstadt Suchumi mit dem international nicht anerkannten abchasischen Präsidenten Sergej Bagapsch zusammen, um ihm den von Deutschland ausgearbeiteten Drei-Stufen-Plan vorzustellen. Dieser sieht zunächst einen Gewaltverzicht vor sowie die Rückkehr von Flüchtlingen und Gespräche über den künftigen Status Abchasiens. Anschließend fliegt Steinmeier weiter nach Moskau. Er will dort mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow und Staatspräsident Dmitri Medwedew über den Konflikt beraten. Russland unterstützt die Unabhängigkeitsbestrebungen Abchasiens und der ebenfalls abtrünnigen Region Südossetien. Am Donnerstag hatte Steinmeier seinen Friedensplan bereits in Georgien erläutert. Die dortige Führung hatte darauf zurückhaltend reagiert.

SYDNEY: Papst Benedikt XVI. hat an seinem zweiten offiziellen Besuchstag in Australien die Weltreligionen aufgerufen, mit einer Stimme gegen Gewalt zu predigen. In einer Welt, die von vielen Formen der Gewalt bedroht sei, müssten die Gläubigen als Friedensstifter auftreten, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einem Treffen mit Muslimen, Juden, Hindus und Buddhisten. Das setze gegenseitigen Respekt und Toleranz unter den Religionen voraus. Mit Nachdruck würdigte Benedikt die große Tradition der Religionsfreiheit in Australien. Bei einer Kreuzweg-Inszenierung in Sydney - einem der Höhepunkte des Weltjugendtags - sprach der Papst das Eröffnungsgebet.

JOHANNESBURG: Der frühere südafrikanische Präsident Nelson Mandela feiert an diesem Freitag seinen 90. Geburtstag. Nachdem es in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Großveranstaltungen gegeben hat, begeht der Friedensnobelpreisträger den Tag im kleinen Kreis mit Familie und Freunden in seinem Heimatdorf Qunu in der Ostkap-Provinz. Bundespräsident Horst Köhler würdigte Mandela als Mann der Versöhnung, der Hoffnung in die Welt getragen habe.

NÜRNBERG: Gut zwei Monate vor der Landtagswahl in Bayern läutet die CSU mit ihrem Parteitag die heiße Phase des Wahlkampfes ein. Im Mittelpunkt der bis Samstag dauernden Veranstaltung steht die Verabschiedung des Wahlprogramms. Mit Spannung wird am Eröffnungstag die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Merkel hat wiederholt die Forderung der Schwesterpartei nach Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale abgelehnt. Die CSU will die steuerliche Förderung der Fahrtkosten wieder vom ersten Kilometer an. - Umfragen zufolge muss die CSU bei der Landtagswahl am 28. September mit deutlichen Verlusten rechnen. 2003 hatte die Partei knapp 61 Prozent der Stimmen erhalten.

BOCHUM: Vor dem Bochumer Landgericht hat der erste Prozess gegen mutmaßliche Steuerbetrüger in der so genannten Liechtensteinaffäre begonnen. Angeklagt ist ein Immobilienhändler aus Hessen. Ihm wird vorgeworfen, zwischen 2001 und 2006 rund 7,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Der Angeklagte soll Teile seines Vermögens in Liechtenstein in Stiftungen angelegt und so dem Zugriff der deutschen Finanzämter entzogen haben. Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt in rund 700 Fällen. - Der prominenteste Verdächtige ist der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, der nach Bekanntwerden der Vorwürfe zurücktrat.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti haben sich die Abgeordneten des Parlaments mehrheitlich für Michèle Pierre-Louis als neue Ministerpräsidentin ausgesprochen. Laut Verfassung muss auch die zweite Kammer, der Senat, der von Staatschef René Préval vorgeschlagenen Kandidatin zustimmen, bevor die 61-Jährige ihr Amt antreten kann. Der Senat will voraussichtlich in der kommenden Woche über Pierre-Louis entscheiden. Damit zeichnet sich nach drei Monaten ein Ausweg aus der Regierungskrise in Haiti ab. Zuvor hatten die Abgeordneten bereits zwei Kandidaten Prévals für das Amt des Ministerpräsidenten abgelehnt. - Die Neubesetzung des Amtes wurde notwendig, nachdem im April der damalige Regierungschef Jacques-Edouard Alexis in Folge von Hungerunruhen abgesetzt worden war.

SYDNEY: Die australische Fluggesellschaft Qantas will wegen der steigenden Ölpreise und der schwierigen Konjunkturlage 1.500 Stellen in der ganzen Welt streichen. Qantas-Chef Geoff Dixon sagte in Sydney, der Stellenabbau werde sich vor allem auf die "nicht-operationellen" Teile des Unternehmens konzentrieren. Die Fluggesellschaft habe ihre Wachstumsprognose für 2008 und 2009 von acht auf null Prozent nach unten korrigiert. Qantas wolle durch den Sparkurs seine Stellung im Wettbewerb behaupten und damit die Mehrzahl seiner insgesamt 36.000 Arbeitplätze bewahren, so Dixon.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von der Nordsee bis in die Mittelgebirge kompakte Wolkenfelder und häufig Regen. Im Süden ein Mix aus Sonne und Wolken und vor allem in Bayern Schauer.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 14°, dunstig;

Berlin: 15°, bedeckt;

Dresden: 15°, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 13°, Nieselregen;

Frankfurt am Main: 15°, nach Regen und

München: 16°, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema