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Nachrichten

Freitag, 18. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KOPENHAGEN: Am letzten Tag des UN-Klimagipfels ruhen die Hoffnungen auf dem geplanten Vier-Augen-Gespräch zwischen US-Präsident Barack Obama und Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao. Obama traf am Morgen in der dänischen Hauptstadt ein. Beiden Staaten kommt eine Schlüsselrolle zu, da sie gemeinsam fast die Hälfte des weltweiten CO2-Ausstosses verursachen. Die zweiwöchigen Beratungen blieben bisher ohne Durchbruch. Der schwedische Regierungschef und EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt warf Schwellenländern wie China und Indien vor, sich nicht konstruktiv zu verhalten. Die Staats- und Regierungschefs aus 25 wichtigen Industrie- und Schwellenländern, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, diskutieren weiter über eine polititsche Erklärung für die Abschlussverhandlungen. Hauptstreitpunkte sind nach wie vor die künftigen Obergrenzen für den Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase, finanzielle und technische Hilfen für Entwicklungsländer sowie die rechtliche Überprüfbarkeit der Verpflichtungen.

BERLIN: Der Bundesrat berät zur Stunde über das Milliarden-Steuerpaket der Bundesregierung. Nachdem Schleswig-Holstein und Sachsen ihren Widerstand gegen das sogenannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz aufgegeben haben, gilt eine Mehrheit für das erste große Reformvorhaben der schwarz-gelben Koalition als sicher. Welche Zusagen die Länder dafür vom Bund erhalten haben, ist noch offen. Die rot-rote Landesregierung von Berlin lehnt die geplanten Steuersenkungen weiterhin strikt ab und will das Gesetz vom Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Dabei gehe es um die Frage, ob man den Ländern einerseits eine Schuldenbremse auferlegen könne, es ihnen andererseits aber unmöglich mache, diese Schuldenbremse einzuhalten, sagte Berlins Finanzsenator Ulrich Nussbaum im Deutschlandradio Kultur.

BERLIN: Die Bundeswehr wird weiterhin in Bosnien-Herzegowina stationiert bleiben. Mit großer Mehrheit verlängerte der Bundestag den bereits seit fünf Jahren laufenden Einsatz im Rahmen der europäischen Mission „Althea“. Künftig sollen aber nur noch bis zu 900 deutsche Soldaten in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik eingesetzt werden. Bislang galt eine Höchstgrenze von 2.400, die aber zuletzt bei weitem nicht ausgeschöpft wurde.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben das seit 2003 geltende Waffenembargo gegen Liberia gelockert. Der UN-Sicherheitsrat stimmte in New York einstimmig dafür, der liberianischen Regierung und den Streitkräften wieder den Erwerb von Waffen zu gestatten. Weiter in Kraft bleibt das Waffenembargo gegen nicht-staatliche Gruppen und Einzelpersonen auf liberianischem Gebiet. In der Resolution wird die teilweise Aufhebung des Embargos mit den deutlichen Fortschritten bei der Stabilisierung des Landes seit dem Amtsantritt von Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf im Januar 2006 begründet.

KABUL: Französische Soldaten haben, unterstützt von US-Sondereinsatzkräften, östlich von Kabul eine Offensive gegen Taliban-Kämpfer gestartet. Nach Angaben eines französischen Militärsprechers rückten sie gemeinsam mit afghanischen Einheiten in das Usbin-Tal vor. Mit der Militäroperation solle die Hoheitsgewalt der afghanischen Sicherheitskräfte in der Region durchgesetzt werden, die als Hochburg radikaler Islamisten gilt. Beteiligt an der Aktion ist auch die Luftwaffe.

COLOMBO: Für den Wiederaufbau der Bürgerkriegsgebiete im Norden Sri Lankas bekommt die Regierung des Inselstaates von der Weltbank Kredite in Höhe von umgerechnet 127 Millionen Euro. Wie ein Sprecher der Weltbank in Washington mitteilte, ist das Geld für den Straßenbau in der weitgehend von der tamilischen Minderheit bewohnten Region gedacht. Außerdem soll die Rückkehr der noch mehr als 100.000 Vertriebenen unterstützt werden. Die Streitkräfte Sri Lankas hatten im Mai nach einer monatelangen Offensive die Rebellen der sogenannten Befreiungstiger von Tamil Eelam für besiegt erklärt.

MADRID: Die aus der Westsahara stammende Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar hat ihr Ziel erreicht. Sie durfte in ihre Heimat zurückkehren, nach einem Monat Hungerstreik auf dem Flughafen der spanischen Kanareninsel Lanzarote. Die marokkanischen Behörden hatten der unbequemen Bürgerrechtlerin, die seit Jahren friedlich für die Unabhängigkeit des Wüstengebiets Westsahara von Marokko kämpft, im November die Wiedereinreise verweigert. Jetzt wurde die durch ihre Aktion stark geschwächte 43-Jährige mit einem spanischen Militärflugzeug nach El Aaiún in der Westsahara gebracht.

BEIRUT: Vor der libanesischen Küste suchen Rettungsmannschaften nach dem Untergang eines Frachters nach 40 Vermissten. Knapp 40 Seeleute konnten aus stürmischer See gerettet werden. Der Kapitän und zwei weitere Besatzungsmitglieder wurden tot geborgen, wie die libanesische Polizei mitteilte. An der Suche beteiligen sich auch Kriegsschiffe der UN-Libanon-Mission UNIFIL, darunter zwei der Deutschen Marine. Der Frachter aus Uruguay war mit 10.000 Schafen und 18.000 Rindern auf dem Weg in den syrischen Hafen Tartus, als er während eines heftigen Gewitters einen Notruf absetzte.

WIESBADEN: Das Wort des Jahres 2009 heißt "Abwrackprämie". Der seit Anfang des Jahres präsente Begriff habe weit in die Gesellschaft hineingewirkt, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache ihre Entscheidung. Auf Rang zwei kam der Ausdruck "kriegsähnliche Zustände" im Zusammenhang mit dem Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Den dritten Platz nahm die "Schweinegrippe" ein. Im vergangenen Jahr war die „Finanzkrise“ das Wort des Jahres gewesen.

ZUM FUSSBALL: Der vielfache israelische Meister Hapoel Tel Aviv hat den Hamburger SV im letzten Spiel der Europa-League-Gruppenphase mit 1:0 geschlagen. Beide Mannschaften hatten sich zuvor schon für die Runde der letzten 32 Mannschaften qualifiziert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt, vor allem im Norden und im Osten wieder Schneefall. Höchsttemperaturen zwischen minus elf Grad im Osten und minus ein Grad im Nordwesten.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: minus 3 Grad, etwas Schnee;

Berlin: minus 11 Grad, etwas Schnee;

Dresden: minus 14 Grad, etwas Schnee;

Köln/Bonn: minus 7 Grad, fast wolkenlos;

Frankfurt/Main: minus 6 Grad, fast wolkenlos und

München: minus 9 Grad, dunstig.

Audio und Video zum Thema