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Nachrichten

Freitag, 17. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Deutsche Bundestag debattiert zum Abschluss seiner viertägigen Beratungen über den Haushalt für 2011 über den Verkehrs- und Bauetat. Dabei verteidigte Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) das umstrittene Bahngroßprojekt "Stuttgart 21" gegen die Kritik der Opposition und wies Forderungen nach einem Baustopp zurück. Ein Ausstieg würde sich auf die Verkehrsinfrastruktur in Baden-Württemberg fatal auswirken. Die Opposition lehnt zudem die geplanten drastischen Einschnitte bei den Programmen zur Städtebauförderung und zur energetischen Sanierung des Gebäudebestandes ab.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat durch ihren Sprecher Behauptungen des französischen Präsidenten Sarkozy zurückweisen lassen, auch in Deutschland sollten illegale Roma-Lager geräumt werden. Auch Außenminister Westerwelle stellte klar, solche Ankündigungen habe es nie gegeben. Bei dem EU-Gipfeltreffen am Donnerstag in Brüssel hatte es eine heftige Auseinandersetzung über die seit Wochen andauernde Abschiebung von Roma aus Frankreich gegeben. Hintergrund des Streits ist die Drohung der EU-Kommission, vor dem Europäischen Gerichtshof ein Verfahren gegen Frankreich wegen der Roma-Ausweisungen einzuleiten.

BERLIN: Nach den negativen Äußerungen der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Steinbach, über den Deutschland-Beauftragten der polnischen Regierung, fordern Teile der Opposition den Rücktritt der CDU-Politikerin. Kritik kommt auch vom Koalitionspartner. Laut FDP zündelt Steinbach am deutsch-polnischen Verhältnis. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Polen-Beauftragte der Bundesregierung, Cornelia Pieper (FDP), forderte die Union und den Bund der Vertriebenen auf, über Konsequenzen nachzudenken. Auslöser der Diskussion war Steinbachs Äußerung, dass der Deutschland-Beauftragte der polnischen Regierung, Bartoszewski, einen "schlechten Charakter" habe.

AMMAN: US-Außenministerin Clinton hat dreitägige Gespräche mit Israelis und Palästinensern ohne sichtbare Zeichen einer Annäherung beendet. Als Haupthindernis gilt weiterhin der Bau jüdischer Siedlungen im palästinesischen Westjordanland. Ungeachtet dessen äußerte sich Clinton nach einem Treffen mit Jordaniens König Abdullah in Amman lobend über die Friedensabsichten der israelischen und der palästinensischen Führung. Einem israelischen TV-Sender hatte sie gesagt, sie halte eine zumindest begrenzte Verlängerung des jetzt auslaufenden Baustopps im Westjordanland für "äußerst nützlich".

KABUL: Im Nordwesten Afghanistans sind insgesamt 18 Wahlhelfer und Wahlorganisatoren entführt worden, vermutlich von islamistischen Taliban. Dies berichteten die Wahlkommission der Provinz Badghis und ein Bezirksgouverneur vor der für Samstag geplanten Parlamentswahl. Aus der Provinz Laghman wird die Verschleppung eines Kandidaten gemeldet. Landesweit richtete die Polizei zusätzliche Kontrollposten ein, nachdem die Taliban-Rebellen Anschläge auf Wahlpersonal und Wahllokale angekündigt hatten. Hunderte Wahllokale bleiben wegen drohender Gewalt geschlossen. In den Provinzen Ghasni und Ghor sowie in der Hauptstadt Kabul wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen "tausende" gefälschte Wahlunterlagen beschlagnahmt.

WARSCHAU: Der von Russland mit internationalem Steckbrief gesuchte Chef der tschetschenischen Exilregierung, Sakajew, ist von der polnischen Polizei festgenommen worden. Sakajew, der Polen bereits mehrfach besuchte, wollte am Weltkongress der Tschetschenen in Pultusk bei Warschau teilnehmen. Die Warschauer Behörden hatten seine Festnahme angedroht, aber auch signalisiert, dass dies nicht unbedingt seine Auslieferung nach Moskau bedeuten müsse.

COLOMBO: Bei der Explosion dreier mit Sprengstoff beladener Lkw-Container im Osten Sri Lankas sind laut Armeeangaben bis zu 60 Personen ums Leben gekommen. Das Unglück habe sich innerhalb einer Polizeistation in Karadiyanaru im Distrikt Batticaloa ereignet, wo man das Material einer chinesischen Straßenbaufirma aus Sicherheitsgründen untergebracht habe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Bei wechselnder Bewölkung im Norden oftmals Schauer. Im Süden einzelne Schauer, in der Mitte trocken. Höchstwerte zwischen 14 Grad an der Nordsee und 18 Grad am Oberrhein.

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