1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 17. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

NÜRNBERG: Im Streit mit der Bundesregierung um eine Bleiberechts-Regelung für langjährig geduldete Ausländer ist auf der Innenministerkonferenz der Länder ein Fortschritt gelungen. Die Ressortchefs hätten sich bei ihren Beratungen in Nürnberg auf ein Zwei-Stufen-Modell geeinigt, sagte Bayerns CSU-Innenminister Günther Beckstein. Wie inoffiziell verlautete, sollen danach geduldete Ausländer mit einem Arbeitsplatz ab sofort ein Bleiberecht erhalten. Für den rechtlichen Status der übrigen Betroffenen müsse im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens erst noch eine Lösung gefunden werden.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble plant nach Informationen der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' den
grundlegenden Umbau der Bundespolizei. Wie das Blatt berichtet, will er die fünf bestehenden Präsidien auflösen und ein einziges Bundespolizeipräsidium schaffen. Zudem sei die Schließung vieler Standorte in Vorbereitung. Ziel der Reform sei es, die Bundespolizei an neue Aufgaben anzupassen, etwa die Abwehr terroristischer Bedrohungen und die Zunahme illegaler Einwanderung, heißt es weiter.

PARIS: Frankreichs Sozialisten ziehen im kommenden Jahr erstmals mit einer Frau in die Präsidentenwahl. Die rund 220.000 Mitglieder der führenden Oppositionspartei kürten die Regionalpolitikerin Ségolène Royal mit rund 60 Prozent der Stimmen zu ihrer Kandidatin. Die 53-jährige setzte sich damit klar gegen Ex-Premierminister Laurent Fabius und den früheren Wirtschafts- und Finanzminister Dominique Strauss-Kahn durch. Royal bewirbt sich im April um die Nachfolge von Präsident Jacques Chirac. Die konservative Regierungspartei UMP will ihren Kandidaten erst im kommenden Jahr bestimmen.

HANOI: US-Präsident George W. Bush ist zu einem dreitägigen Besuch in Vietnam eingetroffen. An diesem Freitag trifft Bush zunächst mit der kommunistischen Führung des Landes zusammen. Dabei stehen wirtschaftspolitische Themen, wie etwa der bevorstehende Beitritt Vietnams zur Welthandelsorganisation, im Mittelpunkt. Am Wochenende nimmt Bush am Gipfeltreffen der 21 Pazifik-Anrainerstaaten teil, das in Hanoi stattfindet.

ADDIS ABEBA: Nach Angaben des scheidenden UN-Generalsekretärs Kofi Annan hat der Sudan der Stationierung einer internationalen Friedenstruppe in der Krisenregion Darfur grundsätzlich zugestimmt. Annan sagte nach einem Krisentreffen in Addis Abeba, die Truppe solle auf der Grundlage einer UN-Resolution gemeinsam von der Afrikanischen Union und den Vereinten Nationen zusammengestellt werden. Sie werde mehrheitlich von Afrikanern gestellt werden, fügte er hinzu. Die sudanesische Regierung hatte bislang Widerstand gegen die Entsendung einer Friedenstruppe nach Darfur geleistet.

KINSHASA: Der Verlierer der Präsidentenwahl im Kongo, Jean-Pierre Bemba, will das Endergebnis der Abstimmung anfechten. Das Ergebnis gebe nicht die Wahrheit wieder, sagte Bemba in Kinshasa. Einige seiner Anhänger warfen Steine auf Polizisten und Autos. In den Straßen der Hauptstadt Kinshasa patrouillierten UN-Friedenstruppen und Eufor-Soldaten der Europäischen Union, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. Der Wahlgewinner und bisherige Amtsinhaber Joseph Kabila rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Zuvor hatte die Bundesregierung die Hoffnung genährt, dass die zur Absicherung der Wahl eingesetzten deutschen Soldaten an Weihnachten wieder in Deutschland sein werden.

HAMBURG: Trotz seiner nun rechtskräftigen Verurteilung als Terrorhelfer bleibt der Marokkaner Mounir El Motassadeq vorerst
auf freiem Fuß. Das hat das Oberlandesgericht in Hamburg mit der
Begründung entschieden, dieser habe stets alle Auflagen befolgt und keine Fluchtversuche unternommen. Motassadeq muss sich nun jeden Tag bei der Polizei melden. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil gegen den Unterstützer der Selbstmordpiloten vom 11. September in den USA zuvor deutlich verschärft. Der 32-Jährige ist danach auch der Beihilfe zum Mord schuldig.

BONN: Nach dem Foltertod eines 20-jährigen Häftlings in der nordrhein-westfälischen Haftanstalt Siegburg hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen verantwortliche Mitarbeiter eingeleitet. Anzeige stellte ein Strafrechtsprofessor aus Bonn. Der Häftling war nach bisherigen Erkenntnissen von drei Zellengenossen stundenlang gequält und dann gezwungen worden, sich selbst in der Zelle zu erhängen. Das Wachpersonal bemerkte nichts.

BERLIN: Nach 50 Jahren bundesweiter Regelungen gibt die Hauptstadt an diesem Freitag als erstes Bundesland die Öffnungszeiten von Läden weitgehend frei. Geschäfte können danach montags bis samstags rund um die Uhr öffnen. Sonn- und Feiertage bleiben zwar grundsätzlich geschützt. Das vom Abgeordnetenhaus beschlossene Gesetz sieht allerdings vor, dass der Verkauf an bis zu zehn Sonntagen im Jahr gestattet werden kann. Als nächstes Bundesland startet in Nordrhein-Westfalen eine Freigabe des Ladenschlusses. Während der Handel die Lockerung begrüßt, haben Kirchen und Gewerkschaften Bedenken.

BUDAPEST: Ungarns Fußball-Legende Ferenc Puskas ist 79-jährig gestorben. Er galt als einer der populärsten Sportler des Landes. Mit der so genannten Wunderelf der Magyaren blieb er in den 50er Jahren in 32 Spielen ungeschlagen. Erst im WM-Finale 1954 beim 2 :3 gegen Deutschland mußte Puskas wieder eine Niederlage hinnehmen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südosten trocken, sonst häufig Regen. Von der Nordsee kommen Auflockerungen. Die Höchsttemperaturen reichen von 11 bis 17 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 13 Grad, regnerisch ;
Berlin: 10 Grad, wolkig;
Dresden: 8 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 11 Grad, regnerisch;
Frankfurt am Main: 13 Grad, bedeckt und
München: 7 Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 17.11.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9P1a
  • Datum 17.11.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9P1a