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Nachrichten

Freitag, 17. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag.

PARIS: Bei neuen Schüler- und Studentenprotesten hat es in Frankreich wieder Krawalle gegeben. 300 Menschen wurden festgenommen. Innenminister Nicolas Sarkozy machte für die Ausschreitungen in Paris mehrere Gruppen verantwortlich. Es seien Links- und Rechtsextremisten sowie Rowdys für die Krawalle verantwortlich. Er hoffe, dass die Festgenommenen hart bestraft würden. Die seit Tagen andauernden Proteste richten sich gegen die von der Regierung beschlossene Lockerung des Kündigungsschutzes für Berufsanfänger.

BERLIN: Die Ärzte an den Universitätskliniken setzen ihre Streiks zum Wochenende hin weitgehend aus. Nur an der Heidelberger Universitätsklinik wird der Arbeitskampf an diesem Freitag fortgesetzt. Wie die Ärzte-Organisation 'Marburger Bund' mitteilte, soll der Ausstand dann am Montag wieder auf mehrere Krankenhäuser im Bundesgebiet ausgeweitet werden. Gefordert werden 30 Prozent mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen. Am Donnerstag hatten sich 4.000 Mediziner zu einer zentralen Protestkundgebung in Mainz versammelt. Ein Sprecher der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft erklärte, die Kliniken könnten dem Streik aus finanziellen Gründen nicht lange standhalten.

BERLIN: In einer Regierungserklärung vor dem Bundestag hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier die deutschen Positionen vor dem EU-Gipfel in der kommenden Woche beschrieben. Steinmeier sagte, es müsse ein neuer Anlauf in der Verfassungsfrage gemacht werden. In der Bevölkerung gebe es ein diffuses Unbehagen, Opfer des globalen Wettbewerbs zu werden, fügte der SPD-Politiker hinzu. - Der Bundestag will später auch über das Wachstumspaket der großen Koalition entscheiden.

BERLIN: Die Sozialdemokraten lehnen den von der Union angestrebten bundeseinheitlichen Einbürgerungstest für Ausländer ab. Der etwa von der hessischen Landesregierung vorgelegte Fragebogen sei "klein kariert" und peinlich, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, der Zeitung "Die Welt". Der Zentralrat der Muslime in Deutschland forderte die hessische Landesregierung auf, den umstrittenen Fragebogen zu überarbeiten.

WIESBADEN: Die deutschen Städte und Gemeinden haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Gewerbesteuer eingenommen als 2004. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stiegen die Gewerbesteuer-Einnahmen der Kommunen um fast 14 Prozent auf 23,4 Milliarden Euro. Geleichzeitig hätten die Ausgaben der Städte und Gemeinden aber wieder über den Einnahmen gelegen, so das Statistische Bundesamt weiter.

BERLIN: Die Gegner des geplanten Hauptstadtflughafens 'Berlin Brandenburg International' denken nach ihrer Niederlage vor dem Bundesverwaltungsgericht über weitere rechtliche Schritte nach. Die Anwälte der 4.000 Kläger wollen heute das weitere Vorgehen erläutern. Auch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wird nicht ausgeschlossen. Nach jahrelangem Rechtsstreit hatte das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag die Einwände der Anwohner zurückgewiesen, zugleich aber ein weitgehendes Nachtflugverbot verhängt. Der Ausbau des Flughafens Schönefeld zum neuen Airport soll bis Ende 2011 abgeschlossen werden.

TEHERAN: Der Iran hat erstmals seit fast drei Jahrzehnten einen offiziellen Dialog mit den USA vorgeschlagen. Der auch für die iranische Atompolitik zuständige Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Laridschani, sagte, sein Land sei zu direkten Gesprächen mit den USA bereit. Es könne über eine Lösung des Konflikts im Nachbarland Irak gesprochen werden. Das Weiße Haus wies darauf hin, Präsident George Bush habe die Befugnis zu Gesprächen über die Irak-Problematik schon vor einem Jahr gegeben.

BONN: Der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, hat die Entscheidung des usbekischen Außenministeriums kritisiert, drei Korrespondenten des deutschen Auslandsrundfunks die Akkreditierung zu verweigern. Die Deutsche Welle arbeite gerade in Krisengebieten verantwortungsbewußt. Die Vorwürfe der usbekischen Regierung, die Journalisten hätten voreingenommen berichtet, seien deshalb nicht nachvollziehbar. Er hoffe, so Bettermann weiter, dass die Entscheidung rasch zurückgenommen werde.--Durch eine gesetzliche Neuregelung ist die Arbeit für Journalisten in der zentralasiatischen Republik erst vor wenigen Tagen erschwert worden. Mitarbeiter der BBC und Voice of America haben Usbekistan bereits vor Wochen verlassen.

MEXIKO-STADT: Mehr als 10.000 Menschen haben in der mexikanischen Hauptstadt gegen das internationale Weltwasserforum demonstriert. Sie unterstellten den Veranstaltern, das Wasser zu einem Geschäft für private Unternehmen machen zu wollen. Ein Teil der Demonstranten wies darauf hin, dass gerade in Entwicklungsländern der Verkauf von Trinkwasser in Flaschen zunimmt. Es wird geschätzt, dass multinationale Konzerne damit weltweit mehr als 100 Milliarden Dollar umsetzen.--Auf der Konferenz soll darüber beraten werden, wie Wasser besser und gerechter verteilt werden kann. An dem einwöchigen Treffen nehmen 13.000 Fachleute und Politiker aus 120 Ländern teil.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Südwesten freundlich, sonst bedeckt mit einzelnen Niederschlägen. Höchstwerte zwischen minus ein und sechs Grad, in der Sonne örtlich manchmal sogar zehn Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg, Berlin und Dresden: minus ein Grad, etwas Schnee;

Köln/Bonn: minus ein Grad, wolkenlos;

Frankfurt/Main: null Grad, wolkenlos und

München: minus zwei Grad, dunstig.