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Nachrichten

Freitag, 17. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JAKARTA: Bei Bombenanschlägen auf zwei Luxushotels in der indonesischen Hauptstadt sind nach Polizeiangaben mindestens neun Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Die Explosionen ereigneten sich fast zeitgleich im Ritz-Carlton und im Marriott-Hotel. Unter den Getöteten sollen auch vier Ausländer sein. Nach Erkenntnissen von EU-Diplomaten sind darunter keine EU-Bürger. In einem Zimmer des Marriott wurde ein dritter Sprengsatz gefunden, der nicht explodierte. Terrorexperten machen die Terrorgruppe Jemaah Islamiyah für die Anschläge verantwortlich. Die Extremisten sollen auch hinter dem Anschlag auf das Marriott im Jahr 2003 stehen. Damals waren 12 Menschen getötet worden. Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono verurteilte die Anschläge als grausamen und unmenschlichen Angriff. Die Verantwortlichen würden gefasst und vor Gericht gestellt.

BERLIN: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat die Forderung deutscher Reeder zurückgewiesen, zum Schutz vor Piraten Soldaten an Bord von Handelsschiffen zu stationieren. Der Vorschlag sei nicht sinnvoll, sagte Jung der "Passauer Neuen Presse". Die Bundeswehr sei vor der Küste Somalias mit eigenen Schiffen im Einsatz, um im Rahmen des europäischen Mandats Atalanta die Piraterie zu bekämpfen. Dieser Einsatz sei erfolgreich. 194 Handelsschiffe seien bereits sicher in die Häfen begleitet worden. Zudem hätten die Soldaten 27 Piratenangriffe abgewehrt und 70 Piraten festgenommen.

MOSKAU: In der russischen Kaukasus-Republik Inguschetien ist der stellvertretende Sportminister Achmed Tschachiew erschossen worden. Mindestens vier Männer hätten Tschachiew in seinem Wagen angegriffen, hieß es aus Ermittlerkreisen. Im vergangenen Monat waren der Präsident der Republik, Junus-Bek Jakurow, bei einem Anschlag in der Hauptstadt Nasran verletzt und eine Richterin des Obersten Gerichts ermordet worden. In Inguschetien war am Mittwoch auch die Leiche der zuvor in der Nachbarrepublik Tschetschenien entführten Bürgerrechtlerin Natalja Estemirowa aufgefunden worden. Estemirowa wurde inzwischen in ihrem Heimatdorf in Tschetschenien beigesetzt.

BERLIN: Im Bieterwettkampf um den Autobauer Opel will der amerikanisch-belgische Finanzinvestor RHJ International im Fall einer Übernahme knapp 4000 Stellen in Deutschland streichen, europaweit bis zu 10.000. Vorstandschef Leonhard Fischer gab in der "Bild"-Zeitung zugleich eine Bestandsgarantie für alle deutschen Opel-Werke ab. Die benötigten Staatsgarantien könnten von RHJ fast 700 Millionen Euro niedriger gehalten werden als bei anderen Opel-Interessenten. RHJ wies Vorwürfe zurück, er würde bei Opel nur als Strohmann für die Noch-Muttergesellschaft General Motors fungieren. - Am Donnerstag hatte Kanzlerin Angela Merkel den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna nochmals aufgerufen, gemeinsam mit seinen russischen Partnern ein akzeptables Angebot vorzulegen.

KIEL: Nach dem Bruch der großen Koalition von CDU und SPD in Schleswig-Holstein debattiert der Landtag über seine Auflösung und eine Neuwahl am 27. September, dem Tag der Bundestagswahl. Dem Parlament in der Landeshauptstadt Kiel liegt dazu ein gemeinsamer Antrag der CDU und der Opposition vor, die Wahlperiode vorzeitig zu beenden. Entscheiden wird der Landtag darüber am Montag. SPD-Chef Ralf Stegner hatte erklärt, seine Fraktion werde geschlossen gegen die Auflösung des Parlaments stimmen. Damit würde die notwendige Zweidrittel-Mehrheit verfehlt. Für diesen Fall wird erwartet, dass Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) die Vertrauensfrage stellt.

ISALAMABAD: Das Oberste Gericht Pakistans hat den Oppositionspolitiker Nawaz Sharif vom Vorwurf der Flugzeugentführung freigesprochen und damit das gegen ihn verhängte Politikverbot endgültig aufgehoben. Die Vorwürfe gegen den früheren zweimaligen Regierungschef seinen unbegründet, befand das Gericht einstimmig. Damit kann der Führer der Muslim-Liga-Nawaz bei der nächsten Wahl 2013 wieder für das Amt des Ministerpräsidenten kandidieren. -- Sharif war im April 2000 von einem Gericht verurteilt werden, weil er im Jahr zuvor die Landung eines Flugzeuges mit 200 Personen an Bord verhindert haben soll. Unter den Passagieren war auch der damalige Militärchef Pervez Musharraf, der Sharif dann mit einem Putsch aus dem Amt jagte.

TEGUCIGALPA: Mit Demonstrationen und Straßensperren in der honduranischen Hauptstadt und anderen Landesteilen haben Anhänger des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya erneut gegen den Staatsstreich vom 28. Juni protestiert. Hunderte Menschen blockierten unter den Augen von Polizei und Militär wichtige Zufahrtsstraßen nach Tegucigalpa. Die Sicherheitskräfte griffen nicht ein. Die Demonstranten forderten erneut die Wiedereinsetzung Zelayas und kündigten eine Fortsetzung ihrer Aktionen an.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat seine Sanktionen gegen Nordkorea nochmals verschärft. Das Gremium einigte sich darauf, die ausländischen Konten von weiteren Personen und Unternehmen einzufrieren sowie Reisebeschränkungen zu verhängen. Die neuen Sanktionen richten sich unter anderem gegen das Generalbüro für Atomenergie, das auch das Kernforschungszentrum in Yongbyon betreibt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Westen her Schauer und Gewitter. Beim Vorrücken Richtung Osten Unwettergefahr durch Hagel und Sturmböen. Die Höchsttemperaturen erreichen 20 bis 33 Grad.

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