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Nachrichten

Freitag, 17. Februar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten vom Donnerstag.

MANILA: Bei einem gewaltigen Erdrutsch auf den Philippinen sind möglicherweise Hunderte von Menschen ums Leben gekommen. Auf der Insel Leyte sei ein Teil eines Berges regelrecht weggebrochen, berichteten Augenzeugen. Nach Angaben der Behörden wurden in der abgelegenen Ortschaft Guinsaugon bis zu 500 Häuser sowie eine Schule unter den Erd- und Geröllmassen begraben. Die philippinische Armee schickte Hubschrauber in das Katastrophengebiet, um sich ein Bild von der Lage zu machen. In der Region hatte es in den vergangenen zehn Tagen fast ununterbrochen geregnet.

BERLIN: Mit der Schlussberatung über die Angleichung des Arbeitslosengeldes II an das Westniveau hat der Bundestag seine Beratungen an diesem Freitag fortgesetzt. Die bundesweit einheitliche Leistung für Langzeitarbeitslose soll erstmals Anfang Juli - und damit sechs Monate später als ursprünglich geplant - ausgezahlt werden. Beschlossen werden soll auch, Arbeitslosen unter 25 Jahren den Anspruch auf eine eigene Wohnung zu beschneiden und das Arbeitslosengeld II für sie auf 80 Prozent zu reduzieren. Die große Koalition von Union und SPD verspricht sich von den Kürzungen Einsparungen von etwa 600 Millionen Euro.

BERLIN: Angesichts der Entwicklung einer eigenen Magnetschwebebahn in China hat der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber den beschleunigten Bau der ersten deutschen Transrapid-Strecke im Raum München gefordert. Dies solle bereits 2007 geschehen und nicht erst in vier Jahren, sagte Stoiber der 'Bild'-Zeitung. Deutschland müsse schnell handeln, um seinen noch bestehenden technologischen Vorsprung zu nutzen. China entwickelt nach Medienberichten ein Konkurrenzmodell zum deutschen Transrapid und will es schon im Juli in Schanghai testen. Nach Einschätzung deutscher Experten könnte der Zug schon in fünf Jahren marktreif sein.

BERLIN: Im Arbeitskampf im öffentlichen Dienst hat der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der Länder, Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring, erneut an die Gewerkschaft Verdi appelliert, einer Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich zuzustimmen. Für Ostdeutschland habe man mit der Dienstleistungsgewerkschaft die 40- Stunden-Woche bereits fest vereinbart, sagte Möllring. Der momentane Streik schade den Beschäftigten nur, da Städte wie Freiburg etwa die Müllabfuhr auf private Unternehmen umstellten, so Möllring. Auch an diesem Freitag legten in mehreren Bundesländern wieder zahlreiche Beschäftigte von Ländern und Kommunen die Arbeit nieder.

BERLIN: Zum Schutz vor einer Ausbreitung der Vogelgrippe muss ab diesem Freitag in ganz Deutschland sämtliches Geflügel wieder im Stall gehalten werden. Nach den ersten Vogelgrippe-Fällen auf der Ostseeinsel Rügen entschied Bundesverbraucherminister Horst Seehofer, die ursprünglich für Anfang März geplante Stallpflicht vorzuziehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte vor Panikmache. Bisher gebe es keinen Übergriff des Virus auf Hühner und andere Haustiere. Zugleich rief sie die Bevölkerung auf, tote Tiere zu meiden und die Behörden über mögliche Funde zu informieren.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die USA aufgefordert, das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba umgehend zu schließen. Es sei unzulässig, Menschen dauerhaft ohne Anklage festzuhalten, betonte Annan. Kritik kam auch aus Großbritannien. Auch Premier Tony Blair befürworte inzwischen die Schließung des Lagers, sagte Nordirland-Minister Peter Hain. Die US-Regierung warf Experten der UN-Menschenrechtskommission vor, sie hätten einen kritischen Guantanamo-Bericht veröffentlicht, der lediglich auf Unterstellungen basiere. In dem Bericht war die Behandlung der Terror-Verdächtigen als inhuman angeprangert worden. Einige Verhörpraktiken kämen Folter gleich, kritisierten die Experten.

JERUSALEM: In Israel ist das Sicherheitskabinett zusammengekommen, um über Sanktionen gegen die Palästinenser zu beraten. Ziel sei es, dass sich Israel schrittweise von einer Autonomiebehörde unter Führung der Hamas trenne, teilte das Büro des amtierenden Ministerpräsidenten Ehud Olmert mit. Die Hamas-Mehrheit im neuen palästinensischen Parlament stelle die gesamte rechtliche Grundlage der Beziehungen zu den Palästinensern in Frage. Als mögliche Sanktionen sind ein Arbeitsverbot für Palästinenser in Israel und ein Reiseverbot für Palästinenser zwischen dem Gazastreifen und dem Westjordanland im Gespräch.

ANKARA: Der politische Führer der radikal-islamischen Palästinenser- Organisation Hamas, Chaled Maschaal, hat seinen Besuch in der türkischen Hauptstadt Ankara als Erfolg bewertet. Seine Bewegung erfahre von der Türkei die gleiche Unterstützung wie von den arabischen Staaten, sagte Maschaal. Er hatte sich am Donnerstag mit Außenminister Abdullah Gül und Vertretern der Regierungspartei AKP getroffen. Ein israelischer Regierungssprecher sagte, die Türkei habe einen schweren Fehler begangen, der Konsequenzen haben könnte. Israel, die USA und die Europäische Union schließen einen Dialog mit der Hamas solange aus, bis die Organisation den Staat Israel anerkennt und der Gewalt abschwört.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Schauer, nur gelegentlich Auflockerungen mit Sonne. Temperaturen zwischen zwei Grad Celsius in Vorpommern und zehn Grad am Oberrhein.

Am Vormittag meldeten bei bedecktem Himmel:

Hamburg: 4 Grad; Berlin und Dresden: 3 Grad; Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 4 Grad und München: 3 Grad.