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Nachrichten

Freitag, 17. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL/BERLIN: Nach dem Mord an drei deutschen Polizisten in Afghanistan haben deren Kollegen sowie Soldaten und Zivilisten Abschied von den Getöteten genommen. Innenstaatssekretär August Hanning, der an der Trauerfeier in der deutschen Botschaft in Kabul teilnahm, sprach von einem 'bitteren Augenblick'. Dennoch werde die Bundesregierung an ihrem Engagement in Afghanistan festhalten. Am Abend sollen die Leichen der Polizisten nach Deutschland übergeführt werden. Dort findet am Samstag eine weitere Trauerfeier statt, an der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen wird. - Unterdessen wurde ein weiterer Anschlag aus dem Süden Afghanistans gemeldet. Nach Angaben der Behörden in Kandahar riss ein Selbstmord-Attentäter einen Bezirks-Gouverneur und dessen drei Kinder mit in den Tod. Kandahar gilt als besonders unsichere Provinz.

KABUL/SEOUL: Im Geiseldrama um die in Afghanistan verschleppten Südkoreaner ist keine Lösung in Sicht. Verhandlungen zwischen den radikal-islamischen Taliban und einer südkoreanischen Delegation blieben ohne greifbares Ergebnis. Die Taliban-Rebellen bekräftigen ihre Forderung nach Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen. In der Gewalt der Entführer befinden sich noch 19 Koreaner. Die beiden Anfang der Woche freigelassenen Frauen kehrten inzwischen in ihre Heimat zurück.

LIMA: Nach dem verheerenden Erdbeben im Süden von Peru hat das Land Hilfszusagen aus aller Welt erhalten. Auch ohne besondere Aufforderung habe die internationale Gemeinschaft sofort reagiert, sagte der peruanische Präsident Alan Garcia bei einem Besuch im Katastrophengebiet. Nach jüngsten Angaben der Behörden kamen bei dem Beben der Stärke 8 mehr als 500 Menschen ums Leben, etwa 1.500 wurden verletzt. Zehntausende Menschen sind obdachlos. Bergungsmannschaften gehen davon aus, unter den Trümmern eingestürzter Häuser weitere Opfer zu finden. Die Regierung in Lima richtete eine Luftbrücke zur Versorgung der Überlebenden ein.

FRANKFURT AM MAIN: Nach 21 Jahren im Gefängnis kommt die ehemalige RAF-Terroristin Eva Haule frei. Das Oberlandesgericht Frankfurt setzte den Rest ihrer Strafe zur Bewährung aus. Haule gehörte der RAF von Anfang 1984 bis zu ihrer Festnahme im August '86 an. Wegen mehrfachen Mordes, Mordversuchs und Beteiligung an einem Sprengstoffanschlag auf die Frankfurter Rhein-Main-Airbase war sie 1994 zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

DUISBURG: Nach der Veröffentlichung eines Phantombildes von einem der mutmaßlichen Täter im Fall des sechsfachen Mordes in Duisburg hat die Polizei erste Hinweise aus der Bevökerung erhalten. Es gebe Hinweise, die die Ermittler verfolgten, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei geht bei dem Verbrechen inzwischen von einer Blutfehde zwischen zwei italienischen Familien aus, die der kalabrischen Mafia zugeordnet werden. Der Direktor der europäischen Polizeibehörde Europol, Max-Peter Ratzel, forderte eine verbesserte Zusammenarbeit und einen vermehrten Informationsaustausch der EU-Länder bei der Bekämpfung des organisierten Verbrechens.

NEW YORK: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die blutige Anschlagsserie im Nordirak scharf verurteilt. Zugleich rief das höchste UN-Gremium nochmals zu einem Ende der Gewalt auf. Wieviele Menschen bei den Selbstmord-Attentaten in kurdischen Dörfern am Dienstagabend getötet wurden, ist noch immer unklar. In jüngsten Berichten ist von etwa 350 Toten und 70 Vermissten die Rede. Andere Quellen gingen von mehr als 500 Todesopfern aus.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat dem Weltsicherheitsrat empfohlen, einer gemeinsame Friedenstruppe von UN und Europäischer Union für den Tschad und die Zentralafrikanische Republik zuzustimmen. Ban legte einen Bericht mit einem überarbeiteten Konzept für ein multinationales Kommando vor, um die Grenzgebiete der beiden afrikanischen Staaten und hunderttausende Zivilisten zu schützen, die vom Darfur-Konflikt im benachbarten Sudan bedroht sind. Unter anderem geht es um mehr als 250.000 Flüchtlinge. Die EU hatte im Juli mit Planungen für einen Einsatz begonnen, aber eine verbindliche UN-Resolution für eine zeitlich begrenzte Mission verlangt. - Vor allem Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy machte sich für eine Entsendung von Soldaten in den Tschad und die Zentralafrikanische Republik stark.

TOKIO: Unter dem Eindruck der Hypotheken-Krise in den USA hat die asiatische Leitbörse in Tokio ihre Talfahrt fortgesetzt. Der japanische Nikkei-Index gab an diesem Freitag um mehr als fünf Prozent nach. Auch die Bereitstellung zusätzlicher Zentralbank-Milliarden zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen der Geschäftsbanken konnte den Ausverkauf nicht bremsen. - Die New Yorker Wall Street hatte zuvor ein dramatisches Auf und Ab erlebt. Nachdem der Dow Jones-Index zwischenzeitlich um mehr als 300 Punkte abgesackt war, konnte er sich bis zum Handelsschluss am Donnerstag jedoch wieder erholen.

BANGKOK: In Thailand können erstmals seit dem Militärputsch vor einem Jahr wieder politische Parteien gegründet werden. König Bhumibol unterzeichnete ein Gesetz, das das vom Militär kontrollierte Parlament vor einem Monat verabschiedet hatte. Damit wurde der Weg frei gemacht für Neuwahlen, die die Militärführung für Ende des Jahres in Aussicht gestellt hat.

PEKING: Ein chinesischer Bürgerrechtler ist zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er politische Stellungnahmen im Internet veröffentlicht hatte. Der 43-Jährige wurde von einem Gericht in Hangzhou der Anstachelung zum Umsturz für schuldig befunden. In seinen Internet-Artikeln hatte er sich für Demokratie eingesetzt und die chinesische Staatsführung kritisiert.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfahrtbehörde NASA hält eine Reparatur des Schadens am Hitzeschild der Fähre 'Endeavour' nicht für nötig. Die Beschädigung stelle für die sichere Rückkehr des Shuttles zur Erde keine Gefahr dar, teilte die NASA nach Auswertung von Daten und Bildmaterial mit. Der Schaden war beim Start entstanden, als sich vom Außentank ein Stück Schaumstoff gelöst hatte und gegen die Hitzeschildkacheln geprallt war. - 2003 war der Hitzeschild der Raumfähre 'Columbia' beim Start so schwer beschädigt worden, dass sie beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander brach.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten verbreitet Schauer und Gewitter, im Südosten allmählich nachlassender Regen. Sonst Sonne, Wolken und nur einzelne Schauer. Höchstwerte 18 bis 23 Grad.

Am Mittag meldeten bei wolkigem Himmel:

Hamburg: 16°,
Berlin, Dresden, Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 19°,
sowie München: 14°.

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