1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 17. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TOKIO: Pakistan kann mit umfangreichen Finanzhilfen der internationalen Gemeinschaft rechnen. Anlässlich einer Geberkonferenz in Tokio teilten Japan und die USA mit, dem islamischen Land jeweils rund eine Milliarde Dollar zur Verfügung zu stellen. Der japanische Ministerpräsident Taro Aso rief zu 'globaler Solidarität' auf, um Pakistan bei der Überwindung seiner wirtschaftlichen Probleme zu helfen und im Kampf gegen den Terrorismus zu stärken. Unter Vorsitz Japans und der Weltbank beraten an diesem Freitag Delegierte zahlreicher Länder und Organisationen darüber, wie Pakistan kurzfristig geholfen werden kann. Erwartet werden Hilfszusagen in Höhe von insgesamt etwa vier Milliarden Dollar.

BANGKOK: In Thailand ist ein Anschlag auf den Anführer der Protestbewegung 'Volksallianz für Demokratie' verübt worden, die im vergangenen Jahr maßgeblich zum Sturz der damaligen Regierung beigetragen hatte. Nach Polizei-Angaben wurde Sondhi Limthongkul verletzt, als zwei Männer in der Hauptstadt Bangkok mehr als 100 Schüsse auf seinen Wagen abfeuerten. Auch Sondhis Fahrer wurde verwundet. Die Attentäter entkamen. Die 'Volksallianz für Demokratie' unterstützt die gegenwärtige thailändische Regierung, die sich zuletzt ebenfalls mit Massenprotesten konfrontiert sah.

KABUL: Bei Erdbeben im Osten Afghanistans sind nach jüngsten Berichten mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Beben hätten sich am frühen Freitagmorgen im Abstand von zwei Stunden ereignet, teilten die Behörden mit. In der Provinz Nangarhar seien mehr als 200 Häuser zerstört worden, heißt es. - Auch im Norden Chiles bebte die Erde. Aus dem südamerikanischen Land liegen allerdings keine Berichte über Schäden oder mögliche Opfer vor.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama wird Mitarbeiter des Geheimdienstes CIA wegen umstrittener Verhörmethoden bei Terrorverdächtigen nicht juristisch zur Rechenschaft ziehen. In einer vom Weißen Haus veröffentlichten Erklärung sichert Obama ihnen Straffreiheit zu. Es geht um die unter Ex-Präsident George W. Bush autorisierte Foltertechnik des sogenannten Waterboardings. Dabei wird das Ertränken eines Häftlings simuliert. Obama hat diese Art der Verhörmethode, die international als Folter gilt, sofort nach seinem Amtsantritt untersagt. Justizminister Eric Holder ergänzte, die CIA-Mitarbeiter hätten seinerzeit ihre Arbeit in gutem Glauben an die juristischen Vorgaben der damaligen Regierung ausgeführt. Bürgerrechtler kritisierten die Entscheidung der Obama-Regierung als unhaltbar.

MEXIKO-STADT: Im Kampf gegen Drogenkartelle wollen die USA und Mexiko verstärkt gegen den Waffenschmuggel über ihre gemeinsame Grenze vorgehen. Die Vereinigten Staaten müssten sich anstrengen, den Zufluss von Geld und Waffen nach Mexiko zu drosseln, sagte US-Präsident Barack Obama in Mexiko-Stadt bei einem Treffen mit seinem Kollegen Felipe Calderon. Dieser lobte einen - so wörtlich - 'neuen Geist' der Zusammenarbeit beider Länder. Im Rahmen seiner Lateinamerika-Reise wird Obama an diesem Freitag nach Trinidad weiterreisen, um dort am Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten -OAS- teilzunehmen.

PORT-AU-PRINCE: Die USA haben Kuba erneut eine Normalisierung der Beziehungen in Aussicht gestellt. Allerdings müsse sich auch die kommunistische Führung des Inselstaates bewegen, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. Kuba solle etwa politische Gefangene freilassen und die Pressefreiheit respektieren, so Clinton, die einen Tag vor dem Treffen der 'Organisation Amerikanischer Staaten' OAS zu einem Besuch in Haiti eintraf. Der kubanische Präsident Raul Castro erklärte, seine Regierung sei zur Diskussion mit Washington über alle Fragen bereit.

BONN: Das Bundeskartellamt hat die Preisgestaltung von 60 großen Stromunternehmen in Deutschland ins Visier genommen, darunter die der Marktführer E.ON und RWE. Im Blick habe die Behörde dabei die Großhandelsstufe, sagte ein Sprecher. Bei den Unternehmen seien Daten zu den Kosten der Erzeugung und dem Einsatz der Kraftwerke angefragt worden. Die Behörde erwarte bis zum Mai Antworten, die Untersuchung werde mehrere Monate dauern. Hintergrund ist laut Kartellamt der Verdacht, dass Konzerne absichtlich Strommengen verknappen, um die Preise an der Leipziger Strombörse und im Großhandel künstlich hoch zu halten.

WASHINGTON: Im juristischen Tauziehen um seine geplante Abschiebung aus den USA nach Deutschland ist dem mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk ein weiterer Aufschub gewährt worden. Ein US-Berufungsgericht stoppte das Auslieferungsverfahren für zunächst eine Woche und forderte zusätzliche Informationen über den Gesundheitszustand des 89-Jährigen an. Demjanjuks Anwälte argumentieren, ihr Mandant sei für eine Reise nach Deutschland zu krank. Dem gebürtigen Ukrainer wird zur Last gelegt, während der Nazi-Zeit an der Ermordung von 29.000 Juden im Vernichtungslager Sobibor mitgewirkt zu haben. Das Amtsgericht München hatte im März Haftbefehl gegen Demjanjuk erlassen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden meist heiter und weitgehend trocken. Sonst wolkenreich und öfter schauerartiger Regen. Tagestemperaturen elf bis 17 Grad.

Audio und Video zum Thema