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Nachrichten

Freitag, 16. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben in China haben nach Angaben staatlicher Medien Soldaten und Polizisten alle betroffenen Bezirke erreicht. Auch die ersten ausländischen Helfer trafen inzwischen im Katastrophengebiet ein. Die Regierung in Peking nahm Hilfsangebote von Russland, Japan, Südkorea und Singapur an. Chinas Präsident Hu Jintao reiste in die Provinz Sichuan, um sich über den Verlauf der Bergungsarbeiten zu informieren. Er forderte verstärkte Anstrengungen der Rettungskräfte. Zuvor hatte Regierungschef Wen Jiabao erklärt, seit der Staatsgründung im Jahr 1949 sei kein Beben in China so zerstörerisch gewesen. Nach jüngsten Schätzungen kamen bei den Erdstößen mehr als 50.000 Menschen ums Leben, mehr als 10.000 werden noch unter den Trümmern vermisst. Die Regierung warnte vor dem Ausbruch von Seuchen. Außerdem wird befürchtet, dass durch Überflutungen Staudämme brechen könnten.

NEW YORK/RANGUN: Die Vereinten Nationen erhöhen den Druck auf die Militärregierung in Birma, den Opfern des Zyklons 'Nargis' zu helfen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon entsandte den Koordinator für humanitäre Einsätze, John Holmes, nach Rangun, um die Lage zu erkunden. Holmes habe ein Visum beantragt und warte derzeit auf eine Einreiseerlaubnis, teilten die UN in New York mit. Unterdessen wird die Lage in den betroffenen Gebieten immer dramatischer. Nach Angaben des Welternährungsprogramms reichen die bisher gelieferten Hilfsgüter bei weitem nicht aus. Zudem gibt es weiter Probleme bei der Verteilung. Die Helfer arbeiten mit Hochdruck daran, Menschen vor den erwarteten starken Regenfällen in Sicherheit zu bringen. Nach jüngsten Schätzungen sind durch den Wirbelsturm mehr als 120.000 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende werden noch vermisst.

LIMA: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zum EU-Lateinamerika-Gipfel nach Peru gereist. Bei einem Treffen mit Staatspräsident Alan Garcia sagte Merkel deutsche Unterstützung beim Aufbau eines Umweltministeriums in Peru zu. Garcia hatte das Ministerium zwei Tage zuvor gegründet und erklärt, das Ressort solle beim Kampf gegen den Klimawandel helfen. Schwerpunkte des EU-Lateinamerika-Gipfels sind neben dem Klimawandel die Themen Armutsbekämpfung und sozialer Zusammenhalt sowie Energie und Umwelt. An dem Treffen werden hochrangige Delegationen aus 60 Staaten teilnehmen.

BERLIN: CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hat Steuererhöhungen vor der Bundestagswahl 2009 ausgeschlossen. Nach den jüngsten Äußerungen von Kanzlerin Angela Merkel über mögliche Entlastungen der Bürger verwies Pofalla auf einen Regierungsbeschluss. Darin sei vereinbart worden, den Haushalt bis zum Jahr 2011 zu sanieren. Erst danach könne man über Steuersenkungen sprechen. Dagegen verlangen die CSU sowie der Mittelstandsflügel der Unions-Bundestagsfraktion eine Kurskorrektur. Angesichts des überraschend starken Wirtschaftswachstums sollten Entlastungen der Bürger Priorität haben, sagte der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung, Josef Schlarmann, dem 'Handelsblatt'. Dies werde die Binnenkonjunktur stärken und die Enttäuschung der Stammwählerschaft der CDU beenden.

BERLIN: Bahnchef Hartmut Mehdorn hat Ankündigungen des neuen Bahn-Arbeitsdirektors Norbert Hansen über einen weiteren Stellenabbau im Konzern widersprochen. Es gebe weder entsprechende Pläne noch derartige Beschlüsse, sagte Mehdorn. Vielmehr habe die Bahn einen Tarifvertrag mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA unterzeichnet, der betriebsbedingte Kündigungen für die kommenden 15 Jahre ausschließt. Hansen, der bisher Chef der Bahn-Gewerkschaft Transnet war, hatte in seinem ersten Interview in neuer Funktion der 'Bild'-Zeitung gesagt, es seien weitere Rationalisierungen notwendig.

BOCHUM: Der Dalai Lama hat zum Auftakt seines Deutschland-Besuchs die Forderung der Tibeter nach mehr Autonomie erneuert, gleichzeitig aber bekräftigt, Tibet wolle keineswegs von China völlig unabhängig werden. Das religiöse Oberhaupt der Tibeter kam am ersten Besuchstag mit den Regierungschefs von Hessen und Nordrhein-Westfalen, Roland Koch und Jürgen Rüttgers, sowie mit Bundestagspräsident Norbert Lammert zusammen. Lammert betonte bei dem Treffen in Bochum, es gehe in der Tibet-Frage nicht um Sonderrechte oder Unabhängigkeit, sondern um Menschenrechte.

COLOMBO: In der Hauptstadt Sri Lankas sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens neun Menschen getötet und 90 verletzt worden. Nach offiziellen Angaben explodierte ein Sprengsatz, als der Täter nahe dem Präsidentenbüro mit seinem Motorrad einen Polizeibus rammte. Die Regierung machte die Befreiungstiger von Tamil Eelam für die Tat verantwortlich. -- Die Rebellen kämpfen seit 1972 für einen eigenen Staat im Norden der Insel und verüben immer wieder Anschläge.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben Somalia die Entsendung einer Friedenstruppe in Aussicht gestellt. Der Weltsicherheitsrat verabschiedete in New York einstimmig eine von Großbritannien eingebrachte Resolution, wonach zunächst eine politische Mission in das bürgerkriegsgeplagte Land entsandt werden soll, um den Weg für die Stationierung von Blauhelmsoldaten zu ebnen. Vor allem afrikanische Staaten hatten auf eine Friedenstruppe gedrängt, die die Soldaten der Afrikanischen Union ersetzen soll. In Somalia herrscht seit 1991 Bürgerkrieg. Vor anderthalb Jahren war die äthiopische Armee eingeschritten, um islamistische Kämpfer zu vertreiben. Seitdem wird die Hauptstadt Mogadischu von ständigen Kämpfen erschüttert.

LAGOS: Bei der Explosion einer Öl-Pipeline sind in Nigeria etwa 100 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Rettungsdienste riss ein Baggerfahrer bei Straßenarbeiten versehentlich ein Leck in die Pipeline, worauf sich das auslaufende Öl entzündete. Das Unglück ereignete sich am Rande der Metropole Lagos. Unter den Opfern sind zahlreiche Kinder.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden meist sonnig und trocken. Sonst wolkig und zeitweise schauerartiger Regen. Temperaturen zwischen 17 und 25 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten überwiegend wolkig:


Hamburg: 15 Grad;

Berlin: 17 Grad;

Dresden: 16 Grad;

Köln/Bonn: 15 Grad sowie

Frankfurt am Main und München: 16 Grad.

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