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Nachrichten

Freitag, 16. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Deutschland und China werden ihre Beziehungen auf eine neue Grundlage stellen und ausbauen. Das sagte Bundeskanzlerin Merkel nach ihrem Treffen mit Chinas Ministerpräsident Wen in Peking. Beide Regierungschefs kündigten an, künftig jedes Jahr zusammenkommen zu wollen. Auch die Minister sollen sich regelmäßig treffen. In einem 28-Punkte-Kommuniqué wurde zudem eine engere Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft vereinbart. Vor allem wollen beide Länder beim Klimaschutz und im Nuklearbereich kooperieren. Zudem wurden im Rahmen des Treffens wirtschaftliche Verträge in Höhe von mehreren Milliarden Euro unterzeichnet. - Merkel hat China auch aufgefordert, seinen Markt weiter für Produkte aus dem Ausland zu öffnen. Deutsche Unternehmen sollten einen guten Zugang zum chinesischen Markt erhalten.

KUNDUS: Verteidigungsminister Guttenberg hat einen Besuch deutscher Kampftruppen in der Unruheprovinz Baghlan im Norden Afghanistans aufgrund von Gefechten der Bundeswehr mit den radikal-islamischen Taliban kurzfristig abgesagt. Der CSU-Politiker war bereits vom Feldlager Kundus aus mit dem Hubschrauber auf dem Weg zu den Soldaten der Schnellen Eingreiftruppe, als ihn die Nachricht von den Kämpfen erreichte. Auf Empfehlung des Kommandeurs der Truppe kehrte er um. Es wäre der erste Besuch Guttenbergs eines Truppenteils in Afghanistan außerhalb der Feldlager gewesen.

SULEIMANIYA: Bei einem Hotelbrand in der Stadt Suleimaniya im kurdischen Norden des Irak sind laut Polizei mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind auch eine Reihe von Ausländern, zumeist Firmenvertreter aus den USA und Asien, die vermutlich für die Ölindustrie tätig waren. - Ursache des Feuers soll ein Kabelbrand gewesen sein.

NEW ORLEANS: Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko meldet der Mineralölkonzern BP zumindest einen zwischenzeitlichen Erfolg. Erstmals seit Beginn der Katastrophe vor drei Monaten sei es gelungen, den Ölaustritt aus dem Bohrloch in 1.500 Metern Tiefe vollständig zu stoppen, teilte BP mit. Dazu seien alle Ventile des neu installierten Auffangzylinders probeweise geschlossen worden. Noch sei aber unklar, wie lange es angesichts des starken Drucks der Ölquelle gelingen werde, das Bohrloch zu versiegeln.

NEW YORK: Die US-Börsenaufsicht SEC und die unter Betrugsverdacht stehende Investmentbank Goldman Sachs haben sich auf einen Vergleich geeinigt. Die SEC teilte mit, Goldman werde mit 550 Millionen Dollar die höchste Geldbuße zahlen, die je gegen eine einzelne Bank verhängt worden sei. Die Börsenaufsicht hatte gegen die Bank geklagt und ihr vorgeworfen, Anleger über ein hochriskantes Investmentprodukt wissentlich falsch informiert zu haben. Goldman räumte ein, Werbeunterlagen zu verbrieften Hypothekenkrediten seien unvollständig gewesen.

MOSKAU: In Russland haben führende Bürgerrechtler, Anwälte und Regierungskritiker gegen die geplante Verabschiedung eines neuen Geheimdienstgesetzes protestiert. Das Dekret sei ein Schlag gegen die Persönlichkeitsrechte, eine Rückkehr zur sowjetischen KGB-Willkür und Kontrolle über friedliche Bürger, hieß es in einem gemeinsamen offenen Schreiben. Die Staatsduma will das umstrittene Gesetz, das dem Inlandsgeheimdienst FSB mehr Vollmachten gibt, an diesem Freitag in dritter und letzter Lesung verabschieden. Kremlchef Medwedew hatte das Gesetz gegen Kritik auch aus dem Ausland verteidigt.

BERLIN: Die Deutsche Bahn plant offenbar als Konsequenz aus der jüngsten Pannenserie, die Klimaanlagen in einigen ICE-Zügen auszutauschen. Der Verkehrspolitiker Hermann von den Grünen sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", Bahnchef Grube habe ihm zugesichert, dass bald neue Geräte in der zweiten ICE-Baureihe zum Einsätz kämen. Sie sollen dann auch bei Außentemperaturen von bis zu 45 Grad funktionieren. - Die Bahn hatte eingeräumt, dass Klimaanlagen in älteren ICEs nur bei Temperaturen bis 32 Grad Celsius völlig problemlos funktionieren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Hochsommerlich mit viel Sonnenschein. Nur im Südosten können sich Quellwolken bilden, vereinzelt herrscht Gewittergefahr. Höchsttemperaturen 28 bis 36 Grad.

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