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Nachrichten

Freitag, 16. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Mit einer dramatischen Notlandung auf dem Hudson River in New York ist ein Passagierflugzeug mit 155 Menschen an Bord knapp einer Katastrophe entgangen. Alle Insassen des Airbus A320 der Gesellschaft US Airways wurden gerettet. Mehrere Passagiere erlitten leichte Verletzungen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden war die Maschine kurz nach dem Start vom New Yorker Flughafen La Guardia mit einem Vogelschwarm kollidiert, wodurch beide Triebwerke ausfielen. Das Flugzeug schwamm nach dem Aufprall intakt auf der Oberfläche des Flusses westlich von Manhattan. Fähren und Wassertaxen eilten den Passagieren zu Hilfe, die auf den halbversunkenen Tragflächen ausharrten.

JERUSALEM: Der israelische Unterhändler Amos Gilad reist an diesem Freitag erneut zu Beratungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen nach Ägypten. Dies teilte die Regierung nach einem Treffen von Ministerpräsident Ehud Olmert mit mehreren Ministern mit. Ebenfalls am Freitag reist Außenministerin Zipi Livni nach Washington, um letzte Hand an ein israelisch-amerikanisches Abkommen zu legen, das den Waffenschmuggel in den Gazastreifen verhindern soll. Die radikalislamische Hamas hatte am Mittwoch bei Gesprächen in Kairo einen einjährigen Waffenstillstand vorgeschlagen, der verlängert werden kann.

GAZA-STADT: Trotz internationaler Forderungen nach einer Waffenruhe hat Israel seine Luftangriffe im Gazastreifen fortgesetzt. Nach Informationen aus Militärkreisen wurden insgesamt 40 Ziele beschossen. Auch die Gefechte zwischen israelischen Soldaten und radikalen Palästinenser-Milizen in der Stadt Gaza dauern an. Die Zahl der seit Beginn der Offensive getöteten Palästinenser stieg nach jüngsten Behördenangaben aus Gaza auf 1.105. Mehr als 5.100 Bewohner des Gazastreifens seien verletzt worden. Auf israelischer Seite starben nach offizieller Mitteilung bisher 13 Menschen.

WASHINGTON: Die US-Regierung greift der Bank of America erneut unter die Arme. Das Geldinstitut werde eine Finanzspritze von über 20 Milliarden Dollar bekommen, teilte das Finanzministerium mit. Außerdem erhalte es staatliche Garantien für Wertpapierverluste in Höhe von mehr als 118 Milliarden Dollar, um die Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch besser zu verkraften. Diese war Mitte September angesichts eines drohenden Bankrotts unter das Dach der Bank of America geflüchtet. Experten vermuten, dass Merrill Lynch auch im vierten Quartal 2008 erhebliche Verluste verbuchen musste.

WASHINGTON: Kurz vor seiner Vereidigung zum neuen US-Präsidenten hat Barack Obama einen wichtigen politischen Erfolg erzielt: Der Senat gab wie von Obama gewünscht die zweite Hälfte des 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspaketes für die Finanzbranche frei. Der scheidende Präsident George W. Bush hatte dem Wunsch seines Nachfolgers entsprochen und den Kongress um die Bewilligung der 350 Milliarden Dollar gebeten. US-Medien hatten von Widerständen unter Republikanern und Demokraten gegen eine Bewilligung der Mittel berichtet, unter anderem weil die bisherige Geldvergabe an Banken und Finanzinstitute nicht transparent genug gewesen sei.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat in seiner Abschiedsrede an die Nation die "harten Entscheidungen" seiner Präsidentschaft als notwendig für die Sicherheit der USA verteidigt. Es sei legitim, über viele dieser Entscheidungen zu diskutieren, aber es könne keine Debatte über die Ergebnisse geben, sagte Bush. In den USA sei mehr als sieben Jahre kein terroristischer Anschlag verübt worden. Die größte Gefahr für sein Land bleibe aber ein neuer Terrorangriff. Bush übte in der Rede auch verhaltene Selbstkritik. Einige Dinge hätte er anders behandelt, wenn er könnte, sagte er. Weltweit habe sich seine Regierung für die Verbreitung von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten eingesetzt, sagte Bush im Weißen Haus. Diese Politik der Demokratisierung sei der beste Schutz vor Extremisten und Terroristen.

BERLIN: Die Europäische Zentralbank strebt im Kampf gegen die Rezession nach den Worten ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet keine ähnlich lockere Zinspolitik an wie die USA oder Japan. Ein derart niedriges Zinsniveau wäre kontraproduktiv für die Wirtschaft in Europa, sagte Trichet dem "Deutschen Welle Fernsehen". Die Währungshüter hatten am Donnerstag den Leitzins für den Euroraum wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise um 50 Basispunkte auf zwei Prozent gesenkt, den niedrigsten Stand seit fünfeinhalb Jahren.

BERLIN: Die deutschen Gasspeicher sind nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" nur noch knapp halbvoll. Die Speicher, die eigentlich nur Lieferschwankungen ausgleichen sollen, seien schon so geleert wie normalerweise gegen Ende der Heizperiode. Ein Grund sei, dass sie zu Winterbeginn weniger gut gefüllt gewesen seien als in den Nachbarstaaten. Auch wird wegen des russisch-ukrainischen Gasstreits verstärkt auf die Speicher zurückgegriffen. Seit Anfang vergangener Woche fließt kein russisches Gas mehr über die Ukraine an die Bezugsländer im übrigen Europa. Der Gas-Streit ist an diesem Freitag Hauptthema eines Treffens von Kanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Berlin.

KOPENHAGEN: Somalische Piraten haben ein dänisches Frachtschiff mit 13 Besatzungsmitgliedern nach mehr als zwei Monaten gegen ein Lösegeld freigegeben. Wie die Reederei Clipper Projects in Kopenhagen mitteilte, eskortierte ein russisches Kriegsschiff den Frachter anschließend zum Hafen von Salalah in Oman. Über die Lösegeldsumme wurden keine Angaben gemacht. - Das Geld wurde, wie von den Piraten verlangt, von einem kleinen Flugzeug per Fallschirm in der Nähe des Schiffes abgeworfen. Nach dänischen Medienberichten verlangen die Piraten für die Freilassung gekaperter Schiffe derzeit bis zu 1,5 Millionen Euro.

SAN SEBASTIÀN: Im spanischen Baskenland haben mutmaßliche Terroristen der Untergrundorganisation ETA einen Bombenanschlag auf eine Sendeanlage des Fernsehens verübt. Menschen wurden bei der Detonation nahe der Kleinstadt Hernani nicht verletzt, es entstand aber erheblicher Sachschaden. Die Täter hatten an der Sendestation zuvor ein Plakat mit einer Anschlagswarnung angebracht. In spanischen Medienberichten wird die ETA für die Tat verantwortlich gemacht. - Die Separatistenorganisation hatte bereits im November und Dezember Anschläge auf Einrichtungen des Fernsehens im Baskenland verübt.

BERLIN: Die weltweit größte Agrarausstellung, die "Grüne Woche", hat ihre Pforten für das Publikum geöffnet. Als prominenter Gast besucht der russische Ministerpräsident Wladimir Putin die Messe. Sein Land ist mit 6.000 Quadratmetern Fläche das größte Ausstellerland. Am Donnerstag hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner die 74. Leistungsschau der Ernährungs- und Landwirtschaft offiziell eröffnet. Sie und EU-Agrarministerin Mariann Fischer-Boel stellten den Bauern Hilfen in Aussicht, um mit der Finanzkrise besser fertig zu werden. Bis zum 25. Januar erwarten die Veranstalter 400.000 Besucher. Partnerland sind in diesem Jahr die Niederlande.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend viel Dunst und Nebel, aber weitgehend niederschlagsfrei. An der Oder einige Auflockerungen. Tagestemperaturen zwischen minus zwei und plus vier Grad.

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