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Nachrichten

Freitag, 16. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT AM MAIN: Wegen der Vulkanaschewolke aus Island herrscht in weiten Teilen Europas ein Flugchaos. Nach Angaben der europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol fallen an diesem Freitag rund 60 Prozent aller Flüge aus. In Deutschland sind nach Agenturberichten von den 16 internationalen Flughäfen nur noch drei geöffnet: München, Nürnberg und Stuttgart. Unterdessen breitet sich die Aschewolke weiter aus. So wurde der Luftverkehr in Polen und in Teilen Tschechiens geschlossen. Auch Österreich kündigte eine Schließung noch für diesen Freitag an. Fast ganz gesperrt bleibt Nordeuropa. Allerdings wurden im Westen Irlands und im Norden Norwegens einzelne Flughäfen wieder geöffnet. Die deutsche Flugsicherung rechnet noch mehrere Tage lang mit Behinderungen.

SAN FRANCISCO: Auch nach dem weiteren tödlichen Angriff auf die Bundeswehr in Afghanistan stellt Kanzlerin Merkel den deutschen Einsatz am Hindukusch nicht in Frage. Die Bundeswehr müsse dort bleiben, bis das Land selbst für seine Sicherheit sorgen könne, sagte sie in San Francisco vor Studenten der Universität Stanford. Sie respektiere aber die Zweifel vieler Menschen. Weniger als zwei Wochen nach dem Tod von drei Bundeswehrsoldaten im Norden Afghanistans waren dort am Donnerstag weitere vier bei einem Angriff gefallen, fünf Soldaten wurden verletzt. Vertreter aller Parteien sprachen ihr Mitgefühl aus. Die Linkspartei forderte abermals den Abzug der Bundeswehr. Der Bundeswehrverband verlangte eine bessere Ausstattung der Soldaten. Verteidigungsminister Guttenberg brach seine Heimreise von Afghanistan nach Deutschland ab und kehrte zum Bundeswehr-Feldlager in Masar-i-Scharif zurück.

PEKING: Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in der Provinz Qinghai im Westen Chinas suchen die Rettungskräfte weiter mit Hochdruck nach Überlebenden. Erschwert wird die Arbeit der Helfer in der gebirgigen Region im Grenzgebiet zu Tibet durch Nachbeben und schlechtes Wetter. Unter den Trümmern werden noch etwa 250 Menschen vermisst. Offiziell bestätigt wurden inzwischen 790 Todesopfer.

BANGKOK: In Thailand ist die Polizei mit dem Versuch gescheitert, mehrere Anführer der seit über einem Monat andauernden Oppositionsproteste bei einer Razzia in einem Hotel in Bangkok festzunehmen. Die Sicherheitskräfte räumten ein, den Männern sei die Flucht gelungen. Auf Bildern des thailändischen Fernsehens war zu sehen, wie einer der Protestführer sich spektakulär aus einem Hotelfenster abseilte und von jubelnden Anhängern in Empfang genommen wurde. Mehrere tausend Demonstranten versammelten sich daraufhin auf einem zentralen Platz in Bangkok.

BISCHKEK: In Kirgisistan ist mehr als eine Woche nach dem blutigen Volksaufstand der Machtwechsel mit dem formellen Rücktritt und der Ausreise des gestürzten Präsidenten Bakijew jetzt auch offiziell vollzogen. Nach Angaben der Übergangsregierung in Bischkek hat Bakijew eine Rücktrittserklärung unterschrieben, vor seiner Ausreise ins benachbarte Kasachstan. Nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa kam die Einigung zwischen Bakijew und der neuen Regierung durch internationale Vermittlung zustande.

REGENSBURG: In Bayern hat der Prozess um die Leugnung des Holocaust durch den britischen Bischof Richard Williamson begonnen. Der Bischof der umstrittenen katholischen Pius-Bruderschaft erschien aber nicht persönlich zur Verhandlung am Amtsgericht in Regensburg. Er ist wegen Volksverhetzung angeklagt. Der Staatsanwalt hat einen Strafbefehl über 12.000 Euro beantragt. Der Traditionalisten-Bischof hatte in einem Fernseh-Interview die Existenz von Gaskammern in den Konzentrationslagern der Nazis bezweifelt.

CAPE CANAVERAL: US-Präsident Obama hat sich klar zur bemannten Raumfahrt bekannt. Die Erkundung des Weltraums sei kein Luxus, sondern zentraler Teil einer besseren Zukunft, sagte Obama. Er rechne damit, dass um das Jahr 2035 erstmals ein Mensch seinen Fuß auf den Mars setzten werde.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist heiter bis wolkig, südlich der Donau und vom Niederrhein bis Brandenburg einzelne Schauer bei höchstens zehn bis 16 Grad.

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