1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 15. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Anlässlich eines Treffens des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas haben mehr als einhundert Rechtsanwälte, Gelehrte und Menschenrechtsaktivisten in einem Brief mehr Demokratie und die Freilassung aller politischen Häftlinge gefordert. Genannt wird in dem im Internet veröffentlichten Schreiben ausdrücklich der Name des diesjährigen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo. Die Behörden des Landes werden darüber hinaus wörtlich aufgefordert, "das Bild einer guten und verantwortungsbewussten Großmacht abzugeben", die in der Lage sei, alle Bürgerrechte zu garantieren.

JERUSALEM: Die israelische Regierung hat nach eigenen Angaben die Errichtung von 238 neuen Wohnungen in jüdischen Vierteln in Ost-Jerusalem gebilligt und damit nach fast einem Jahr einen stillschweigenden Baustopp beendet. Die Frage des israelischen Siedlungsbaus droht derzeit die erst kürzlich wiederaufgenommenen Nahostgespräche mit den Palästinensern zum Scheitern zu bringen. Aus Jerusalem verlautete, man habe die Zahl der Baugenehmigungen bewusst verringert, um den politischen Ärger mit der US-Regierung in Grenzen zu halten.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat den internationalen Einsatz von Soldaten und Polizisten in Haiti verlängert. Die Resolution gibt den Sicherheitskräften den Auftrag, bei der Präsidentschaftswahl im November zu helfen und die Machtübergabe im nächsten Jahr zu begleiten. Der Sicherheitsrat zeigte sich besorgt über die wachsende Gewalt in dem von einem Erdbeben im Januar weitgehend zerstörten Karibikstaat. In Haiti nehme unter anderem die Bandenkriminalität und der Drogenhandel zu, so die UN.

BRÜSSEL: Die EU-Kommission hat das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" als unverzichtbar für Europa bezeichnet. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris und Bratislava sei eine äußerst wichtige West-Ost-Achse, sagte Verkehrskommissar Kallas der "Rheinischen Post". Das Projekt "Stuttgart 21" sei dabei ein Kernstück. Wie der baden-württembergische Europaminister Reinhart sagte, fördert die EU-Kommission allein den Abschnitt Stuttgart-Ulm mit rund 216 Millionen Euro. – Im Stuttgarter Rathaus treffen sich Gegner und Befürworter des Bahnprojekts an diesem Freitag zu ersten Schlichtungsgesprächen, die von Vermittler Heiner Geißler moderiert werden.

BERLIN: Um den Mangel an Fachkräften in Deutschland zu verringern, sollen Zuwanderer künftig einen Rechtsanspruch auf Anerkennung ihrer Ausbildung erhalten. Damit wolle die schwarz-gelbe Koalition im kommenden Jahr bis zu 500.000 Migranten mit qualifizierten Berufsabschlüssen als Facharbeiter zulassen, sagte der FDP-Integrationsexperte Tören der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Betroffen seien insbesondere Berufe der Pflegebranche, Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler. Der Anspruch sei Teil eines Anerkennungsgesetzes, das zum Frühjahr 2011 in Kraft treten solle.

BERLIN: Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Kraft ist neue Präsidentin des Bundesrates. Die 49-jährige SPD-Politikerin wurde von der Länderkammer einstimmig zur Nachfolgerin des derzeitigen Präsidenten, Bremens Bürgermeister Böhrnsen, gewählt. Mit Kraft, die ihr Amt am 1. November antritt, steht zum ersten Mal eine Frau an der Spitze der Länderkammer.

BERLIN: Der SPD-Politiker und Publizist Hermann Scheer ist tot. Der Träger des Alternativen Nobelpreises starb in Berlin im Alter von 66 Jahren, wie sein Büro bestätigte. Scheer war seit 1965 Mitglied der SPD und saß für die Partei seit 1980 im Bundestag. Er galt als herausragender Umweltpolitiker und engagierte sich für den Einsatz erneuerbarer Energien. 1999 erhielt Scheer den Alternativen Nobelpreis.

BERN: Am Gotthard-Basistunnel in der Schweiz wird an diesem Freitag nach fast 25 Jahren Planung und Bauarbeiten der Durchstich erwartet. In rund sieben Jahren soll der mit 57 Kilometern längste Tunnel der Welt endgültig in Betrieb genommen werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend wolkig oder dunstig und regnerisch. Die Sonne zeigt sich vereinzelt nur am Hochrhein und südlich der Donau. Höchstwerte acht bis 13 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema