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Nachrichten

Freitag, 15. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: Die ehemaligen Terroristen der 'Rote Armee Fraktion' -RAF-, Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar und Knut Folkerts müssen nicht in Beugehaft. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden und damit eine frühere Entscheidung eines seiner Ermittlungsrichter aufgehoben. Dieser hatte die früheren Terroristen mit einer zusätzlichen sechsmonatigen Haft zu Aussagen im noch immer nicht restlos aufgeklärten Mordfall Buback zwingen wollen. Der Generalbundesanwalt und seine beiden Begleiter waren im April 1977 von der RAF getötet worden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel berät heute mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew über die Krise im Südkaukasus. Bei dem Treffen in der Sommerresidenz des Präsidenten in Sotschi am Schwarzen Meer geht es vor allem um Möglichkeiten für einen dauerhaften Waffenstillstand in Georgien und eine schnelle humanitäre Hilfe für Tausende von Flüchtlingen. Auch das künftige Verhältnis Russlands zur Europäischen Union, zur Nato und zu den USA dürfte angesprochen werden. Während die US-Regierung und Teile der EU harte Töne gegen Russland bevorzugen, lehnt die Bundesregierung öffentliche Schuldzuweisungen ab und sucht nach eigener Aussage weiter das Gespräch mit der Führung in Moskau. Am Sonntag trifft Merkel mit Medwedews Widersacher in dem kriegerischen Konflikt, Georgiens Staatspräsident Michail Saakaschwili, in Tiflis zusammen.

TIFLIS: US-Außenministerin Condoleezza Rice wird an diesem Freitag zu Gesprächen mit Präsident Michail Saakaschwili in der georgischen Hauptstadt Tiflis erwartet. Sie kommt aus Frankreich, wo sie mit Präsident Nicolas Sarkozy unter anderem über den von ihm vermittelten Friedensplan gesprochen hatte. Saakaschwili sagte dem US-Sender CNN, er werde den Plan genau prüfen, bevor er ihn unterschreibe. Man sei noch im Verhandlungsprozess. Die Lage vor Ort ist weiter unübersichtlich. Russische Truppen sollen nach wie vor Teile Georgiens besetzt haben. Dazu zählen die Städte Gori, Poti und Zugdidi. Georgien war am Donnerstag wie angekündigt aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten GUS ausgetreten, in dem sich frühere Sowjetrepubliken zusammengeschlossen haben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich angesichts von Berichten über Plünderungen besorgt über die humanitäre Lage in Georgien.

WARSCHAU: Polen und die USA haben sich trotz massiven russischen Widerstands auf die Stationierung eines Raketenabwehr-Systems in Polen geeinigt. Ein Vorvertrag wurde von Unterhändlern beider Staaten am Donnerstagabend in Warschau unterzeichnet. Die Einigung kam zustande, nachdem die USA der polnischen Forderung nachgaben, auch Patriot-Luftabwehrraketen ständig in Polen zu stationieren. Diese sollen zunächst unter US-Kommando stehen; später soll auch die polnische Armee damit ausgerüstet werden. Ein Abkommen der USA mit Tschechien über die Stationierung einer Radaranlage war Anfang Juli geschlossen worden. Die US-Regierung begründet den Aufbau des Abwehrschilds mit der Gefahr möglicher Raketenangriffe so genannter Schurkenstaaten wie dem Iran. Russland sieht sich jedoch in seiner Sicherheit bedroht.

BAGDAD: Bei einem Anschlag in der irakischen Stadt Iskandarija hat eine Selbstmordattentäterin mindestens 18 Menschen mit in den Tod gerissen. 75 weitere Menschen wurden verletzt, als die Frau mitten in einer Gruppe schiitischer Pilger ihren Sprengsatz zündete. Die Pilger waren auf dem Weg in die den Schiiten heilige Stadt Kerbala, wo am Sonntag ein religiöses Fest stattfindet. Iskandarija war in der Vergangenheit immer wieder Ort von Anschlägen, insbesondere des Terrornetzwerkes El Kaida gegen Schiiten. Bei zwei weiteren Anschlägen gegen schiitische Pilger waren in Bagdad und Safranija ein Pilger und ein Polizist getötet worden. In der Nähe von Baakuba und Mossul wurden bei fünf Anschlägen sechs Menschen getötet.

BERLIN/ABUJA: Die beiden vor fünf Wochen in Nigeria entführten deutschen Ingenieure sind frei. Das Auswärtige Amt teilte mit, die Mitarbeiter eines Tochterunternehmens des Konzerns Bilfinger Berger befänden sich in sicherer Obhut und würden medizinisch betreut. Rund 30 Bewaffnete hatten sie Mitte Juli von einer Baustelle nahe der Stadt Port Harcourt im Süden des Landes entführt. Rebellen der Bewegung zur Emanzipation des Nigerdelta befreiten die beiden nach eigenen Angaben am Donnerstagabend aus der Hand ihrer Entführer. Als Grund gaben sie den schlechten Gesundheitszustand von einem der beiden Ingenieure an.

HAMBURG: Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Einschätzung des Chefs der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, auch während des für 2009 erwarteten Konjunkturabschwungs weiter sinken. Er rechne mit etwas besseren Zahlen als in diesem Jahr, sagte Weise der 'Financial Times Deutschland'. Eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung von derzeit 3,3 auf 3,0 Prozent sei deswegen trotz Risiken rechnerisch möglich. Der Chef der Nürnberger Bundesagentur begründete seine Prognose für den Arbeitsmarkt damit, dass aus demografischen Gründen weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stünden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im gesamten Süden regnerisch, dabei örtlich Überflutungsgefahr. Sonst überwiegend bewölkt mit nur einzelnen Schauern. Die Höchsttemperaturen erreichen 13 bis 22 Grad.
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Am Morgen meldeten:


Hamburg: 13 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 17 Grad, stark bewölkt;

Dresden: 13 Grad, regnerisch;

Köln/Bonn: 10 Grad, freundlich;

Frankfurt am Main: 14 Grad, regnerisch und

München: 15 Grad, regnerisch.

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