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Nachrichten

Freitag, 14. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Das russische Parlament hat Viktor Subkow wie erwartet als neuen Ministerpräsidenten bestätigt. 381 der 450 Abgeordneten stimmten für den Wunschkandidaten von Präsident Wladimir Putin. Dieser hatte den Finanzexperten am Mittwoch als Regierungschef vorgeschlagen. Zuvor hatte er den bisherigen Ministerpräsidenten Michail Fradkow entlassen. - Subkow will nach eigenen Angaben den Schwerpunkt seiner Politik auf eine stabile Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft legen sowie die Rüstungsindustrie stärken.

WASHINGTON: Die USA wollen ihre Truppenstärke im Irak schrittweise verringern. Entsprechende Pläne gab Präsident George W. Bush in einer Fernsehansprache bekannt. Er folgte damit Empfehlungen des US-Oberkommandierenden im Irak, David Petraeus. Nach Bushs Worten können bis zum Jahresende 5.700 Soldaten heimkehren. Bis Juli 2008 könnten es demnach etwa 20.000 sein. Er stellte klar, dass der geplante Teilabzug keine Änderung der US-Strategie im Irak bedeute. Die Präsenz amerikanischer Soldaten sei auch über das Ende seiner Amtszeit hinaus notwendig. Die Demokraten reagierten mit Kritik auf Bushs Pläne. Schon lange hätten die Amerikaner das Vertrauen in die Irak-Politik des Präsidenten verloren, weil seine Rhetorik nie mit der Wirklichkeit vor Ort zusammenpasse, erklärte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.

BERLIN: Die FDP und die Grünen haben die Weigerung von Kanzlerin Angela Merkel begrüßt, die Bundeswehr in Afghanistan nicht auch im Süden des Landes einzusetzen. FDP-Chef Guido Westerwelle sagte, der Einsatz im Norden bleibe schon gefährlich genug. Die Fraktionschefin der Grünen, Renate Künast, kündigte an, sie werde im Bundestag einer Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes zustimmen. Die Grünen, die momentan in der Frage noch gespalten sind, wollen am Samstag auf einem Sonderparteitag eine einheitliche Linie finden. Merkel hatte die Fraktions-Chefs gestern über die geplante Fortsetzung des Einsatzes informiert. Das Kabinett will in der kommenden Woche entscheiden, der Bundestag im Oktober. Aus der Nato waren wiederholt Forderungen laut geworden, die Bundeswehr solle auch im umkämpften Süden Afghanistans die internationalen Truppen unterstützen.

MOSKAU: Russland hat die Einladung von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zu einer Konferenz über das Abkommen über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) begrüßt. Ein Sprecher des Außenministeriums in Moskau sagte, man honoriere es, dass solche Vorschläge von den Partnern Russlands kämen. Steinmeier hatte hohe Beamte aus den KSE-Vertragsstaaten für Oktober zu einer Konferenz nach Berlin geladen, um über das Abkommen zu beraten. Russland war im Juli im Streit um die geplante Stationierung eines US-Raketenabwehrsystems in Polen und Tschechien aus dem Vertrag ausgestiegen. Erste Gespräche mit den USA und der Nato waren ergebnislos geblieben. Russland will erreichen, dass die Nato-Staaten den Vertrag ratifizieren.

GENF: Nach fast acht Monaten ist die Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen in Genf erneut ohne Ergebnis beendet worden. Die Teilnehmer hatten sich nicht auf eine Tagesordnung einigen können. Die Abrüstungskonferenz ist seit der Verabschiedung des Abkommens über ein Verbot von Atomwaffentests von 1996 blockiert. Uneinig sind sich vor allem die USA und die Entwicklungsländer. Die Entwicklungsländer wollen Verhandlungen über eine Abrüstung von Atomwaffen sowie über eine Verhinderung des Wettrüstens im Weltraum, was die USA ablehnen. - Die Beratungen sollen im Januar 2008 wieder aufgenommen werden.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben die Rechte der weltweit 370 Millionen Ureinwohner gestärkt. Die UN-Vollversammlung verabschiedete eine Erklärung, die den Urvölkern das Recht auf Selbstbestimmung zusichert und einheitliche Standards bei Menschenrechten setzt. Außerdem schützt der Text den Anspruch der Ureinwohner auf ihr Land und die Bodenschätze. Nach mehr als 20 Jahre dauernden Verhandlungen nahmen 143 der 192 UN-Mitgliedstaaten die Erklärung an. Die Vereinbarung ist allerdings rechtlich nicht bindend und wurde gegen den Widerstand von Australien, Kanada, Neuseeland und den USA durchgesetzt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte die Entscheidung historisch.

JAKARTA: In Indonesien hat ein weiteres Nachbeben der Stärke 6,9 auf der Richterskala die Hauptinsel Sumatra erschüttert. Die Behörden lösten vorübergehend erneut Tsunami-Alarm aus. Das Nachbeben habe sein Epizentrum rund 160 Kilometer südwestlich der Stadt Bengkulu gehabt, teilte das staatliche Wetteramt mit. - Bei einem heftigen Beben der Stärke 8,4 am Mittwoch waren mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen.

TOKIO: Nach mehrjähriger Verzögerung hat Japan die nach eigenen Angaben größte Mondmission seit dem Apollo-Programm der USA gestartet. An Bord einer Trägerrakete, die von der Insel Tanegashima startete, wurde der Forschungssatellit SELENE ins Weltall gebracht. Der Satellit soll etwa ein Jahr lang in rund 100 Kilometern Höhe über der Mondoberfläche kreisen. Zwei kleinere Satelliten sollen die Pole des Erdtrabanten umrunden. Die gesammelten Daten sollen Hinweise auf Herkunft und Entwicklung des Mondes geben.

PARIS: Der Formel-1-Rennstall McLaren-Mercedes ist in der Spionageaffäre zu einer Geldstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt worden. Das Team verliert außerdem alle in der laufenden Saison errungenen Punkte in der Konstrukuersweltmeisterschaft. Das entschied der Weltrat des Automobilverbandes FIA. Die beiden in der WM führenden Piloten, Lewis Hamilton und Fernando Alonso, dürfen dagegen ihre Punkte behalten. McLaren soll sich sensible Unterlagen vom Konkurrenten Ferrari besorgt haben. Teamchef Ron Dennis kündigte rechtliche Schritte gegen das Urteil an.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Fast überall sonnig, später von Norden her aufziehender Regen. Tageswerte zwischen 19 und 25 Grad.

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