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Nachrichten

Freitag, 14. November 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NIZZA: Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat als Spitzenvertreter der Europäischen Union in Nizza seinen russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew empfangen. Die beiden Staatschefs wollen kurz vor dem Weltfinanzgipfel in Washington einen gemeinsamen Kurs im Kampf gegen die Banken- und Wirtschaftskrise abstecken. An den Beratungen nehmen auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der Außenbeauftragte Javier Solana teil. Beobachter rechnen damit, dass die Frage eines neuen Partnerschaftsabkommens zwischen der EU und Russland ebenfalls Thema der Gespräche sein dürfte.

NEW YORK: Vor dem Weltfinanzgipfel hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Teilnehmer dazu aufgerufen, umfassende Lösungen für die internationale Finanzkrise zu finden. Es müsse verhindert werden, dass aus der Finanzkrise eine Tragödie für die ganze Menschheit werde, schrieb Ban an die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte der 'Süddeutschen Zeitung' vor dem Gipfel, sie erwarte von dem Treffen den Startschuss für eine tiefgreifende Reform der globalen Kapitalmärkte. US-Präsident George W. Bush erklärte in einer Rede, eine Reform des Finanzsystems sei notwendig, staatliche Eingriffe seien jedoch kein Allheilmittel. - Der Weltfinanzgipfel beginnt an diesem Freitagabend (Ortszeit) in Washington mit einem Arbeitsessen. Die eigentlichen Beratungen werden dann am Samstag aufgenommen. - Die japanische Regierung bot unterdessen dem Internationalen Währungsfonds an, zur Unterstützung von Schwellenländern bis zu 100 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen.

WIESBADEN: Der sinkende Ölpreis hat die Inflation in Deutschland weiter zurückgehen lassen. Im Oktober betrug die Teuerungsrate 2,4 Prozent. Damit war sie so niedrig wie seit einem halben Jahr nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im September hatte die Teuerung noch 2,9 Prozent betragen. Die Inflationsrate könnte sich laut Experteneinschätzung bis zum Jahresende wieder auf unter zwei Prozent verringern. Bei Werten in diesem Bereich sieht die Europäische Zentralbank Preisstabilität gegeben.

BERLIN: Angesichts der Absatzkrise in der Automobilindustrie schließt Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche Kurzarbeit auch in seinem Konzern nicht mehr aus. Es mache keinen Sinn, Autos auf Halde zu bauen, sagte Zetsche in einem Interview der 'Bild'-Zeitung. Daimler hatte bereits angekündigt, seine Arbeiter über Weihnachten in verlängerte Werksferien zu schicken. Zu einem möglichen Arbeitsplatzabbau äußerte sich Zetsche zurückhaltend. Darüber könne er derzeit keine Prognose abgeben. Zetsche bekräftigte zugleich den Willen des Daimler-Konzerns, die Wirtschaftskrise möglichst ohne staatliche Finanzhilfen durchzustehen.

BERLIN: Die Partei Die Linke hat sich für eine drastische Anhebung des Spitzensteuersatzes ausgesprochen. Die beste Lösung wäre, den Steuersatz bei Jahreseinkommen ab 600.000 Euro auf 80 Prozent ansteigen zu lassen, sagte Parteichef Oskar Lafontaine der 'Passauer Neuen Presse'. Dabei handele es sich um Einkommen, die dem 20-fachen des Durchschnittsverdienstes entsprächen. Mit den Einnahmen aus der - Zitat - "Millionärssteuer" müsse ein Konjunkturprogramm zur Bekämpfung der Rezession finanziert werden, so Lafontaine weiter.

ISLAMABAD: Im Nordwesten Pakistans an der Grenze zu Afghanistan sind bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff mindestens zehn Menschen getötet worden. Ziel der Aktion im Stammesgebiet Nord-Waziristan sei ein Rebellenversteck gewesen, verlautete aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Der Angriff wurde offenbar von einem mit Raketen bestückten, unbemannten Flugzeug - einer so genannten Drohne - aus geführt. Die USA äußern sich in der Regel nicht zu diesen Angriffen, die in jüngerer Zeit zugenommen und zu Verstimmung zwischen den USA und Pakistan geführt haben.

NEW YORK: In seiner voraussichtlich letzten Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen hat US-Präsident George W. Bush die Religionsfreiheit als das zentrale Element der amerikanischen Außenpolitik bezeichnet. Seit Generationen habe die amerikanische Nation geholfen, die Religionsfreiheit in anderen Ländern zu verteidigen, sagte Bush. In New York hatten Staats- und Regierungschefs aus rund 80 Ländern zwei Tage lang über Religionsfreiheit und Diskriminierung debattiert. Zum Abschluss sprachen sie sich für einen stärkeren interkulturellen Dialog und für mehr religiöse Toleranz aus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Nordwesten her neuer Regen, sonst wechselhaft und nur vereinzelt sonnig. Tageshöchstwerte sechs bis zwölf Grad.

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