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Nachrichten

Freitag, 14. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: In der thailändischen Hauptstadt spitzen sich die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Aktivisten der Oppositionsbewegung weiter zu. Die Soldaten setzten nach Berichten des thailändischen Fernsehens Tränengas und Wasserwerfer ein und feuerten mit Gummigeschossen, als sie auf ein von den Oppositionellen seit Wochen besetztes Geschäftsviertel in Bangkok vorrückten. Um die Soldaten aufzuhalten, setzten Oppositionsanhänger Fahrzeuge und Barrikaden aus Gummireifen in Brand. In Korrespondentenberichten hieß es, es seien bei den Auseinandersetzungen auch scharfe Schüsse gefallen. Ein Journalist des TV-Senders "France 24" sei verletzt worden. Das Auswärtige Amt in Berlin riet dringend von Reisen nach Bangkok ab.

BISCHKEK: Aus dem Süden der zentralasiatischen Republik Kirgisistan werden Zusammenstöße zwischen Anhängern der Übergangsregierung und Gefolgsleuten des gestürzten Präsidenten Bakijew gemeldet. Nach Agenturberichten kam es in der Stadt Dschalal-Abad zu Schießereien mit mehreren Verletzten. In der Stadt Osch vertrieben Unterstützer der Übergangsregierung Anhänger Bakijews aus einem von diesen besetzten Regierungsgebäude.

KABUL: Im Osten Afghanistans haben Dorfbewohner gegen einen Einsatz der NATO-Truppen protestiert, bei dem nach ihrer Darstellung mindestens neun Zivilisten getötet worden waren. Nach Angaben von lokalen Behördenvertretern errichteten die Demonstranten im Bezirk Suchrod bei Dschalalabad Straßenblockaden und warfen Steine auf Regierungsgebäude. Ein Demonstrant sei von Polizisten erschossen worden. Ein Sprecher der NATO bestätigte, dass es in der Region Einsätze gegeben habe. Über zivile Opfer sei jedoch nichts bekannt.

WASHINGTON: US-Präsident Obama hat dem Senat das mit Russland vereinbarte Abrüstungsabkommen vorgelegt, das eine weitere Begrenzung der Atomwaffenarsenale vorsieht. Für die Ratifizierung sind mindestens 67 der 100 Stimmen im Senat erforderlich. Das bedeutet, dass Obama auf Unterstützung aus den Reihen der oppositionellen Republikaner angewiesen ist. In dem Nachfolgeabkommen für den ausgelaufenen START-Vertrag von 1991 ist festgeschrieben, dass die USA und Russland die Zahl ihrer Atomsprengköpfe innerhalb von sieben Jahren um ein Drittel auf jeweils etwa 1.500 verringern.

WASHINGTON: Im Zusammenhang mit dem vor zwei Wochen gescheiterten Autobombenanschlag in New York hat die Polizei im Nordosten der USA drei Personen festgenommen. Justizminister Holder teilte mit, es gebe Hinweise, dass sie dem mutmaßlichen Täter, einem US-Bürger pakistanischer Herkunft, Geld gegeben hätten.

FRANKFURT AM MAIN: Die Kommunen müssen sich nach Ansicht des Deutschen Städtetages auf die größte Haushaltskrise seit Bestehen der Bundesrepublik einstellen. Städtetagspräsidentin Roth (CDU) sagte der "Frankfurter Rundschau", das Defizit der Kommunen werde in diesem Jahr bei 15 Milliarden Euro liegen und damit drei Milliarden Euro höher als geschätzt. Damit würden die Städte ihren Negativrekord aus dem Krisenjahr 2003 fast verdoppeln.

SINGAPUR: In Singapur hat die zweitägige Asien-Pazifik-Konferenz (APK) der deutschen Wirtschaft begonnen. Zur Eröffnung sagte der singapurische Handelsminister Kiang, Asien biete neue Chancen für Unternehmer, der Städtebau gehe voran und die Mittelklasse wachse. Für nachhaltige Lösungen würden europäische Firmen als Partner gebraucht. Bundeswirtschaftsminister Brüderle betonte, von offenen Märkten profitierten alle Marktteilnehmer.

NAIROBI: Piraten aus Somalia haben einen im Dezember gekaperten britischen Chemietanker gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freigelassen. Dies teilte ein Sprecher der EU-Anti-Piratenmission "Atalanta" mit. Zur Höhe des Lösegeldes äußerte er sich nicht. - Die Piraten haben noch zahlreiche Schiffe mit rund 300 Seeleuten in ihrer Gewalt.

DAS WETTER: Meist dicht bewölkt mit Schauern. An der Nordsee Auflockerungen. Es bleibt kühl bei Temperaturen zwischen sieben und 13 Grad.

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