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Nachrichten

Freitag, 14. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LHASA: Nach mehrtägigen Protesten von Mönchen gegen die chinesische Herrschaft in Tibet ist es im Zentrum der tibetischen Hauptstadt an mehreren Schauplätzen zu schweren Ausschreitungen gekommen. Augenzeugen berichten, Demonstranten hätten vor einem Tempel Polizei und Feuerwehr mit Steinen und Knüppeln angegriffen sowie Einsatzfahrzeuge in Brand gesteckt. Ein Großaufgebot von Sicherheitskräften sei inzwischen gegen die aufgebrachte Menge mobilisiert worden. Viele buddhistische Mönche sind aus Protest gegen Verhaftungen in Hungerstreik getreten. Die Klöster in Lhasa sind mittlerweile von chinesischen Truppen umstellt und für Touristen gesperrt. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch hat von China, Indien und Nepal die Freilassung aller festgenommenen Demonstranten aus Tibet gefordert.

TEHERAN: Im Iran wird ein neues Parlament gewählt. Die Abstimmung über die 290 Sitze gilt auch als Popularitätstest für Präsident Mahmud Ahmadinedschad, dessen erste Amtszeit im kommenden Jahr endet. Allerdings dürften seine Unterstützer im Parlament bei der Wahl weniger von den wenigen Reformkräften als von Konkurrenten aus dem eigenen konservativen Lager in Bedrängnis gebracht werden. Vielen Reformern verwehrten die Behörden schon im Vorfeld die Kandidatur. Entscheidend für den Wahlausgang könnte der verbreitete Unmut über den rasanten Preisanstieg im Land werden, der Lebensmittel und andere Alltagsgüter für die Iraner immer teurer macht. Unabhängig vom Ergebnis hat das Parlament im politischen System der Islamischen Republik nur begrenzten Einfluss: Das letzte Wort in allen wichtigen Fragen wie der Außen- oder Erdölpolitik liegt bei Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei.

WIEN: Nach der Entführung zweier österreichischer Tunesien-Urlauber hat die Terrorgruppe El-Kaida der Regierung in Wien ein Ultimatum gestellt. Österreich müsse bis Sonntag 24 Uhr für die Freilassung von in Algerien und Tunesien inhaftierten Extremisten sorgen, hieß es in einer im Internet veröffentlichen Erklärung. Das Außenministerium in Wien bestätigte den Eingang des Ultimatums. Der Internetbotschaft beigefügt waren sechs Fotos, die offenbar die beiden entführten Österreicher zeigen, die seit Mitte Februar vermisst werden.

DAKAR: Die Präsidenten der afrikanischen Nachbarstaaten Tschad und Sudan haben ein Friedensabkommen unterzeichnet. Der Vertrag wurde in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und des senegalesischen Präsidenten Abdulaje Wade an dessen Amtssitz in Dakar unterzeichnet. Es ist bereits das sechste Friedensabkommen zwischen Tschad und Sudan innerhalb von fünf Jahren. Beide Staaten beschuldigen die jeweils andere Seite, sie wolle mit Unterstützung von Rebellen die Nachbar-Regierung stürzen. In Senegals Hauptstadt Dakar berät zur Zeit die "Organisation der Islamischen Konferenz" OIC. Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs nehmen an der zweitägigen Konferenz teil.

BRASILIA: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat bei einem Besuch in Brasilien die Länder Südamerikas zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus aufgerufen. Die Länder der Region müssten verhindern, dass ihre Grenzgebiete von Terroristen als Schutzraum missbraucht würden, sagte Rice. Sie fügte hinzu, die USA seien bereit, bei der Überprüfung der Sicherheitslage an den Grenzen zu helfen.

BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union schließen ihr zweitägiges Frühjahrstreffen ab. Auf dem Programm steht unter anderem auch eine Debatte über die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten. Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker berichtet über die jüngsten Entwicklungen. Die Euroländer lehnen nach eigener Aussage überzogene Schwankungen der Devisen- und Börsenkurse ab. Die Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedsstaaten werden in Brüssel zudem ihre Einigung auf die geplante Mittelmeer-Union vom Vortag förmlich besiegeln.

TOKIO: Der drastische Verfall des US-Dollars hat die Börsen in Asien auf Talfahrt geschickt. In Tokio fiel der Nikkei-Index auf den tiefsten Stand seit über zweieinhalb Jahren. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur, Südkorea, Hongkong und Shanghai verzeichneten Verluste. Zuvor war der US-Dollar das erste Mal seit 1995 unter die Marke von 100 japanischen Yen gefallen. Auch gegenüber dem Euro bleibt der Dollar schwach. Der Euro erreichte mit einem Dollar 5650 einen neuen Rekordkurs

WIESBADEN: Die Preise in Deutschland steigen weiter deutlich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug die jährliche Inflationsrate im Februar 2,8 Prozent. Im Januar hatte die Teuerungsrate auf gleicher Höhe gelegen. Verantwortlich für die Teuerung seien weiter die angezogenen Preise für Nahrungsmittel und Energie.

MÜNCHEN: Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat die Bedingungen für eine Kooperation mit der Partei Die Linke auf Länderebene präzisiert. Beck sagte der Süddeutschen Zeitung, es gebe keine Zusammenarbeit mit dieser Partei, wenn dort beispielsweise DKP-Mitglieder auf Wahllisten stünden. Zudem müsse die Programmatik stimmen und die handelnden Personen müssten verlässlich sein. Auf Bundesebene lehnte der SPD-Chef eine Zusammenarbeit aufgrund unvereinbarer Positionen auch weit über die Bundestagswahl im Herbst 2009 hinaus ab. Beck verteidigte erneut seine Strategie im Umgang mit der Linken, räumte aber ein, dass er sich nicht vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg dazu hätte äußern sollen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt mit Regenschauern. Von Westen her Auflockerungen. Höchstwerte zwischen sechs und 15 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg und Berlin: 6°, Regen;

Dresden: 4°, bedeckt;

Köln/Bonn: 9°, Regen;

Frankfurt am Main: 7°, Regen und

München: 5°, Regen.

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