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Nachrichten

Freitag, 14. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag.

WASHINGTON: Angesichts der kompromisslosen Haltung des Iran im Streit um sein Atomprogramm hat US-Außeniministerin Condoleezza Rice der Führung in Teheran mit Konsequenzen gedroht. Die Vereinten Nationen müssten alle Möglichkeiten des Sicherheitsrats ausschöpfen, um den Iran zum Einlenken zu bewegen, sagte Rice. Zuvor hatte der Chef der UN-Atombehörde, Mohammed el Baradei den Iran bei einem Besuch in Teheran erneut aufgefordert, sein Programm zur Uran-Anreicherung aufzugeben,wie vom Weltsicherheitsrat verlangt. Irans Chefunterhändler Ali Laridschani bezeichnete diese Aufforderung als irrational. El Baradei erklärte, trotz der unterschiedlichen Standpunkte wolle man weiter an einer Lösung arbeiten.

ROM: Im Streit um den Wahlausgang in Italien hat Innenminister Giuseppe Pisanu alle Parteien zur Ruhe aufgerufen. Sie sollten Verantwortungsbewußtsein zeigen und von jeglicher Polemik absehen, sagte Pisanu in Rom. Ministerpräsident Silvio Berlusconi lehnt es weiterhin ab, die knappe Wahlniederlage seiner rechtsgerichteten Koalition gegen die Mitte-Links-Allianz von Oppositionsführer Romano Prodi zu aktzeptieren. Auf sein Betreiben hin werden seit Mittwoch rund 80.000 umstrittene Stimmzettel noch einmal ausgezählt.

BERLIN: Nach dem Urteil im so genannten 'Ehrenmord'-Prozess hat eine Diskussion über Zwangsehen in türkischen Familien begonnen. Der Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach schlug vor, hier einen eigenen Straftatbestand zu schaffen. Man dürfe einer Zwangsverheiratung nicht mit falscher Toleranz begegnen, sagte der CDU-Politiker. In dem Prozess um die Ermordung einer 23-jährigen Deutsch-Türkin in Berlin war der Todesschütze zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Die beiden mitangeklagten Brüder wurden jedoch freigesprochen. Die Familie hatte den Lebensstil ihrer ermordeten Tochter, die sich von ihrem türkischen Ehemann getrennt hatte, als zu westlich empfunden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Mordkomplott der drei Brüder aus und hat Revision beantragt.

BERLIN: Die Entführer der beiden im Irak verschleppten Deutschen wollen nach einem Bericht des Magazins 'Focus' ein Lösegeld in Höhe von zwölf Millionen Dollar. Davon gehe der Krisenstab im Auswärtigen Amt nach den bisherigen Kontakten in den Irak aus, berichtet die Zeitschrift. Möglicherweise seien die beiden Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke, die sich seit Ende Januar in der Gewalt von Entführern befinden, inzwischen an eine kriminelle Gruppe weitergegeben worden. Bisherige politische Forderungen sollten den kriminellen Hintergrund der Aktion kaschieren.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vor neuer Kritik ehemaliger Generäle in Schutz genommen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, erklärte, nach Ansicht des Präsidenten leiste Rumsfeld sehr gute Arbeit. Zuvor hatten zwei weitere hochrangige Ex-Militärs Rumsfeld zum Rücktritt aufgefordert. Sie warfen dem Minister vor, im Irak katastrophale Fehler begannen zu haben.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat sich besorgt über die Offensive der Rebellen in der zentralafrikaniaschen Republik Tschad geäußert. In einer in New York verabschiedeten Erklärung verurteilte das höchste UN-Gremium jeden Versuch einer gewaltsamen Machtübernahme. Die Rebellen sollten sich am demokratischen Prozess im Tschad beteiligen. Auch die Afrikanische Union forderte eine friedliche Beilegung des Konflikts. - Die Rebellen der 'Vereinigten Front für den Wechsel', FUC, hatten am Donnerstag die Tschad-Hauptstadt N'Djamena angegriffen. Nach Angaben von Präsident Idriss Deby wurden sie zurückgeschlagen.

KATHMANDU: Die Opposition in Nepal hat das Gesprächsangebot des autoritär regierenden Königs Gyanendra zurückgewiesen und eine Ausweitung der Proteste gegen den Monarchen angekündigt. Mit dem Angebot zum Dialog wolle Gyanendra nur seine Herrschaft verlängern, erklärte die Partei Nepalesischer Kongress. - Der König hatte in einer Ansprache zum hinduistischen Neujahrsfest zu Gesprächen über rasche Parlamentswahlen aufgerufen. - Gyanendra hatte vor 14 Monaten im Kampf gegen die maoistischen Rebellen die Regierung entlassen und die Alleinherrschaft übernommen.

SOFIA: Die Lage in den Hochwassergebieten in Südost-Europa hat sich verschärft. In Bulgarien stieg die Donau weiter an. Für alle Gemeinden entlang des Flusses wurde der Notstand ausgerufen. Die Behörden bereiteten sich auf Evakuierungsmaßnahmen vor. Auch in Rumänien und Serbien sind Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft, um Bürger vor dem Hochwasser in Sicherheit zu bringen. - Hingegen entspannte sich die Lage in Norddeutschland weiter. Das Hochwasser der Elbe geht kontinuierlich zurück.

DARMSTADT: Zwei Tage nach ihrem Einschwenken in die Umlaufbahn des erdnächsten Planeten hat die europäische Raumsonde 'Venus Express' erste Bilder zur Erde gefunkt. Darauf seien Wolkenformationen über dem Südpol der Venus zu sehen, teilte die Max-Planck-Gesellschaft mit. Weitaus bessere Bilder von der Oberfläche des Planeten und genauere Informationen über die Atmosphäre erwarten die Forscher, wenn die Sonde Anfang Mai ihre endgültige Position in der Umlaufbahn erreicht hat.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südwesten ist es freundlich, ansonsten meist bewölkt und regnerisch. Höchstwerte zwischen acht und 17 Grad.

  • Datum 14.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8GT2
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