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Nachrichten

Freitag, 13. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DRESDEN: Mit einer Rede des scheidenden Vorsitzenden Franz Müntefering hat in Dresden der Bundesparteitag der Sozialdemokraten begonnen. Anschließend wollen die mehr als 500 Delegierten in einer Aussprache über das schlechte Abschneiden bei der Bundestagswahl im September und über den künftigen Kurs der SPD in der Opposition beraten. Auf der dreitägigen Konferenz wird auch eine neue Spitze gewählt. Designierter Parteivorsitzender ist der frühere Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. An Stelle von Hubertus Heil soll Andrea Nahles neue SPD-Generalsekretärin werden. Dem Parteitag liegen rund 340 Anträge aus den SPD-Gliederungen vor. Dazu gehören auch Forderungen nach einem raschen Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan oder nach einer völligen Abkehr von der Rente mit 67.

BERLIN: Die fünf so genannten Wirtschaftsweisen gehen mit den Steuersenkungsplänen der schwarz-gelben Koalition hart ins Gericht. Angesichts der großen Haushaltslöcher seien Entlastungen, die nicht gegenfinanziert würden, mit einer seriösen Finanzpolitik nicht vereinbar, heißt es im neuen Jahresgutachten des Sachverständigenrates. Ohne harte Einschnitte bei den öffentlichen Ausgaben oder ohne Erhöhungen von Steuern oder anderen Abgaben könne eine Konsolidierung der staatlichen Haushalte nicht gelingen, so die Ökonomen, die die Regierung in finanz- und wirtschaftspolitischen Fragen beraten. Für 2010 erwarten die Wirtschaftsweisen ein Wachstum von 1,6 Prozent. - Das Gutachten wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin offiziell überreicht.

KABUL: Angesichts der verschärften Sicherheitslage im nordafghanischen Kundus werden die Eingreifkräfte der Bundeswehr dort deutlich aufgestockt. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte bei einem Truppenbesuch in Kundus, ab Mitte Januar komme eine zusätzliche Infanteriekompanie mit 120 Soldaten in die Unruheregion. Sie sollen die bereits dort stationierten 1.000 Bundeswehrsoldaten unterstützen.--- Guttenberg war am Donnerstag zu seinem ersten Besuch nach Afghanistan gereist. In Kabul hatte er mit Präsident Hamid Karsai gesprochen und später die deutschen Truppen im Feldlager in Masar-i-Scharif besucht.

LONDON: Die NATO-Staaten könnten den Kampf gegen die Taliban am Hindukusch nach Angaben des britischen Premierministers Gordon Brown mit weiteren 5.000 Soldaten unterstützen. Er habe die Aufgabe übernommen, die Bündnispartner zu fragen, ob sie dieses Vorhaben in Afghanistan unterstützten, sagte Brown im BBC-Radio. Nähere Angaben machte er nicht. Ungeachtet immer mehr gefallener britischer Soldaten und zunehmender öffentlicher Ablehnung des Truppeneinsatzes hatte die Londoner Regierung sich jüngst bereiterklärt, 500 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan zu schicken, falls andere Länder einen "fairen Anteil" schulterten.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag auf US-Truppen am Rand der afghanischen Hauptstadt sind mindestens drei Soldaten und drei Passanten verletzt worden. Der Angriff richtete sich laut Innenministerium gegen Camp Phoenix, einen Logistik-Stützpunkt der amerikanischen Streitkräfte. - Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.

PESCHAWAR: Auf die regionale Geheimdienstzentrale in der pakistanischen Stadt Peschawar ist ein Autobombenanschlag verübt worden. Der Attentäter riss nach Angaben der Behörden mindestens zehn Menschen mit in den Tod. 55 Personen wurden verletzt. Das Gebäude ist schwer beschädigt. --- Bei einem Anschlag auf eine Polizeiwache in der nordwestlichen Region Bannu kamen mindestens fünf Polizisten und ein Zivilist ums Leben.

TOKIO: US-Präsident Barack Obama ist auf der ersten Station seiner neuntägigen Ostasienreise in Japan eingetroffen. Hauptthemen seiner Gespräche dürften der Klimaschutz, der Afghanistan-Einsatz und die Weltwirtschaft sein. Der neue japanische Ministerpräsident Yukio Hatoyama will dem asiatischen Land ein stärkeres Gewicht in der Welt geben. Tokio wünscht sich vor allem eine Verkleinerung oder gar Aufgabe des US-Militärstützpunktes in Okinawa und will sich vom Sicherheitspartner USA emanzipieren. - Nächste Stationen Obamas sind das APEC-Gipfeltreffen in Singapur, die Volksrepublik China sowie zum Abschluss Südkorea.

KATHMANDU: Zehntausende maoistischer Demonstranten haben in der nepalesischen Hauptstadt den zweiten Tag in Folge das Regierungsviertel blockiert. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei waren am Vortag mehr als 20 Personen verletzt worden, darunter mehrere Parlamentsabgeordnete. Es ist die größte Protestwelle seit dem Machtverlust der Maoisten im Mai. Diese fordern weiterhin den Rücktritt der gesamten politischen Führung, der sie vorwerfen, sich einem Diktat des Militärs gebeugt zu haben. --- Die von den Kommunisten geführte Koalition war in einem Kompetenzstreit um die Entlassung des Generalstabschefs zerbrochen. Der Militärchef hatte sich geweigert, ehemalige Rebellen in die Armee aufzunehmen, wie es ein Friedensabkommen vorsah.

SINGAPUR: Der chinesische Präsident Hu Jintao hat eine positive Bilanz der massiven Konjunkturprogramme seiner Regierung gezogen, die auch zur Stabilisierung der Weltwirtschaft beigetragen hätten. Man sei dabei, vor allem die Nachfrage im eigenen Land weiter anzukurbeln und arbeite an neuen Reformen zur Unterstützung chinesischer Unternehmen, berichtete Hu in einer Rede vor Geschäftsleuten in Singapur im Vorfeld des APEC-Gipfeltreffens. --- Das milliardenschwere Konjunkturpaket und der Bauboom könnten in China im 4. Quartal zu einem Anstieg des Wachstums auf bis zu zehn Prozent führen, teilte eine staatliche Wirtschaftsbehörde in Schanghai mit.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft erholt sich offenbar schneller als angenommen: Im dritten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal real um 0,7 Prozent zu. Dies meldet das Statistische Bundesamt. Das war das stärkste Wachstum seit Anfang 2008. Zum Wachstum trugen vor allem die Exporte und die Investitionen der Unternehmen bei. Der private Konsum ging dagegen zurück und dämpfte den Aufwärtstrend.

LONDON/MADRID: Die spanische Iberia und British Airways (BA) wollen sich zu einer der größten Fluggesellschaften der Welt zusammenschließen. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, die Fusion solle bis Ende 2010 vollzogen sein und Kosten von jährlich 400 Millionen Euro einsparen. Beide Marken, die derzeit tief in den roten Zahlen stecken, würden erhalten bleiben. BA werde 55 Prozent an dem neuen Konzern halten, die Spanier 45 Prozent. Mit dem Zusammenschluss entsteht am Umsatz gemessen die weltweit drittgrößte Fluggesellschaft nach Air France-KLM und der deutschen Lufthansa.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt mit Schauern. Nur südlich der Donau meist trocken. Höchstwerte sieben bis 17 Grad.

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