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Nachrichten

Freitag, 13. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BONN: Die Staatsanwaltschaft hat in der Spitzel-Affäre der Telekom die Wohnsitze des ehemaligen Konzernchefs Kai-Uwe Ricke in der Schweiz sowie des früheren Aufsichtsrats-Vorsitzenden Klaus Zumwinkel am Gardasee durchsuchen lassen. Die italienischen Behörden hätten Rechtshilfe geleistet, hieß es von der Behörde in Bonn. Eine Razzia habe es auch im Haus von Rickes Ehefrau am bayerischen Ammersee gegeben. Die Telekom hatte Strafanzeige erstattet, nachdem aufgedeckt worden war, dass 2005 und 2006 unter anderem Journalisten und Aufsichtsräte bespitzelt worden waren. Ex-Aufsichtsratschef Zumwinkel hat eine Mitverantwortung zurückgewiesen.

DÜSSELDORF: Nach dem Amoklauf von Winnenden mit 16 Todesopfern hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries die Schützenvereine in Deutschland dazu aufgerufen, ihre Mitglieder besser zu kontrollieren. Die Aufbewahrungspflicht im Waffengesetz müsse unbedingt eingehalten werden, sagte sie der 'Rheinischen Post'. Ein Verbot, Waffen zu Hause aufzubewahren, lehnte Zypries ab. Nach Abwägung aller Argumente sei dies sicherer als in zentralen Waffenlagern, die ein attraktives Einbruchsobjekt darstellten. - Entgegen ersten Berichten hat die Polizei bislang keinerlei Beweise dafür gefunden, dass der 17-jährige Amokschütze seine Tat im Internet angekündigt hatte.

DUISBURG/ AMSTERDAM: Mehr als eineinhalb Jahre nach dem sechsfachen Mafiamord von Duisburg ist der Hauptverdächtige in den Niederlanden gefasst worden. Wie die Polizei in Duisburg mitteilte, wurde der Mann in Amsterdam in einer gemeinsamen Aktion niederländischer, deutscher und italienischer Einsatzkräfte festgenommen. Im August 2007 waren vor einer Duisburger Pizzeria sechs Italiener durch Kopfschüsse regelrecht hingerichtet worden. Die Morde waren nach Einschätzung der Polizei der blutige Höhepunkt einer langjährigen Fehde zwischen zwei verfeindeten Mafia-Clans.

AMSTERDAM: Die niederländische Polizei hat sieben Personen wegen des Verdachts festgenommen, Anschläge auf mehrere Gebäude in einem Vorort von Amsterdam geplant zu haben. Unter anderem sollten ein Möbelhaus und eine Konzerthalle in die Luft gesprengt werden, teilten die Behörden mit. Vorausgegangen sei ein anonymer Anruf. Einer der Festgenommenen sei mit einem der Täter verwandt, die an den Attentaten auf die Vorortzüge in Madrid vom 21. März 2004 beteiligt waren. Bei den Festgenommenen, sechs Männern und einer Frau, handle es sich um niederländische Staatsbürger marokkanischer Abstammung. Sie seien in Amsterdam festgesetzt worden, es habe aber auch Durchsuchungen in Belgien gegeben.

PEKING: China will trotz der gespürten Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise an seinem Wachstumskurs festhalten. Regierungschef Wen Jiabao bekräftigte auf einer Pressekonferenz in Peking, er wolle an dem Ziel von acht Prozent Wachstum in diesem Jahr festhalten. Notfalls würden weitere Konjunkturmaßnahmen ergriffen; die finanziellen Grundlagen seien in den vergangenen Jahren des Wachstums geschaffen worden. Die Regierung hatte im November ein Konjunkturpaket im Umfang von umgerechnet 585 Milliarden US-Dollar aufgelegt, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Der Volkskongress verabschiedete das Paket an diesem Freitag zusammen mit dem Staatshaushalt.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat die Sanktionen gegen den Iran trotz seines Gesprächsangebots an die Islamische Republik um ein Jahr verlängert. Der Iran sei weiterhin eine außergewöhnliche und besondere Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA, heißt es in einer Erklärung Obamas. Die Sanktionen waren bereits 1995 von der Regierung Clinton in Kraft gesetzt worden und wären ohne Obamas Verlängerung ausgelaufen. Die Vereinigten Staaten und andere westliche Staaten beschuldigen den Iran, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Kernkraft Atomwaffen zu entwickeln und terroristische Gruppen zu unterstützen. Die Führung in Teheran bestreitet das. Der UN-Sicherheitsrat hat wegen des Atomprogramms mehrfach Sanktionen gegen den Iran verhängt.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen und die USA haben den von Nordkorea für Anfang April angekündigten Start eines Satelliten kritisiert. Der Start könne Frieden und Stabilität in der Region gefährden, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach von einem provokativen Akt. Nordkorea hatte ungeachtet aller Warnungen angekündigt, Anfang April einen Fernmeldesatelliten ins All zu schießen. Die USA, Südkorea und Japan vermuten allerdings, dass das kommunistische Land den Start nutzt, um eine militärische Langstreckenrakete zu testen, die auch Ziele in den USA erreichen könnte. Eine UN-Resolution aus dem Jahr 2006 verbietet Nordkorea ballistische Raketentests.

TOKIO: Japan wird sich mit je zwei Schiffen und Hubschraubern am internationalen Einsatz gegen Piraten am Horn von Afrika beteiligen. Verteidigungsminister Yasukazu Hamada gab der Marine den Befehl, die Zerstörer "Sazanami" und "Samidare" mit rund 400 Mann an Bord in die Gewässer vor Somalia zu entsenden. Sie stechen am Samstag in See. Allerdings dürfen sie nicht gewaltsam gegen Piraten vorgehen, da das Streitkräftegesetz dies verbietet. Die Regierung plant nun eine Änderung des Gesetzes.

BERLIN: Deutschland und Frankreich haben ihre gemeinsamen Positionen für den Weltfinanzgipfel Anfang April in London abgesteckt. Nach einem Treffen des deutsch-französischen Ministerrats in Berlin bekräftigten Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy ihre Absicht, für eine stärkere Regulierung der internationalen Finanzmärkte einzutreten. Angesichts der Wirtschaftskrise vereinbarten sie eine engere industriepolitische Zusammenarbeit. Zusätzliches Geld für staatliche Konjunkturprogramme - wie von den USA gefordert - lehnten sie aber ab. An diesem Freitag will Merkel in London mit dem britischen Premierminister Gordon Brown Fragen der Finanzkrise erörtern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Rheinland bis zur Küste freundlich. Sonst meist wolkig und örtlich Schauer. Mit Höchstwerten zwischen sechs und zwölf Grad wird es milder.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 6 Grad, dunstig;

Berlin: 6 Grad, regnerisch;

Dresden: 5 Grad, regnerisch;

Köln/Bonn: 6 Grad, heiter;

Frankfurt am Main: 7 Grad, wolkig und

München: 5 Grad, regnerisch.

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