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Nachrichten

Freitag, 13. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DUBLIN: In Irland hat die Stimmenauszählung des Referendums über den EU-Reformvertrag begonnen. Das Ergebnis wird in der gesamten Europäischen Union mit großer Spannung erwartet. Nach Medienberichten nahmen an der Volksabstimmung am Donnerstag nur rund 40 Prozent der irischen Wähler teil. Eine derart geringe Beteiligung gilt als günstig für die Reformgegner, weil diese nach allgemeiner Einschätzung stärker zur Stimmabgabe motiviert waren. Bei einem Nein der Iren könnte der Vertrag von Lissabon nicht wie geplant 2009 in Kraft treten, weil er von allen 27 EU-Staaten gebilligt werden muss. Irland ist das einzige EU-Mitglied, in dem per Referendum über das Vertragswerk entschieden wird.

WASHINGTON: Die Anwälte des im US-Lager Guantanámo inhaftierten Terrorverdächtigen Ramzi Binalshibh wollen dessen Gefangenschaft vor einem amerikanischen Zivilgericht anfechten. Dies teilte eine Militäranwältin Binalshibhs mit. Sie reagierte damit auf das jüngste Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA. Danach haben auch die Guantanámo-Häftlinge nach der amerikanischen Verfassung das Recht, bei zivilen Gerichten Einspruch gegen ihre Haft einzulegen. Das Urteil gilt als schwere Niederlage für Präsident George W. Bush. Binalshibh war in der vergangenen Woche vor einem Militär-Sondergericht in Guantanámo im Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September 2001 angeklagt worden. Er soll als Mitglied der so genannten 'Hamburger Zelle' mit einem der späteren Attentäter konspiriert haben.

PEKING: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist zu einem dreitägigen Besuch nach China gereist. Es ist sein erster Aufenthalt in der Volksrepublik seit der Beilegung der Differenzen über die Tibet-Politik. Zum Auftakt seiner politischen Gespräche trifft Steinmeier mit seinem chinesischen Kollegen Yang Jiechi zusammen. Anschließend wird er von Ministerpräsident Wen Jiabao empfangen. Steinmeier fliegt am Wochenende weiter in die Erdbebenprovinz Sichuan, um sich über die Arbeit deutscher Hilfsorganisationen zu informieren.

PEKING: Zum ersten Mal seit fast 60 Jahren gibt es in Kürze wieder regelmäßige Direktflüge zwischen China und Taiwan. Beide Seiten unterzeichneten in Peking ein Abkommen, wonach vom 4. Juli an jedes Wochenende zahlreiche Chartermaschinen zwischen der Volksrepublik und dem Inselstaat verkehren dürfen. Bislang gab es nur gelegentliche Flüge an Feiertagen. Die Vereinbarung ist das Ergebnis der ersten formellen Gespräche zwischen China und Taiwan seit 1999. Dabei wurde auch die Einrichtung ständiger konsularischer Vertretungen vereinbart. China betrachtet Taiwan offiziell als abtrünnige Provinz. Die Gespräche in Peking liefen daher über halbamtliche Organisationen.

JOHANNESBURG: Vierzig afrikanische Persönlichkeiten haben in einem Offenen Brief freie und faire Wahlen in Simbabwe gefordert. Eine große Mehrheit der Afrikaner wünsche ein stabiles, demokratisches und friedliches Simbabwe, heißt es in dem in südafrikanischen Zeitungen veröffentlichten Schreiben. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderen die früheren UN-Generalsekretäre Kofi Annan und Boutros Boutros-Ghali, ehemalige Staats- und Regierungschefs, Erzbischof Desmond Tutu wie auch Unternehmer, Wissenschaftler und Künstler. Zugleich kritisieren sie die Gewalt, mit der Simbabwes Staatschef Robert Mugabe gegen die Opposition vorgeht. Am 27. Juni soll die Präsidenten-Stichwahl zwischen Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai stattfinden.

BERLIN: Die außerplanmäßige Rentenerhöhung zum 1.Juli ist endgültig beschlossen. Nach dem Bundestag stimmte auch der Bundesrat der Anhebung der Altersbezüge um 1,1 Prozent zu. Dazu wird der so genannte Riester-Faktor, der den Rentenanstieg dämpft, für zwei Jahre ausgesetzt. Die Kürzungen sollen aber 2012 und 2013 wieder ausgeglichen werden. Auch 2009 können die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland mit einer Anhebung ihrer Bezüge rechnen.

WIESBADEN: Vor allem die hohen Benzinpreise haben die Teuerung in Deutschland im Mai wieder kräftig steigen lassen. Die Verbraucherpreise legten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Die Inflationsrate blieb damit nur knapp unter dem im März erreichten Jahreshoch von 3,1 Prozent. Im April hatte sie sich noch auf 2,4 Prozent abgeschwächt.

BIELEFELD: Die Deutsche Post will sich offenbar bis Ende 2011 komplett von ihrem eigenen Filialnetz trennen. Das berichtet das Bielefelder 'Westfalen Blatt' unter Verweis auf Angaben von Post-Sprecher Achim Gahr. Danach sollen alle noch bestehenden 750 klassischen Postfilialen, ehemals Postämter, in private Partner-Filialen umgewandelt werden, schreibt die Zeitung. Von der Umwandlung seien mehr als 2.000 Mitarbeiter betroffen. Entlassungen soll es aber nicht geben. Die Mitarbeiter würden an anderer Stelle im Konzern eingesetzt, heißt es weiter.

ZUM FUSSBALL: Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft einen Rückschlag erlitten. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw unterlag nach enttäuschender Leistung Kroatien mit 1 : 2. Gastgeber Österreich erkämpfte sich im zweiten Spiel der Gruppe B ein 1 : 1 gegen Polen. Kroatien hat sich damit nach Portugal für das Viertelfinale qualifiziert. Deutschland benötigt dazu am Montag gegen Österreich mindestens ein Unentschieden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich der Mittelgebirge wolkig mit heiteren Abschnitten. Nach Süden hin bewölkter, Richtung Alpen anhaltender Regen. Tageshöchsttemperaturen elf bis 19 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten bei mehr oder weniger starker Bewölkung:

Hamburg, Frankfurt am Main und Dresden: 12 Grad;
Berlin und Köln/Bonn: 11 Grad und
München: 9 Grad.

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