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Nachrichten

Freitag, 13. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Bundestag hat mit der abschließenden Beratung des zweiten Konjunkturpakets begonnen. Mit dem umfangreichsten Maßnahmenbündel der Nachkriegszeit in einem Volumen von 50 Milliarden Euro für dieses Jahr und 2010 will die Bundesregierung gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise ankämpfen. Bestandteile sind unter anderen milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur, ein 100-Milliarden-Euro Rettungsschirm für Unternehmen, ein Kinderbonus von 100 Euro, die Abwrackprämie für alte Autos, die neue Kfz-Steuer sowie Steuer- und Abgabensenkungen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück verteidigte die für das Programm notwendige Erhöhung der Neuverschuldung. Ohne diese sei der Konjunkturimpuls nicht möglich.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft ist im letzten Quartal 2008 so stark geschrumpft wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Im Vergleich zum Vorquartal ging das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember um 2,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Grund für den Einbruch war vor allem der starke Rückgang der Exporte und Anlage-Investitionen. Aber auch die Konsumausgaben fielen geringer aus. - Mit Blick auf das gesamte Jahr 2008 registrierten die Statistiker nur noch im ersten Quartal ein Wirtschaftswachstum, und zwar um 1,5 Prozent. Bereits von April an sank das Bruttoinlandsprodukt. Insgesamt wuchs die deutsche Wirtschaft 2008 um 1,3 Prozent.

BERLIN: Der Bundesrat hat den Weg für die Einführung von Mindestlöhnen in sechs weiteren Branchen frei gemacht. Die Länderkammer billigte die bis zuletzt umstrittenen Novellen zum Arbeitnehmer- Entsendegesetz und zum Mindestarbeitsbedingungen-Gesetz. Von der Regelung betroffen sind knapp eine Million Arbeitnehmer in den Bereichen Altenpflege, Wachschutz, Müllabfuhr, Weiterbildung sowie in Großwäschereien und Bergbauspezialdiensten. - Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) sagte in der Aussprache, mit den Neuregelungen sorge der Staat dafür, die Beschäftigten bei den Löhnen vor dem freien Fall nach unten zu schützen. Dagegen warnten Vertreter von CDU/FDP-Landesregierungen unter Hinweis auf die Entwicklung bei den Briefdiensten vor Arbeitsplatzverlusten durch weitere Mindestlöhne.

WASHINGTON: Im US-Bundesstaat New York sind bei einem Flugzeugabsturz 49 Menschen ums Leben gekommen. Die Propeller-Maschine der Continental Airlines stürzte in ein Wohnhaus der Kleinstadt Clarence in der Nähe von Buffalo. Nach Angaben der Polizei befanden sich 44 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord, ein Mensch kam am Boden ums Leben. Nach dem Absturz brach an der Unglücksstelle ein Großbrand aus. Die Maschine war auf dem Flug von Newark im Bundesstaat New Jersey nach Buffalo Zum Unglückszeitpunkt herrschte schlechtes Wetter mit heftigem Schneeregen in dem Gebiet.

GAZA-STADT: Die radikalislamische Hamas will nach eigenen Angaben in den nächsten Tagen eine 18-monatige Waffenruhe mit Israel verkünden. In einer Erklärung des Hamas-Sprechers Taher al Nuno hieß es, ein klares Abkommen zur Waffenruhe werde innerhalb von drei Tagen erwartet. Die ägyptische Nachrichtenagentur MENA berichtete, entsprechende Vermittlungsgespräche in Kairo seien positiv verlaufen. Seitens der Regierung in Jerusalem gab es zunächst keine Reaktion. Die israelische Zeitung "Jediot Achronot" veröffentlichte die Rahmenbedingungen des ägyptischen Vermittlungsvorschlags. Danach muss die Hamas unter anderem sicherstellen, dass Israel weder mit Raketen noch mit Mörsergranaten angegriffen wird. - Unterdessen feuerten militante Palästinenser aus dem Gazastreifen wieder zwei Raketen auf israelisches Gebiet. Verletzt wurde aber niemand.

WASHINGTON: Neuer Direktor des US-Geheimdienstes CIA wird der ehemalige Admiral Leon Panetta. Der Senat in Washington bestätigte den 70-Jährigen für das Amt. Bereits in der vergangenen Woche hatte Panetta angekündigt, der US-Auslandsgeheimdienst werde unter seiner Führung auf Verhörmethoden verzichten, die menschliche Werte Amerikas verletzten. In einem Ausschuss des Senats warnte der Direktor der Inlandsgeheimdienste, Dennis Blair, vor den geopolitischen Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Schon jetzt habe die Krise an den Finanzmärkten das Vertrauen in die wirtschaftliche Führungsstärke der Vereinigten Staaten und den Glauben an freie Märkte untergraben. Je länger die Probleme andauerten, desto größer sei die Gefahr ernsthafter Schäden für die strategischen Interessen der USA.

DRESDEN: Die sächsische Landeshauptstadt gedenkt an diesem Freitag mit zahlreichen Veranstaltungen der Zerstörung vor 64 Jahren. Auftakt ist die traditionelle Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof in Dresden, wo zahlreiche der rund 25.000 Bombenopfer begraben wurden. An der Zeremonie nehmen auch Vertreter der USA und Großbritanniens teil. Am Abend findet eine Gedenkveranstaltung vor der Frauenkirche statt. Bomberverbände der Alliierten hatten Dresden am 13. und 14. Februar 1945 angegriffen und das Stadtzentrum in Schutt und Asche gelegt. - Dresden feiert zugleich das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der englischen Stadt Coventry. Sie war 1940 und 1941 bei deutschen Bombenangriffen zerstört worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von der Ostsee bis zum Erzgebirge aufgelockert und meist trocken. Sonst wolkig mit Auflockerungen. Von Nordwesten Schneefälle und Regen. Tageshöchstwerte minus zwei bis plus vier Grad Celsius.

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